Kreis setzt sich für bessere ärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern ein

 Die Referenten Hans-Michael Haustein, AG Stationäre Altenarbeit (2.v.r.), Dr. Prosper Rodewyk, Kassenärztlichen Vereinigung (l.), Dr. Thomas Huth, Mein Gesundheitsnetz Unna GmbH (2.v.l.) mit Antje Meister, Netzwerk Altenarbeit Kreis Unna (m.) und Hans Zakel, Sozialplanung Kreis Unna (r.). Foto: Max Rolke - Kreis Unna

Die Refe­renten Hans-Michael Hau­stein, AG Sta­tio­näre Alten­ar­beit (2.v.r.), Dr. Pro­sper Rodewyk, Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung (l.), Dr. Thomas Huth, Mein Gesund­heits­netz Unna GmbH (2.v.l.) mit Antje Mei­ster, Netz­werk Alten­ar­beit Kreis Unna (m.) und Hans Zakel, Sozi­al­pla­nung Kreis Unna (r.). (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Eine gute ärzt­liche Ver­sor­gung der rund 4 000 Pfle­ge­heim­be­wohner im Kreis Unna gelingt nicht immer. Pro­bleme gibt es beson­ders mit Haus­arzt­be­su­chen außer­halb der Sprech­zeiten. Doch genau die wollen die Kran­ken­kassen strei­chen. Der Kreis Unna setzt sich mit den Betei­ligten für den Erhalt ein und orga­ni­sierte ein Experten-Treffen, um dar­über – und andere Pro­bleme – zu beraten.

Pfle­ge­heim­lei­tungen aus dem Kreis spra­chen mit Dr. med. Pro­sper Rodewyk, Leiter der Bezirks­stelle Dort­mund der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung West­falen-Lippe (KV) sowie mit Dr. med. Thomas Huth, Geschäfts­führer des Gesund­heits­netzes Unna GmbH. Hans-Michael Hau­stein, Spre­cher der PSAG-Pfle­ge­heime hat den Aus­tausch mode­riert.

Projekt „Pflegeheimvertrag“

Ver­bes­se­rungen können erreicht werden. Dies beweist das Modell­pro­jekt „Pfle­ge­heim­ver­trag“ der Kassen und der KV, an dem die Region Kreis Unna mit 15 Pfle­ge­heimen, 23 Ärzten aus dem „Gesund­heits­netz“ und 420 Pati­enten teil­nimmt.

Das Ergebnis: Auf 792 Anrufe beim Bereit­schafts­dienst (2017) wegen akuter Pro­bleme folgten nur 52 Ein­wei­sungen in ein Kran­ken­haus, bei 740 Pati­enten konnte dies bedarfs­ge­recht ver­hin­dert werden. Das spart erheb­liche Kosten und ver­hin­dert hohe Bela­stungen für die Pati­enten. Eine gute Lösung.

Für den Erhalt des Vertrags

Die Kran­ken­kassen wollen nun diesen Ver­trag ändern. Dabei soll aus­ge­rechnet die Ver­sor­gung außer­halb der Sprech­zeiten weg­fallen. Ent­spre­chend sind Ärzte wie Heime dagegen und setzen sich für den Erhalt ein.

Wei­tere Mög­lich­keiten zur Ver­bes­se­rung können nur auf Landes- und Bun­des­ebene erreicht werden. Die rund 50 Experten aus KV, Ärz­te­schaft, Pflege und Kreis­ver­wal­tung werden gemeinsam aktiv bleiben und z.B. die Sen­si­bi­li­sie­rung der poli­ti­schen Ebene bis zu Lan­des­ge­sund­heits­mi­ni­ster Karl-Josef Lau­mann vor­be­reiten. PK | PK

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