Aloysiusschule für vorbildliches Gemeinsames Lernen ausgezeichnet

Die Freude über den Preis für die Aloysiusschule ist groß - und natürlich freuen sich alle gemeinsam  über die Auszeichnung. (Foto: Peter Gräber)

Die Freu­de über den Preis für die Aloy­si­us­schu­le ist groß — und natür­lich fei­ern alle in der Schu­le gemein­sam die Aus­zeich­nung. (Foto: Peter Grä­ber)

Was heu­te unter der Bezeich­nung Inklu­si­on in aller Mun­de ist, hat als Gemein­sa­mes Ler­nen schon eine 25 Jah­re lan­ge Tra­di­ti­on in der Aloy­si­us­schu­le: In der katho­li­schen Grund­schu­le gibt es zum Bei­spiel schon längst einen Son­der­päd­ago­gen im Kol­le­gi­um. Und das aus­ge­präg­te „Wir“-Gefühl der gro­ßen Schul­fa­mi­lie ist von jedem sofort nach­voll­zieh­bar, der auch nur einen Fuß in die klei­ne Grund­schu­le setzt. Nie­mand muss sich aus­ge­schlos­sen füh­len, alle wer­den mit­ge­nom­men  – ganz egal, ob er nun schwer­hö­rig ist oder ein ande­res kör­per­li­ches Han­di­cap hat, ob er hoch­be­gabt oder lern­schwach ist, einem ande­ren Kul­tur­kreis ange­hört oder einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund hat.

Ausgeprägtes Wir-Bewusstsein beeindruckt Jury

Genau die­ses aus­ge­präg­te “Wir“-Bewusstsein hat auch die Jury des Krei­ses Unna tief beein­druckt, die der Holzwicke­der Aloy­si­us­schu­le heu­te (19.3.)  den För­der­preis für inklu­si­ve Schul­ent­wick­lung ver­lie­hen hat. Der Preis ist mit 750 Euro dotiert und wird vom Kreis Unna gemein­sam mit dem Schul­amt für den Kreis Unna seit 2015 zum drit­ten Mal ver­lie­hen – in die­sem Jahr in zwei Kate­go­ri­en: Die Aloy­si­us­schu­le hat den Preis in der Kate­go­rie A für inklu­si­ve Ansät­ze im Schul­le­ben erhal­ten. Wei­te­re Gewin­ner sind die Die­ster­weg­schu­le (Kamen) und die Gesamt­schu­le Frön­den­berg. In der Kate­go­rie B ist der Preis für die För­de­rung schul­in­ter­ner Vor­ha­ben zur Gestal­tung einer inklu­si­ven Schul­pra­xis ver­ge­ben wor­den an die Real­schu­le Obera­den (Berg­ka­men), die Hein­rich-Buß­mann-Schu­le (Lünen) und das Fried­rich-Bäh­rens-Gym­na­si­um (Schwer­te).

Die Preis­ver­lei­hung erfolg­te heu­te im Kreis­haus durch den Schirm­herrn, Land­rat Micha­el Makiol­la an Schul­lei­te­rin Gabi Spie­ker, die natür­lich auch eini­ge Kin­der mit­ge­bracht hat­te.

Preis Aloysiusschule

Die Holzwicke­der Aloy­si­us­schu­le erhielt heu­te von Land­rat Micha­el Makiol­la (r.) den För­der­preis inklu­si­ve Schul­land­schaft in der Kate­go­rie A. (Foto: C. Rau­ert – Kreis Unna)

Die Jury, bestehend aus Ulri­ke Hüp­pe (Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Gemein­sam Leben — Gemein­sam Ler­nen e.V.), Dr. Eva Kreb­ber-Stein­ber­ger (TU Dort­mund, Reha­bi­li­ta­ti­ons­wis­sen­schaf­ten) und Gabrie­le Olbrich-Stei­ner (Behin­der­ten­be­auf­trag­te der Kreis­ver­wal­tung Unna), hat ihre Ent­schei­dung für die Holzwicke­der Grund­schu­le nach inten­si­ver Prü­fung aller Bewer­bun­gen wie folgt begrün­det:

Dabei fin­det die Arbeit an der Aloy­si­us­schu­le auf einer her­vor­ra­gen­den fach­li­chen Basis statt, die sich auf eine Koope­ra­ti­on über alle Berufs­grup­pen hin­weg stützt“

Die Jury in ihrer Begrün­dung für die Preis­ver­lei­hung

Die Aloy­si­us­schu­le doku­men­tie­re, „ein­drucks­voll,  wie nach­hal­tig die über 20-jäh­ri­ge Erfah­rung im Bereich des Gemein­sa­men Ler­nens in eine anneh­men­de, alle Kin­der beach­ten­de und wert­schät­zen­de Schul­at­mo­sphä­re ein­fließt“.  Dabei lege die Schu­le beson­de­ren Wert auf  die Ver­mitt­lung eines „posi­ti­ven Wir-Gefühls, das alle Betei­lig­ten ein­schließt und Unter­schie­de als Berei­che­rung des Schul­lebens begreift“.

Die­ser beson­de­re Sinn für das Mit­ein­an­der erstrecke sich über alle Sta­tio­nen der Grund­schul­zeit – ange­fan­gen bei den Ein­schu­lungs­ri­tua­len, über die demo­kra­ti­schen Struk­tu­ren im Schul­le­ben wie das Schü­ler­par­la­ment bis hin zu den alle Kin­der mit­neh­men­den Schul­fe­sten und –fei­ern. „Dabei fin­det die Arbeit an der Aloy­si­us­schu­le auf einer her­vor­ra­gen­den fach­li­chen Basis statt, die sich auf eine Koope­ra­ti­on über alle Berufs­grup­pen hin­weg stützt“, heißt es in der Begrün­dung der Jury wei­ter.

Durch die enge Ver­zah­nung bei Dia­gno­stik, Prä­ven­ti­on und För­de­rung stellt man hier sicher, dass jedes Kind mit sei­nen indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen zur Ent­fal­tung kom­men kann.“ Dar­über hin­aus gebe es umfang­rei­che Koope­ra­tio­nen über die Schul­gren­zen hin­aus, die zeig­ten, wie hoch dabei der Stel­len­wert für die pro­fes­sio­nel­le Umset­zung der Leit­ide­en der Schu­le sei.

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Dipl.-Journalist

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