SPD präsentiert Zwischenergebnisse der Aktion „Zuhören statt reden“

Die Pflege des Straßengrüns und die Qualität des Einzelhandels in der Ortsmitte sind Themen, die viele Holzwickeder beschäftigen,. hat die SPD bei ihrer Umfrageaktion festgestellt.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de).
Die Pflege des Stra­ßen­grüns und die Qua­lität des Ein­zel­han­dels in der Orts­mitte sind Themen, die viele Holzwickeder beschäf­tigen, hat die SPD bei ihrer Umfra­ge­ak­tion fest­ge­stellt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de).

Die Holzwickeder SPD hatte im ver­gan­genen Jahr auf Wunsch der Jusos und nach einem Beschluss der Mit­glie­der­ver­samm­lung eine Post­kar­ten­ak­tion „Zuhören statt reden“ gestartet. „Wir wollten wissen, was den Holzwickeder Bür­gern auf den Nägeln brennt“, so der Orts­ver­eins­vor­sit­zende Theo Rieke. Die Post­karten wurden teil­weise ver­bunden mit Haus­be­su­chen ver­teilt. Außerdem wurden im Herbst Info­stände in der Orts­mitte durch­ge­führt. „So haben wir ins­ge­samt gut 80 unge­fil­terte Mei­nungs­bilder bekommen“, meint Theo Rieke. „Das Ergebnis ist sicher nicht reprä­sen­tativ, lässt aber doch einige Rück­schlüsse zu.“

Gefragt wurde danach, was die Leute gut finden in Holzwickede, was schlecht und was geän­dert werden sollte. „Gene­rell kann man sagen, dass sich die befragten wohl min Holzwickede fühlen. Sie hatten aber über­haupt kein Ver­ständnis für das Theater um den Neubau der Kita in der Orts­mitte. Hier wurde ein kon­struk­tives Mit­ein­ander in der Kom­mu­nal­po­litik schmerz­lich ver­misst“, so der SPD-Par­tei­chef. „Dass die Bürger ein kon­struk­tives Mit­ein­ander von der Politik for­dern, ist ver­ständ­lich. Es hat wirk­lich an einer lei­tenden Hand und Mode­ra­tion gefehlt. Das müssen wir künftig besser machen.“

Auch das hat die SPD regi­striert: Die Bürger haben wenig Ver­ständnis für das Theater um den Kita-Neubau in der Orts­mitte. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Verkehrsberuhigung der Mitte beschäftigt viele Bürger

Die The­men­felder, die ein­deutig am häu­fig­sten von den Bür­gern wurden waren deine Ver­kehrs­ent­la­stung der Gemein­de­mitte. „Die Men­schen wollen end­lich eine beru­higte Gemein­de­mitte mit mög­lichst mehr Ein­zel­han­dels­ge­schäften“, fasst Theo Rieke zusammen.

Mit der Plan­fest­stel­lung der Ost­um­ge­hung sind die Wei­chen für eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gung in der Gemein­de­mitte gestellt. Aller­dings liegt die Sache jetzt bei Gericht und wir haben die Umset­zung nicht mehr selbst in der Hand.“ 

Eine Ver­bes­se­rung des Ein­zel­han­dels­an­ge­botes liegt eben­falls nicht in der Ver­ant­wor­tung der Politik, meint der SPD-Chef. „Was das Angebot für den täg­li­chen Bedarf angeht, sind wir in Holzwickede ja gar nicht schlecht auf­ge­stellt. Doch bei allen Ange­boten, die dar­über hin­aus­gehen, haben wir ehr­lich gesagt keine Chancen gegen das Internet und die Nach­bar­städte wie Dort­mund oder Unna .“ Allen­falls Markt­ni­schen, der Ser­vice- oder Gastro­be­reich könnte Chancen bieten. „Aber da sind pri­vate Inve­storen gefragt, die wir nicht beein­flussen können.“

Viele Bürger ver­missten auch eine Gastro­nomie im Rats­keller. „In diesem Punkt sind wir in unserer Frak­tion ja selbst geteilter Mei­nung gewesen“, räumt Frak­ti­ons­chef Michael Klim­ziak ein. „Doch die Beschluss­lage ist letzt­lich ein­deutig gewesen und daran ist nun auch nichts mehr zu ändern.“ Wenn man ehr­lich sei, müsse man auch sagen, dass die Nut­zung des Rats­kel­lers schon lange nicht mehr ohne Pro­bleme funk­tio­nierte. „Immerhin soll der Rats­keller ja als Bür­ger­saal, auch mit einem Tresen, von den Ver­einen und Bür­gern wei­ter­ge­nutzt werden“, erin­nert Klim­ziak. „Das neue Rat- und Bür­ger­haus bekommt ja auch noch ein neues etwas grö­ßeres Bistro.“

Kritik an Zustand der Gehwege und Sportstätten

Mit einem solchen Fahrzeug wird das Unternehmen "eagle eyes technoplogies" ab 4. April die Straßen der Gemeinde befahren und ihren Zustand erfassen. (Foto: www.ee-t.de)
Die Bürger wollen end­lich Kon­se­quenzen sehen: Unter­su­chung der Straßen und Geh­wege durch das Unter­nehmen „eagle eyes tech­no­plo­gies“ vor einem Jahr. (Foto: www.ee-t.de)

Auch der Ärger über die Flug­ha­fen­parker im Norden treibt viele Bürger um, ebenso der schlechte Zustand der Geh­wege und zuge­wach­sene Bür­ger­steige. „Hier sind wir auch selbst gespannt, wann end­lich Kon­se­quenzen aus der Eagle Eye-Unter­su­chung gezogen werden, die schon vor über einem Jahr durch­ge­führt wurde. Dabei wurden ja nicht nur die Straßen der Gemeinde, son­dern auch die Geh­wege unter­sucht“, so Theo Rieke.

Wich­tige Themen für die Bürger sind auch eine Ver­bes­se­rung des ÖPNV, die Pflege der Sport­stätten, die Anzahl öffent­li­cher Toi­letten und der Zugang zum Bahnhof von Norden her. „Öffent­liche Toi­letten werden ja mit dem neuen Rat- und Bür­ger­haus geschaffen“, erin­nert Theo Rieke. „Der Durch­stich vom Norden zum Bahnhof beschäf­tigt uns ja auch schon seit den 80er-Jahren. Nach den letzten Infor­ma­tionen, die wir von der Ver­wal­tung haben soll end­lich Bewe­gung in die Sache kommen.“ Die Digi­ta­li­sie­rung der Schulen wurde eben­falls von Bür­gern ange­spro­chen und von der SPD auf die Agenda genommen.

SPD will Aktion fortsetzen

Natür­lich sei die SPD nicht mit allen Bür­gern einer Mei­nung, räumt Rieke ein. So for­derten einige etwa den Ver­zicht auf wei­tere Bebauung oder den Rat­haus­anbau. „Das werden natür­lich nicht mit­ma­chen. Die Aus­wei­sung von Bau­ge­bieten oder das neue Rat- und Bür­ger­haus halten wir nach wie vor für richtig und not­wendig.“ 

Zuhören, was die Bürger wollen, anstatt zu reden, will die SPD auch in Zukunft, kün­digt der Par­tei­vor­stand an. „Es war für uns eine wich­tige Erfah­rung hautnah die Mei­nung der Bürger im per­sön­li­chen Gespräch unge­fil­tert gesagt zu bekommen“, meint Theo Rieke. „Wir werden ver­su­chen, die Erkennt­nisse soweit wie mög­lich umzu­setzen und die Aktion nach den Som­mer­fe­rien in jedem Fall fort­setzen.“ Aber auch vor der Euro­pa­wahl wird die SPD noch einmal auf dem Markt mit einem Info­stand ver­treten sein.

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