Zwölf deutsche Neubürger — aber insgesamt weniger Einbürgerungen in 2014

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Die Neu­bür­ger erhiel­ten im Rah­men einer klei­nen Fei­er­stun­de ihre Ein­bür­ge­rungs­ur­kun­den von Dezer­nent Dirk Wigant. (Foto: Kreis Unna)

(PK) Bei einer klei­nen Fei­er im Kreis­haus Unna über­reich­te Dezer­nent Dirk Wigant in Ver­tre­tung von Land­rat Micha­el Makiol­la Men­schen aus den unter­schied­lich­sten Her­kunfts­län­dern eine Ein­bür­ge­rungs­ur­kun­de. Ins­ge­samt zwölf Per­so­nen erhiel­ten bei der Ver­an­stal­tung am Don­ners­tag (26.3.) das für sie wich­ti­ge Doku­ment.

Von den Neu­bür­gern mit nun deut­schem Pass kom­men sechs aus der Tür­kei, jeweils zwei aus der Ukrai­ne und Sri Lan­ka und jeweils eine Per­son aus Russ­land und dem Koso­vo.

Für den Kreis und sei­ne Städ­te und Gemein­den sind Men­schen aus ande­ren Tei­len der Welt eine kul­tu­rel­le Berei­che­rung und ein Zei­chen, dass Inte­gra­ti­on und Völ­ker­ver­stän­di­gung hier gelebt wird und gelingt. Der Wunsch, ein­ge­bür­gert zu wer­den, unter­streicht, dass sich Men­schen aus ande­ren Län­dern und Kul­tur­krei­sen hier bei uns im Kreis Unna wohl­füh­len und hei­misch gewor­den sind“, so Dezer­nent Wigant.

Die zwölf neu Ein­ge­bür­ger­ten woh­nen in Berg­ka­men, Bönen, Holzwicke­de, Kamen, Selm und Wer­ne.

Jahresbilanz 2014: 239 Personen aus 37 Ländern

239 Frau­en und Män­ner aus 37 Län­dern haben im ver­gan­ge­nen Jahr im Kreis (ohne Lünen und Unna) ihre Ein­bür­ge­rungs­ur­kun­den erhal­ten. Damit ist die Zahl gegen­über 2013 (282 Ein­bür­ge­run­gen) gesun­ken. Das zeigt ein Blick in die Sta­ti­stik der Aus­län­der­be­hör­de des Krei­ses.

Von Ein­bür­ge­rungs­wil­li­gen aus der Tür­kei gab es im ver­gan­ge­nen Jahr beson­ders wenig Anträ­ge (96; 2013: 146). Die­sen Rück­gang füh­ren die Mit­ar­bei­ter der Aus­län­der­be­hör­de vor allem auf die Dis­kus­si­on um die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft zurück: Vie­le Per­so­nen aus Nicht-EU-Staa­ten sei­en fälsch­li­cher­wei­se davon aus­ge­gan­gen, dass sie künf­tig bei einer Ein­bür­ge­rung ihre Hei­mat­staats­an­ge­hö­rig­keit behal­ten könn­ten. Des­halb war­te­ten sie zunächst ab.

Eine sol­che Rege­lung gilt aller­dings nur für Staats­an­ge­hö­ri­ge aus den EU-Län­dern und der Schweiz. Sie wer­den in Deutsch­land seit 2007 unter Hin­nah­me der Mehr­staa­tig­keit ein­ge­bür­gert.

Optionspflicht abgeschafft

Die Geset­zes­än­de­rung aus dem ver­gan­ge­nen Jahr hat nur Aus­wir­kun­gen auf jun­ge Leu­te – und zwar auch aus Nicht-EU-Län­dern. Es han­delt sich um die Abschaf­fung der so genann­ten Opti­ons­pflicht: Bis 20. Dezem­ber 2014 muss­ten sich Kin­der aus­län­di­scher Eltern, die zwei Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten haben, bis zu ihrem 23. Lebens­jahr für eine Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­schei­den. Die­se Ver­pflich­tung ist nun größ­ten­teils ent­fal­len.

Die ins­ge­samt 239 Neu­bür­ger aus dem Kreis wähl­ten Berg­ka­men (61), Kamen (58), Schwer­te (47), Selm (24), Frön­den­berg (14), Wer­ne (13), Holzwicke­de (12) und Bönen (10) zu ihrem neu­en Lebens­mit­tel­punkt.

Türken stellen größten Anteil deutscher Neubürger

Trotz aller Zurück­hal­tung im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren wech­sel­te der mit 96 Per­so­nen weit­aus größ­te Teil der neu­en deut­schen Staats­bür­ger von der tür­ki­schen in die deut­sche Staats­bür­ger­schaft. Mit gro­ßem Abstand folg­ten Men­schen aus Polen (27), Ita­li­en, der Ukrai­ne (jeweils 9), Kroa­ti­en, dem Koso­vo sowie Sri Lan­ka (jeweils 8) und Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na (7). Die wei­te­ren Neu­bür­ger stam­men unter ande­rem ursprüng­lich aus Grie­chen­land, Russ­land, Maze­do­ni­en, Eri­trea und dem Liba­non.

Die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit bleibt für vie­le wei­te­re Men­schen erklär­tes Ziel. Im ver­gan­ge­nen Jahr gin­gen 234 neue Ein­bür­ge­rungs­an­trä­ge beim Kreis ein. Damit ist die Zahl gegen­über 2013 (259) leicht gesun­ken.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Ein­bür­ge­run­gen auf der Inter­net­sei­te des Krei­ses unter www.kreis-unna.de (Such­be­griff: Ein­bür­ge­run­gen) und auf der Inter­net­sei­te des Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­ri­ums unter www.bmi.bund.de (Such­be­griff: Ein­bür­ge­run­gen).

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