Planungs- und Bauausschuss besichtigt Modulbauten an Bahnhofstraße

 

Mit der Besich­ti­gung der Mod­ul­baut­en an der Bahn­hof­s­traße, begann heute (6.9.) die Sitzung des Pla­nungs- und Bauauss­chuss­es. Die meis­ten der Auss­chuss­mit­glieder waren dabei zum ersten Mal in den als Notquarti­er geplanten Unterkün­ften, an denen zulet­zt auch der Grü­nen-Sprech­er Fried­helm Klemp Kri­tik geäußert hat­te: Nur eine Naßzelle mit Duschen und Toi­let­ten pro Wohnein­heit, keine Fen­ster in den Nasszellen. In jed­er Wohnein­heit, die mit jew­eils acht Per­so­n­en belegt sollen, gibt es nur eine kleine Küche.

Bei der Besich­ti­gung der ins­ge­samt zehn Mod­ule kon­nten auch der zen­trale Aufen­thalt­sraum, der Waschraum mit Anschlüssen für ins­ge­samt zehn Waschmaschi­nen sowie das Büro für den Haus­meis­ter besichtigt wer­den. Die meis­ten Auss­chuss­mit­glieder zeigten sich angenehm über­rascht, wie fre­undlich und hell die Mod­ul­baut­en von innen sind. Lediglich Fried­helm Klemp erneuert für seine Frak­tion noch ein­mal die grund­sät­zliche Kri­tik: „Mit etwas mehr Fin­ger­spitzenge­fühl und Abstim­mung im Vor­feld hätte sich sich­er eine bessere Lösung find­en lassen.“ Bei der Unter­bringung der Flüchtlinge gehe es schließlich nicht um Seper­a­tion, son­dern Inte­gra­tion.

Politik lobt Notquartier als “sehr gelungen”

In den Mod­ul­baut­en wür­den max­i­mal bis zu acht Per­so­n­en zusam­men­gelegt, die vorher noch nie etwas miteinan­der zu tun gehabt hät­ten und nun miteinan­der auskom­men müssten. Hier den richti­gen Bele­gungs­plan zu erstellen sei für die Ehre­namtlichen und auch Haup­tamtlichen der Gemeinde „sehr, sehr schwierig“.

Die Kri­tik an den Mod­ul­baut­en kon­nten die Frak­tio­nen allerd­ings nicht nachvol­lziehen: Da es sich um Notquartiere für eine Über­gangszeit und keine Dauer­lö­sung han­delt, ist die gefun­den Lösung mit den Mod­ul­baut­en nicht nur akzept­abel, son­dern sehr gelun­gen. Zwar wären getren­nte Duschen und Toi­let­ten in den Nasszellen vorteil­hafter gewe­sen, hieß es im Auss­chuss. Angesichts der deut­lich verbesserten Gesamt­si­t­u­a­tion bei der Unter­bringung der Flüchtlinge sei das aber ver­nach­läs­sig­bar.

Für die Ver­wal­tung erin­nerte Käm­mer­er Rudi Grümme daran, unter welche Voraus­set­zun­gen die Entschei­dung für die Mod­ul­baut­en Anfang des Jahres fiel: Wohn­con­tain­er oder andere Pro­vi­sorien waren nicht zu bekom­men und über eigene Bau­grund­stücke ver­fügte die Gemeinde nicht. „Also haben wir gar keine anderen Möglichkeit­en gehabt.“

Rausinger Halle wird schnellstens freigezogen

Die Mod­ul­baut­en sollen jet­zt so schnell wie möglich bezo­gen und die Notquartiere Rausinger Halle, Sportheim Haarstrang, Nord­straße und auch die mar­o­den Häuser an der Bahn­hof­s­traße 23 und 25 sollen so schnell wie möglich freige­zo­gen wer­den. Ein genauer Ter­min wurde allerd­ings nicht genan­nt. Naht­los soll nach dem Auszug der Flüchtlinge aus der Rausinger Halle dann auch mit dem Rück­bau begonnen wer­den, so dass diese Halle wieder von Vere­inen und der Öffentlichkeit genutzt wer­den kann.

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visage

Dipl.-Journalist

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