Die Arbeiten der Westnetz in der Wilhelmstraße ziehen sich - und die Anwohner sind genervt: Allerdings sind die Arbeiten auch umfangreicher erforderlich als zunächst von dem Netzbetreiber geplant. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Westnetz-Baustelle Wilhelmstraße nervt Anwohner: Termin für Fertigstellung noch offen

Die Arbeiten der Westnetz in der Wilhelmstraße ziehen sich – und die Anwohner sind genervt: Allerdings sind die Arbeiten auch umfangreicher erforderlich als zunächst von dem Netzbetreiber geplant. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Baustelle der Westnetz in der teilgesperrten Wilhelmstraße zwischen Sachsenstraße und Zur Alten Kolonie nervt die Anwohner und auch viele andere Holzwickeder. Seit November vorigen Jahres existiert die Baustelle schon und noch ist kein Ende in Sicht. Von angesäuerten Anwohnern ist sie deshalb schon „Berlin Flughafen, klein“ getauft worden. So ganz gerecht ist das allerdings nicht, wenn man sich die Gesamtmaßnahme anschaut.

Denn Planungsfehler gibt es keineswegs. Genau genommen liegt die Maßnahme Ende Februar sogar durchaus noch im Zeitplan, wie Westnetz-Sprecherin Katrin Frendo bestätigt. Allerdings sei die „Erweiterungsmaßnahme deutlich umfangreicher“ als zunächst geplant geworden.  „Es sollte zunächst nur die alte Mittelspannungsleitung erneuert werden, wie wir das auch vor Baubeginn im November vorigen Jahres mitgeteilt hatten“, so die Pressesprecherin der Westnetz.

Unerwartete Erweiterungsmaßnahmen kosten Zeit

Bei den Arbeiten dafür wurde dann von den Westnetz-Fachleuten festgestellt, dass auch die Niederspannungsleitung in einem nicht erwarteten schlechten Zustand ist. „Wir haben uns deshalb entschlossen, die Maßnahme zu erweitern und auch die Niederspannungsleitung auszutauschen“, so Katrin Frendo. „Alles andere hätte keinen Sinn gemacht. Sonst hätten wir binnen kurzer Zeit erneut eine Baustelle einrichten müssen, weil auch das andere Kabel fällig war.“

An die Niederspannungsleitung ist nicht nur die Straßenbeleuchtung angeschlossen, auch die Häuser der Anwohner in der Wilhelmstraße.

Das Problem: Nur zwei Hausanschlüsse der insgesamt elf betroffenen Gebäude sind technisch kompatibel mit der neuen Niederspannungsleitung, neun dagegen sind es nicht. „Darum müssen wir bei diesen Anwohnern auch die Hausanschlüsse noch erneuern“, so die Westnetz-Sprecherin. „Für die betroffenen Anwohner ist kostenlos.“

Wetter verzögert Maßnahme weiter

Allerdings kostet das alles Zeit. „Ursprünglich stand der Austausch der Niederspannungsleitung und der Hausanschlüsse nicht auf dem Plan“, bestätigt Katrin Frendo. Hinzu kommt, dass inzwischen auch die Wasserversorgung der Gemeinde auf die Westnetz zugekommen ist, weil man dort die günstige Gelegenheit erkannt hat, „auch die Wasseranschlüsse“ in den Häusern des Baustellenbereichs an der Wilhelmstraße. „Das alles zusammen hat zu den Verzögerungen geführt.“

Man nähert sich dem Ende. Doch aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnis kann die Westnetz-Sprecherin „derzeit leider auch noch keinen Termin nennen, wann die Maßnahme beendet sein wird“, wie Katrin Frendo bedauert. „Ich habe bei der Firma Dudenhausen, die vor Ort im Einsatz ist, nachgefragt. Doch dort will man sich nicht festlegen, weil das Wetter derzeit nicht mitspielt. Es nützt ja auch nichts, wenn wir jetzt einen Termin nennen, der dann womöglich nicht gehalten werden kann.“  

Einen Trost hat de Westnetz-Sprecherin immerhin für die betroffenen Anwohner in der teilgesperrten Wilhelmstraße: „Die Anwohnern haben jetzt moderne kunststoffummantelte Mittelspannungsleitungen und kostenlose Hausanschlüsse auf dem neuesten Stand der Technik.“

Westnetz H2HoWi, Wilhelmstraße


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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