Wohnpark Emscherquelle: Bei ökologischer Ausrichtung wollen auch Grüne mitarbeiten

Die Holzwickeder Grünen wollen ihren Widerstand gegen den Wohnpark Emscherquelle aufgeben. Voraussetzung dafür ist eine ökologische Ausrichtung des Wohngebietes.

Die Holzwickeder Grünen wollen ihren Wider­stand gegen den Wohn­park Emscher­quelle auf­geben. Vor­aus­set­zung dafür ist eine öko­lo­gi­sche Aus­rich­tung des Wohn­ge­bietes.

Genau wie FDP und Bür­ger­block sind auch die Holzwickeder Grünen wei­terhin gegen die geplante Wohn­be­bauung des ehe­ma­ligen Kaser­nen­ge­lände. Bis­lang ver­wei­gerten die Grünen des­halb auch kon­se­quent jede Zusam­men­ar­beit mit der CDU und SPD, wenn es um den Wohn­park Emscher­quelle ging. Jetzt ändern die Holzwickeder Grünen ihre Hal­tung und haben einen Antrag zum Wohn­park Emscher­quelle zur Bera­tung im Umwelt­aus­schuss gestellt.

Wir lehnen das Wohn­ge­biet vor­nehm­lich aus ver­kehrs­tech­ni­schen Gründen ab“, erin­nert der Spre­cher der Rats­frak­tion der Grünen. „Leider konnten wir über den Bür­ger­ent­scheid keinen ent­schei­denden Ein­fluss nehmen. Von daher werden wir uns der Situa­tion stellen und daran mit­ar­beiten, um ein außer­ge­wöhn­li­ches Kon­zept mit viel Grün zu erzielen.“

Vor­aus­set­zung und für für die Holzwickeder Grünen ganz wichtig ist eine öko­lo­gi­sche Aus­rich­tung des Wohn­ge­bietes. Als Bei­spiel nennt Fried­helm Klemp „ein beson­ders inter­es­santes Neu­bau­ge­biet, das in einem ZDF-Bei­trag mit dem Titel ‚Ist die Ener­gie­wende noch zu schaffen?’ vor­ge­stellt“ wurde. Der Ener­gie­ver­sorger Innogy, mit dem auch die Gemeinde Holzwickede zusam­men­ar­beitet, wurde darin mit seiner Inno­va­tion „Smart Ope­rator“ und einem voll­ständig aut­arken Neu­bau­ge­biet als beson­ders gelun­genes Pro­jekt erwähnt.

Innogy liefert mit „Smart Operator“-Projekt Vordbild

Bei dem Smart Ope­rator-Pro­jekt geht es um intel­li­gente Netz­steue­rung: Das E‑Auto wird betankt, wenn die Sonne scheint und die Wasch­ma­schine im Keller legt los, wenn die Solar­an­lage auf dem Dach den mei­sten Strom lie­fert: Bei einer so intel­li­genten Nut­zung wird mög­lichst viel lokal erzeugte Energie auch vor Ort ver­braucht. In einer fast drei­jäh­rigen Test­phase in Rhein­land-Pfalz und im baye­ri­schen Schwab­mün­chen wurde das bisher ein­ma­lige For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jekt „Smart Ope­rator“ erprobt. Und es zeigte sich: Vor­han­dene Fest­netze können durch intel­li­gente Steue­rung rund 35 Pro­zent mehr Strom aus lokaler, erneu­er­barer Energie auf­nehmen. Durch die bes­sere Nut­zung der vor­han­denen Orts­netze kann ihr Ausbau redu­ziert werden: Ein wich­tiger Bei­trag zur Ener­gie­wende.

Das Bei­spiel zeigt, dass umwelt­scho­nende Gestal­tung nicht nur Zukunft, son­dern bereits auch Gegen­wart ist.“

Fried­helm Klemp, Frak­ti­ons­spre­cher der Grünen

Das Bei­spiel zeigt, dass umwelt­scho­nende Gestal­tung nicht nur Zukunft, son­dern bereits auch Gegen­wart ist“, so Fried­helm Klemp. „Wir sollten auch in unserer Gemeinde auf ein beson­deres öko­lo­gi­sches Aus­hän­ge­schild hin­ar­beiten.“ Das Ener­gie­haus habe man leider nicht rea­li­sieren können. Doch jetzt haben die Grünen für den näch­sten Umwelt­aus­schuss bean­tragt, die Ver­wal­tung zu beauf­tragen, im Vor­feld der Bau­maß­nahmen auf dem Kaser­nen­ge­lände alle erdenk­li­chen Infor­ma­tionen zu diesem Thema ein­zu­bringen.

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