Trotz Hängepartie: Sozialkaufhaus bietet uneingeschränktes Warenangebot

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Obwohl sich das Sozi­al­kauf­haus ver­klei­nern musste, wurde das Angebot nicht ein­ge­schränkt: Vor allem Beklei­dung ist nach wie vor stark gefragt. Auch die Flücht­linge in der Gemeinde werden nach wie vor kostenlos hier ein­ge­kleidet. (Foto: Peter Gräber)

Die Zukunft des Sozi­al­kauf­hauses an der Bahn­hof­straße ist wei­terhin offen und eine Hän­ge­partie. Zwar haben sich die Betreiber des Kauf­netts inzwi­schen in den ver­blei­benden Räum­lich­keiten des Hauses 23 arran­gieren können. Und auch Koexi­stenz mit den im Nach­bar­ge­bäude jetzt unter­ge­brachten Flücht­lingen funk­tio­niert, bis auf den einen oder anderen Kunden der sich noch ver­läuft, rei­bungslos. Doch die drei­mo­na­tige Kün­di­gungs­frist für den Miet­ver­trag mit der Gemeinde und der Umstand, dass noch nie­mand weiß, wie viele Flücht­lingen die Gemeinde noch unter­bringen muss, hängt wie eine Dro­hung über den Mit­ar­bei­tern und Betrei­bern des Sozi­al­kauf­hauses.

Bis auf Näherinnen alle Mitarbeiter weiter vor Ort

Die gehen dafür umso enga­gierter oder moti­vierter zu Werke. „Wir haben uns flä­chen­mäßig ja stark ver­klei­nern müssen, aber hier in Haus 23 eigent­lich die Qua­dratur des Kreises geschafft“, sagt Chri­stine Wey­ro­witz, die Geschäfts­füh­rerin des Sozi­al­kauf­hauses. Denn das gesamte Waren­an­gebot aus vorher zwei Gebäuden wird jetzt in Haus 23 ange­boten. Mög­lich sei das, weil die Näh­werk­statt und ein Lager­raum nach Unna zur Dia­konie Ruhr-Hellweg aus­ge­la­gert worden ist. „Hier in Haus 23 haben wir jetzt nur noch eine reine Ver­kaufs­fläche von rund 350 m², auf der wir wei­terhin unser gesamtes Angebot prä­sen­tieren können“, so Chri­stine Wey­ro­witz. Aller­dings: „Viele Kunden sind ver­un­si­chert durch die Situa­tion und fragen nach, ob es das Sozi­al­kauf­haus in Holzwickede über­haupt noch gibt.“

Viele Kunden sind ver­un­si­chert durch die Situa­tion und fragen nach, ob es das Sozi­al­kauf­haus in Holzwickede über­haupt noch gibt.“

Chri­stine Wey­ro­witz, Geschäfts­füh­rerin des Sozi­al­kauf­hauses Kauf­nett

Doch nicht nur der Waren­ver­kauf läuft weiter unein­ge­schränkt. Bis auf die Nähe­rinnen sind auch noch alle Mit­ar­beiter aus den Beschäf­ti­gungs­maß­nahmen in Holzwickede vor Ort.

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Mit­ar­beiter des Sozi­al­kauf­hauses räumen eine gerade ein­ge­trof­fene Lie­fe­rung neuer Möbel ein, v.l.: Sven Blu­men­thal, Evelin Möller, Chri­stine Wey­ro­witz (Geschäfts­füh­rerin) und Monika Becker. (Foto: Peter Gräber)

Auch das Angebot an attrak­tiven Möbeln kann sich sehen lassen. „Wir haben gerade erste wieder eine Lie­fe­rung sehr schöner, teils neuer Möbel bekommen“, freut sich die Geschäfts­füh­rerin. Chri­stine Wey­ro­witz hat noch viele gute Ideen und Pläne für das Sozi­al­kauf­haus: So möchte sie etwa die Wie­der­auf­be­rei­tung von gebrauchten Möbeln oder Klei­dung, das soge­nannte Upcy­cling, in Zukunft noch aus­bauen. „Dafür bräuchten wir natür­lich mehr Platz. Außerdem wissen wir ja nicht, wie lange wir noch hier bleiben können, wenn die Gemeinde noch mehr Flücht­linge unter­bringen muss“, sagt die Geschäfts­füh­rerin. „Des­halb suchen wir nach wie vor hän­de­rin­gend neue Räume in Holzwickede“, bestä­tigt sie. Es gebe zwar Gespräche mit einem Ver­mieter in der Nach­bar­schaft über die Anmie­tung pas­sender Räum­lich­keiten. Doch hätten diese bis­lang noch zu keinem Ergebnis geführt.

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