Abbrucharbeiten im Freibad Schöne Flöte haben begonnen: Edelstahlbecken zum Saisonstart 2022 ehrgeiziges Ziel

Die Abbrucharbeiten für das neue Edelstahlbecken im Freibad Schöne Flöte haben begonnen und schreiten zügig voran. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Zeit zwischen der alten und neuen Freibadsaison wird gewöhnlich für Reparaturarbeiten und kleinere Sanierungsmaßnahmen genutzt. Im aktuellen Winterhalbjahr steht allerdings eine fast eine Mio. Euro teure Großbaumaßnahme im Freibad Schöne Flöte an: die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens mit einem Edelstahlbecken. Die Bauarbeiten dazu haben begonnen.

Der sportliche Zeitplan sieht vor, dass das schmerzlich vermisste Nichtschwimmerbecken zur Eröffnung der neuen Saison im Mai nächsten Jahres für den öffentlichen Badebetrieb wieder zur Verfügung steht.

Noch kann Betriebsleiter Stefan Petersmann „ruhig schlafen“, wie er nach Beginn der Abbrucharbeiten versichert: „Bis jetzt liegen wir ja noch im Zeitplan und die Abbruchfirma gibt richtig Gas und leistet gute Arbeit. Meine Bauchschmerzen beginnen auch erst im März nächsten Jahres.“

Badewassertechnik bereitet „Bauchschmerzen“

Parallel zu den Abbrucharbeiten ist das Edelstahlbecken auch schon beim Hersteller in der Produktion. Da diese Arbeiten wetterunabhängig sind, erwartet Petersmann hier ebenfalls keine Probleme. Geliefert wird das Becken erst nächstes Frühjahr in Einzelteilen, die dann vor Ort zusammengesetzt werden.

Bauchschmerzen verursacht Petersmann die vorletzte Phase der Baumaßnahme im März 2022: „Das Problem ist die Badewassertechnik, das heißt die ganzen Zuleitungen und der Anschluss des neuen Edelstahlbeckens an das Leitungssystem. Alle anderen Gewerke machen mir keine Sorgen.“  Problematisch ist, dass der Bäderbetrieb als Auftraggeber extrem von der ausführenden Firma abhängig ist. Denn es gibt nur wenige Anbieter auf dem Markt und die sind gefragt wie gute Butter nach dem Weltkrieg.

Hinzu kommen aktuell dramatische Liefer- und Materialengpässen, die durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurden. „Gleichzeitig ist so viel Fördergeld auf dem Markt wie noch nie zuvor“, sagt Stefan Petersmann. „Voriges Jahr waren es 42 Mio. Euro und dieses Jahr sind es wieder 40 Mio. Euro gewesen.  Das hat dazu geführt, dass auch alle anderen Kommunen Aufträge zu vergeben haben.“

Ehrgeiziges Ziel ist es,. das neue Becken pünktlich zum Saisonstart im Mai 2022 fertig zu haben. Das problematische Gewerk folgt jedoch erst im März nächsten Jahres. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

„Wir sind ja gerade erst losgerannt“

Deswegen hat Betriebsleiter Petersmann auch bereits einmal seine Ausschreibung der Arbeiten für die Badewassertechnik wieder aufheben müssen, weil sich kein einziges Unternehmen darauf gemeldet hatte. Bei der zweiten Ausschreibungsrunde hatte Petersmann dann Zugeständnisse bei den Auslieferungsterminen machen müssen, um überhaupt Interesse zu wecken.

Ist die Badewassertechnik drin, steht als letztes Gewerk schließlich noch der Garten- und Landschaftsbau an, der kein Problem mehr sein dürfte.

Ob das Edelstahlbecken schließlich pünktlich zum Saisonstart im Mai 2022 zu Verfügung steht? Stefan Petersmann will sich trotzdem noch nicht festlegen: „Wir sind ja gerade erst losgerannt. Wir wissen nicht, was da noch kommt. Bei Arbeiten im Bestand muss man immer mit Überraschungen rechnen. Beim Bau des alten Nichtschwimmerbecken vor 20 Jahren haben wir auch ein altes Becken darunter vorgefunden, womit niemand gerechnet hatte.“  

Freibad, Schöne Flöte


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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