UNIQ im Wandel: Unternehmen trennt sich von Marken und Mitarbeitern

Nach sieben Jahren mit ihrem Unternehmen den Start-up-Schuhen entwachsen: die UNIQ-Gründer Daniel Marx (r.) und Daniel Krahn. (Foto: UNIQ GmbH)
Nach sieben Jahren mit ihrem Unter­nehmen den Start-up-Schuhen ent­wachsen: die UNIQ-Gründer Daniel Marx (r.) und Daniel Krahn. (Foto: UNIQ GmbH)

Nach sieben Jahren am Markt ist die UNIQ GmbH im Holzwickeder Eco Port den Start-up-Schuhen ent­wachsen. Um wei­terhin erfolg­reich sein zu können, zieht das Unter­nehmen nach einer län­geren Ana­ly­se­phase Bilanz, trennt sich von einigen Por­talen und auch von „unter 20 Mit­ar­bei­tern“ vor Ort, wie das Unter­nehmen dazu in einer Pres­se­mit­tei­lung mit­teilt: 

Die E‑Com­merce-Branche ist schnelllebig. Sich als Unter­nehmen dau­er­haft in der E‑Com­merce-Branche zu eta­blieren, ist eine Her­aus­for­de­rung. Der Markt ist ständig in Bewe­gung, erfor­dert Agi­lität und Fle­xi­bi­lität, um auf Ent­wick­lungen ange­messen reagieren zu können. Nach umfas­senden Ana­lysen fokus­siert sich das Unter­nehmen nun wieder stärker auf die erfolg­rei­chen Web­sites und muss sich von Marken trennen, bei denen der große Durch­bruch aus­blieb: Die Marke FashionFee konnte sich nicht aus­rei­chend auf dem Markt eta­blieren und auch die Ent­wick­lung der Holi­day­guru-Marken Däne­mark, Frank­reich und Eng­land blieb hinter den Erwar­tungen zurück.

Neueröffnungen im Ausland

Inter­na­tio­nale Holi­day­guru-Marken: Im ver­gan­genen Sommer hatte UNIQ Dezen­tra­li­sie­rungs­pläne für die inter­na­tio­nalen Marken von Urlaubs­guru ange­kün­digt und diese Pläne für eine detail­lierte Ana­lyse der Wirt­schaft­lich­keit und Zukunfts­fä­hig­keit der ein­zelnen Marken genutzt. Direkt aus dem Hei­mat­land zu agieren, hat sich mit der öster­rei­chi­schen Urlaubs­guru-Marke in den ver­gan­genen Jahren als erfolg­reich erwiesen. Vor Ort mit Part­nern zusam­men­zu­ar­beiten und von der Nähe zum eigenen Markt zu pro­fi­tieren, soll auch die anderen inter­na­tio­nalen Marken stärken. Eine posi­tive wirt­schaft­liche Ent­wick­lung lässt sich bei den nie­der­län­di­schen und spa­ni­schen Urlaubs­guru-Able­gern beob­achten, darum beginnt UNIQ bei den beiden Marken mit den Expan­si­ons­plänen. Das nie­der­län­di­sche Team ist bereits nach Utrecht umge­zogen und soll bis Ende des Jahres per­so­nell auf­ge­stockt werden. Als Näch­stes soll auch das spa­ni­sche Portal schritt­weise dezen­tra­li­siert werden und von Mal­lorca aus agieren.

Mit unserem däni­schen, eng­li­schen und fran­zö­si­schen Portal konnten wir uns am Markt leider nicht eta­blieren, sodass wir die drei inter­na­tio­nalen Holi­day­guru-Marken aus wirt­schaft­li­chen Gründen schließen mussten“, erläu­tern die Urlaubs­guru-Gründer und UNIQ-Geschäfts­führer Daniel Krahn und Daniel Marx.

Mein Haustier wird verkauft und FashionFee geschlossen

Das Geschäfts­mo­dell von Urlaubs­guru wurde nicht nur in andere Länder, son­dern auch auf andere Bran­chen über­tragen: Sneaker und Sports­wear (Prinz Sport­lich), Kreuz­fahrten (Cap­tain Kreuz­fahrt), Haus­tier-Zubehör (Mein Haus­tier) und Mode für Frauen (FashionFee, früher Schnäpp­chenFee). Auch hier mussten nun aus Unter­neh­mens­sicht Ent­schei­dungen getroffen werden.

Es fällt uns sehr schwer, uns von lieb gewon­nenen Mit­ar­bei­tern ver­ab­schieden zu müssen.“

Daniel Krahn und Daniel Marx

In die Marken FashionFee und Mein Haus­tier wurde in den ver­gan­genen Jahren umfas­send inve­stiert und ihre Ent­wick­lungen genau beob­achtet. Obwohl die beiden Web­sites für ihre Nutzer beliebte Anlauf­stellen im Netz sind, erwiesen sie sich für UNIQ als wirt­schaft­lich nicht ren­tabel. Daher wurde beschlossen, FashionFee zu Ende Juni zu schließen. Die Marke Mein Haus­tier wird Anfang Sep­tember 2019 ver­kauft und bleibt wei­terhin am Markt bestehen.

Die Zahl der Beschäf­tigten, von denen sich UNIQ zusammen mit den Por­talen trennt, liegt bei „unter 20 Mit­ar­bei­tern in Holzwickede“, bestä­tigt Pres­se­spre­cherin Annika Hun­kem­öller auf Nach­frage.

Dazu erklären die beiden Geschöfts­führer Daniel Krahn und Daniel Marx: „Es fällt uns sehr schwer, uns von lieb gewon­nenen Mit­ar­bei­tern ver­ab­schieden zu müssen. In den ver­gan­genen Jahren haben wir es von einem 2‑Mann-Hobby-Pro­jekt zu einem Unter­nehmen mit 200 Mit­ar­bei­tern gebracht. Wir haben uns in neue Märkte gewagt, konnten Erfolge feiern und haben mutige Ent­schei­dungen getroffen. Mut heißt aber auch, sich ein­zu­ge­stehen, dass nicht jede Ent­schei­dung wirt­schaft­liche Früchte trägt. Obwohl jeder Mit­ar­beiter sein Bestes gegeben hat, konnten wir uns den­noch nicht in jedem Markt erfolg­reich eta­blieren. Aus Unter­neh­mens­sicht mussten wir nun Kon­se­quenzen ziehen, so ungern wir diese Ent­schei­dungen auch getroffen haben.“

Prinz Sportlich ausgegliedert

Prinz Sport­lich wurde im August 2018 als eigen­stän­dige GmbH und Co. KG aus­ge­glie­dert, gehört aber immer noch zum Port­folio der UNIQ GmbH. In den ver­gan­genen Monaten erwei­terte das Team um Prinz Sport­lich das Geschäfts­feld. Mit PS Team­sport tritt Prinz Sport­lich als Kom­plett­aus­statter für Sport­ver­eine auf und stellt allen teil­neh­menden Ver­einen einen eigenen Online-Shop zur Ver­fü­gung. Mit PS Pro­duc­tion bietet das Team seine Exper­tise in der Video- und Bild­pro­duk­tion als externe Dienst­lei­stung an.

Das Unter­nehmen will sich – neben Prinz Sport­lich – zukünftig wieder stärker auf die Rei­se­branche fokus­sieren, in der neben Urlaubs­guru auch das Portal Cap­tain Kreuz­fahrt agiert. Auch die anderen inter­na­tio­nalen Holi­day­guru-Por­tale Schweiz, Öster­reich, Nie­der­lande, Ita­lien, Spa­nien und Irland werden wei­ter­ge­führt.

  • Über UNIQ GmbH: Daniel Krahn und Daniel Marx grün­deten im Sommer 2012 Urlaubs­guru und sind heute Geschäfts­führer der UNIQ GmbH, die neben Urlaubs­guru und Holi­day­guru in wei­teren euro­päi­schen Län­dern zudem auch die Marken Prinz Sport­lich und Cap­tain Kreuz­fahrt betreibt. Mitt­ler­weile arbeiten 200 Mit­ar­beiter an fünf Stand­orten (Holzwickede, Unna, Mün­ster, Wien, Utrecht) für das junge Unter­nehmen, das noch heute ohne Fremd­ka­pital aus­kommt.
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