Sanierung Randstreifen Sölder Straße: Gemeinde sieht Dokom als Verursacher mit im Boot

Der unebene Randstreifen der Sölder Straße im Abschnitt zwischen der Landskroner Straße und dem Ortseingang Sölde: einige Warnbaken sind bereits aufgestellt worden. (Foto: Peter Gräber)

Der unebene Rand­streifen der Sölder Straße im Abschnitt zwis­chen der Land­skro­ner Straße und dem Ort­sein­gang Sölde: einige Warn­bak­en sind bere­its aufgestellt wor­den. (Foto: Peter Gräber)

Mit ein­er schnellen Instand­set­zung des Rand­streifens an der Sölder Straße ist wohl nicht zu rech­nen. Die Gemeinde sieht nicht den Straßen­verkehr, son­dern einen anderen Verur­sach­er für die Schä­den und will diesen zur Kasse bit­ten.

Hin­ter­grund: Den Sturz eines Schülers mit seinem Fahrrad auf der Holzwicked­er Straße hat­te der Bürg­erblock in der zweit­en Jan­u­ar­woche zum Anlass genom­men, um auf die Sölder Straße als weit­ere Gefahren­quelle aufmerk­sam zu machen und die Ver­wal­tung bis Ende Jan­u­ar um eine Stel­lung­nahme zu bit­ten. Zwis­chen der Ort­saus­fahrt Sölde und der Land­skro­ner Straße dürfe Tem­po 70 gefahren wer­den, obwohl die Fahrbahn in diesem Anschnitt ziem­lich schmal sei für diese Geschwindigkeit sei. Um Kol­li­sio­nen zu ver­mei­den, würde der Rad- und Gehweg vom Per­so­n­en- und Schw­er­lastverkehr als Auswe­ich­möglichkeit genutzt, so dass sich dort Fahrrin­nen gebildet hät­ten und Pflaster­steine abge­sackt seien. Bei schlechtem Wet­ter stell­ten diese Uneben­heit­en beson­ders für ältere Men­schen und Kinder ein erhe­blich­es Gefahren­poten­zial dar.

Auch eine Frage der Beweissicherung

Wir sind dabei, diese Stel­lung­nahme für den Bürg­erblock zu erar­beit­en“, bestätigte Uwe Detlef­sen, 1. Beige­ord­neter der Gemeinde, heute auf Nach­frage. „The­o­retisch kön­nten wir natür­lich sofort mit der Instand­set­zung begin­nen“, erk­lärt Uwe Detlef­sen, 1. Beige­ord­neter der Gemeinde. Allerd­ings dürfte die Reparatur noch etwas dauern. „Das ist jet­zt aber auch eine Frage der Beweis­sicherung“, so Detlef­sen weit­er. Denn die Gemeinde glaubt den Verur­sach­er zu ken­nen. Die Kosten für die Instand­set­zung des Rand­streifens sind sehr hoch. Zumal die  Gemeinde kein pro­vi­sorisches Flick­w­erk, son­dern eine grund­sät­zliche Lösung anstrebt.

Soelder Straße

Auch auf dem Teil­stück der Sölder Straße zwis­chen Land­skro­ner Straße und Ort­sein­gang Holzwickede ist der Rand­streifen ram­poniert. (Foto: Peter Gräber)

Als Haup­tur­sache für den teil­weise abge­sack­ten Rand­streifen an der Sölder Straße hat man im Bauamt der Gemeinde nicht den Straßen­verkehr, son­dern die Dokom aus­gemacht. Der Dort­munder Ver­sorg­er habe im Jahr 2006 im Zuge von Bauar­beit­en seine Ver­sorgungsleitun­gen unter dem Rand­streifen durchge­drückt. „Danach ist das Erdre­ich möglicher­weise nicht richtig wieder verdichtet wor­den, so dass es mit der Zeit zu diesen Wellen im Pflaster des Rand­streifen gekom­men ist“, glaubt Uwe Detlef­sen. „Das eine oder andere Auto, was da vielle­icht über den Rand­streifen gefahren ist, hat diese Beschädi­gun­gen möglicher­weise begün­stigt.”

Wegen der abse­hbar doch recht teuren Sanierung des Rand­streifens will die Gemeinde ver­suchen, den Dort­munder Ver­sorg­er Dokom in die Haf­tung zu nehmen oder zumin­d­est an den Instand­set­zungskosten zu beteili­gen. „Dazu wird es in den näch­sten Tagen auch noch einen Ort­ster­min mit dem Ver­sorg­er geben“, kündigt Detlef­sen an. Erst danach  wird die Entschei­dung fall­en, wie es auf der Sölder Straße weit­erge­ht.

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Dipl.-Journalist

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