Opherdicker Ausstellung endet: Poppe Folkerts nur noch kurz zu sehen

Norderneyer Fischersfrau mit Angelgerät, 1929, Öl auf Leinwand, von Poppe Folkerts. (Foto: Kreis Unna)

Norder­ney­er Fis­ch­ers­frau mit Angel­gerät, 1929, Öl auf Lein­wand, von Poppe Folk­erts. (Foto: Kreis Unna)

Nach erfol­gre­ichen Ausstel­lungsmonat­en auf Haus Opherdicke endet die Schau „Zwis­chen Him­mel und Meer“ mit Werken des nord­deutschen Kün­stlers Poppe Folk­erts mor­gen am Son­ntag, 22. Feb­ru­ar. Wer die beein­druck­enden Arbeit­en noch sehen will, hat dazu heute und mor­gen noch von 10.30 bis 17.30 Uhr die Gele­gen­heit dazu.

Der auf Norder­ney geborene Poppe Folk­erts (1875–1949) zählt mit seinem umfan­gre­ichen und vielfälti­gen Œuvre zu den renom­miertesten Kün­stlern der friesis­chen Küste. Mit ein­er Auswahl von mehr als 90 Arbeit­en dieses bemerkenswerten Malers, Zeich­n­ers und Grafik­ers hat der Kreis Unna nach  Her­mann Buß und Hans Trim­born die Ausstel­lungsrei­he nord­deutsch­er Kün­stler auf Haus Opherdicke fort­ge­set­zt. „Obwohl alle Maler die Motive ihrer Heimat auf­greifen, sind sie den­noch keine Heimat­maler“, sagt Thomas Heng­sten­berg, Leit­er des Fach­bere­ichs Kul­tur des Kreis­es. „Es ist vielmehr span­nend zu beobacht­en, wie unter­schiedlich jed­er einzelne von ihnen die nord­deutsche Küste als Aus­gangspunkt für das eigene kün­st­lerische Schaf­fen auf­greift.“

Im Gegen­satz zu der ruhi­gen Malerei von Hans Trim­born zeigt sich die Kun­st Poppe Folk­erts‘ voller Span­nung und Dynamik. Poppe Folk­erts faszinierte die gewaltige Kraft der Natur, die wech­sel­nden  Stim­mungen des Meeres und des Lichts. Seine Vor­liebe galt der Plein-Air-Malerei und der damit ver­bun­de­nen spon­ta­nen Auseinan­der­set­zung mit der Natur. Bee­in­flusst von den deutschen Impres­sion­is­ten, suchte sich Folk­erts sein Ate­lier am Strand, auf der Düne oder auf einem Segel­boot.

Tjalk in der Nordsee – Morgenstimmung, 1930, Öl auf Leinwand, von Poppe Folkerts. (Foto: Kreis Unna)

Tjalk in der Nord­see – Mor­gen­stim­mung, 1930, Öl auf Lein­wand, von Poppe Folk­erts. (Foto: Kreis Unna)

1917 bezog er den außer­halb der Bebau­ungszone am Rande der Dünen von Norder­ney errichteten „Maler­turm“, der ihm einen Blick über das Meer und die Insel ermöglichte.

Folk­erts pas­toser und schwungvoller Pin­sel­duk­tus, seine Licht­set­zung und die inten­sive Far­bge­bung ver­lei­hen seinen Werken eine beson­dere Lebendigkeit. Als „Maler der Nord­see“, wie sich der Kün­stler selb­st beze­ich­nete, schuf Folk­erts zahlre­iche Seestücke, aber auch Land­schaften und Porträts. Aus seinem Nach­lass wurde 2004 die Poppe-Folk­erts-Stiftung auf Norder­ney gegrün­det, die sich inten­siv darum bemüht, das kün­st­lerische Werk des Malers zu erhal­ten. Beein­druck­ende Exponate der Poppe-Folk­erts-Stiftung, des Ost­friesis­chen Lan­desmu­se­ums Emden, der AG Red­erei Nor­den Frisia, der Stadt Norder­ney sowie pri­vater Lei­hge­ber sind nur noch bis zum Woch­enende auf Haus Opherdicke zu sehen.

Der Ein­tritt in die Ausstel­lung beträgt für Erwach­sene 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, eine Fam­i­lienkarte kostet 8 Euro und eine Jahreskarte 20 Euro. Eine kosten­lose öffentliche Führung find­et mor­gen um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr statt.

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