Besonders schwerer Diebstahl: Angeklagter schwänzt Verhandlung

Wer zu seiner Ver­hand­lung vor dem Amts­ge­richt in Unna nicht frei­willig erscheint, der wird beim näch­sten Mal eben von der Polizei abge­holt und zwangs­weise vor­ge­führt. Diese Erfah­rung wird jetzt auch ein 24-jäh­riger Mann aus Hamm machen, der sich heute wegen Dieb­stahls in einem beson­ders schweren Fall auf der Ankla­ge­bank in Unna zu ver­ant­worten gehabt hätte – wenn er denn erschienen wäre.

Was dem Ange­klagten vor­ge­worfen wird: Der 24-Jäh­rige soll am 11. August 2014 im Logi­stik-Aus­bil­dungs-Zen­trum in Holzwickede aus einer Lager­halle eine ver­schlos­sene Geld­kas­sette mit 300 Euro gestohlen haben. In das Logi­stik-Aus­bil­dungs-Zen­trum nach Holzwickede war der Hammer gekommen, weil ihn die Arbeits­agentur zu einer Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nahme dorthin geschickt hatte.

Zwei Vor­be­la­stungen weist die Vita des Ange­klagten bereits auf: Ein Ver­fahren wegen Unter­schla­gung wurde nach dem Jugend­straf­recht ein­ge­stellt. In einem zweiten wurde er wegen eines Ver­stoßes gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz ver­ur­teilt.

Statt der geplanten beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tion, könnte nun dem Lebens­lauf des 24-Jäh­rigen noch eine wei­tere Vor­strafe hin­zu­ge­fügt werden.

Ob es dazu kommt, wird sich zeigen, wenn Richter Jörg Grans­euer den neuen Ver­hand­lungs­termin fest­ge­legt hat.

Diebnstahl


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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