Planungs- und Bauausschuss besichtigt Modulbauten an Bahnhofstraße

Der Planungs- und Bauausschuss besichtigte heute (6.9.) die neuen Notquartiere für Flüchtlinge an der Bahnhofstraße 11 und 11a. (Foto: P. Gräber - Emscherblog) Der zentrale Waschsalon mit den Anschlüssen für insgesamt zehn Waschmaschinen, die in den nächsten Tagen noch aufgestellt werden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de) Ausschussmitglieder besichtigen eine der kleinen Küchen, die sich in jeder Wohneinheit für maximal acht Personen befindet. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de) Insgesamt zehn Module mit Wohneinheiten für maximal acht Personen, einschließlich Büro für den Hausmeister, einem zentralen Aufenthaltsraum sowie einem Waschsalon umfasst die Notunterkunft an der Bahnhofstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Mit der Besich­ti­gung der Modul­bau­ten an der Bahn­hof­stra­ße, begann heu­te (6.9.) die Sit­zung des Pla­nungs- und Bau­aus­schus­ses. Die mei­sten der Aus­schuss­mit­glie­der waren dabei zum ersten Mal in den als Not­quar­tier geplan­ten Unter­künf­ten, an denen zuletzt auch der Grü­nen-Spre­cher Fried­helm Klemp Kri­tik geäu­ßert hat­te: Nur eine Naß­zel­le mit Duschen und Toi­let­ten pro Wohn­ein­heit, kei­ne Fen­ster in den Nass­zel­len. In jeder Wohn­ein­heit, die mit jeweils acht Per­so­nen belegt sol­len, gibt es nur eine klei­ne Küche.

Bei der Besich­ti­gung der ins­ge­samt zehn Modu­le konn­ten auch der zen­tra­le Auf­ent­halts­raum, der Wasch­raum mit Anschlüs­sen für ins­ge­samt zehn Wasch­ma­schi­nen sowie das Büro für den Haus­mei­ster besich­tigt wer­den. Die mei­sten Aus­schuss­mit­glie­der zeig­ten sich ange­nehm über­rascht, wie freund­lich und hell die Modul­bau­ten von innen sind. Ledig­lich Fried­helm Klemp erneu­ert für sei­ne Frak­ti­on noch ein­mal die grund­sätz­li­che Kri­tik: „Mit etwas mehr Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Abstim­mung im Vor­feld hät­te sich sicher eine bes­se­re Lösung fin­den las­sen.“ Bei der Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge gehe es schließ­lich nicht um Sepe­ra­ti­on, son­dern Inte­gra­ti­on.

Politik lobt Notquartier als „sehr gelungen“

In den Modul­bau­ten wür­den maxi­mal bis zu acht Per­so­nen zusam­men­ge­legt, die vor­her noch nie etwas mit­ein­an­der zu tun gehabt hät­ten und nun mit­ein­an­der aus­kom­men müss­ten. Hier den rich­ti­gen Bele­gungs­plan zu erstel­len sei für die Ehren­amt­li­chen und auch Haupt­amt­li­chen der Gemein­de „sehr, sehr schwie­rig“.

Die Kri­tik an den Modul­bau­ten konn­ten die Frak­tio­nen aller­dings nicht nach­voll­zie­hen: Da es sich um Not­quar­tie­re für eine Über­gangs­zeit und kei­ne Dau­er­lö­sung han­delt, ist die gefun­den Lösung mit den Modul­bau­ten nicht nur akzep­ta­bel, son­dern sehr gelun­gen. Zwar wären getrenn­te Duschen und Toi­let­ten in den Nass­zel­len vor­teil­haf­ter gewe­sen, hieß es im Aus­schuss. Ange­sichts der deut­lich ver­bes­ser­ten Gesamt­si­tua­ti­on bei der Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge sei das aber ver­nach­läs­sig­bar.

Für die Ver­wal­tung erin­ner­te Käm­me­rer Rudi Grüm­me dar­an, unter wel­che Vor­aus­set­zun­gen die Ent­schei­dung für die Modul­bau­ten Anfang des Jah­res fiel: Wohn­con­tai­ner oder ande­re Pro­vi­so­ri­en waren nicht zu bekom­men und über eige­ne Bau­grund­stücke ver­füg­te die Gemein­de nicht. „Also haben wir gar kei­ne ande­ren Mög­lich­kei­ten gehabt.“

Rausinger Halle wird schnellstens freigezogen

Die Modul­bau­ten sol­len jetzt so schnell wie mög­lich bezo­gen und die Not­quar­tie­re Rausin­ger Hal­le, Sport­heim Haarst­rang, Nord­stra­ße und auch die maro­den Häu­ser an der Bahn­hof­stra­ße 23 und 25 sol­len so schnell wie mög­lich frei­ge­zo­gen wer­den. Ein genau­er Ter­min wur­de aller­dings nicht genannt. Naht­los soll nach dem Aus­zug der Flücht­lin­ge aus der Rausin­ger Hal­le dann auch mit dem Rück­bau begon­nen wer­den, so dass die­se Hal­le wie­der von Ver­ei­nen und der Öffent­lich­keit genutzt wer­den kann.

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visage

Dipl.-Journalist

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