„The place to be!“ – Gemeindebücherei lädt zur Nacht der Bibliotheken ein

Freut sich auf die Nacht der Bibliotheken 2017: Holzwickedes Büchereileiterin Kristina Truß. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Alle zwei Jahre bieten die Bibliotheken aller Sparten in NRW ihren Besuchern etwas ganz Besonderes: Sie öffnen ihre Häuser bis tief in die Nacht und laden unter einem bestimmten Motto zu spannendem, poetischem, sinnlichem oder amüsantem Programm ein. Am Freitag, 10. März, ist es wieder so weit: „The place to be!“ unter diesem Motto lädt auch die Gemeindebücherei zur „Nacht der Bibliotheken“ 2017 ein.

Das Motto fasst Realität in Worte: Schließlich schätzen die Besucher Bibliotheken längst nicht mehr nur als Buch-Ausleihe. Bibliotheken sind für viele der Ort, den sie nicht mehr missen mögen, ihr „Lieblingsort zum Treffen, Träumen, Lernen“.

Die einen nutzen die Bibliothek als zweites Wohnzimmer, um sich hier mit Gleichgesinnten zu treffen, Musik zu hören, zu spielen oder auch Informationen aus Zeitungen aller Herren Länder zu diskutieren. Schüler und Studenten finden hier von Datenbanken bis zum Arbeitsplatz alles vor, was ihnen das Lernen ermöglicht – ob allein oder in der Gruppe. Und natürlich ist die Bibliothek ein Ort zum Träumen und der Inspiration. Kurz gesagt: „The place to be!“

Puppentheater „Wilde Hummel“

Auch die Gemeindebibliothek Holzwickede ist wieder mit dabei und hat um 16.30 Uhr zuerst das Puppentheater „Wilde Hummel“ zu Gast, das Tiermärchen aus aller Welt spielt. Es wird unter anderem vom Rhinozeros und seiner runzeligen Haut oder zaubernden Schildkröten erzählt und die kleinen und großen Zuschauer werden in ferne Kontinente und Meere entführt. Die Geschichten sind angelehnt an die Erzählungen von Rudyard Kipling. Mit Mitteln des Figurentheaters und einer lebendigen Fabulierkunst werden sie humorvoll erzählt. Eingeladen sind alle Menschen ab vier Jahren.

  • Eintritt für die „Tiermärchen“: zwei Euro.

Thomas Matiszik liest aus seinem Debüt-Krimi „Karlchen“

Ab 19 Uhr liest dann der Holzwickeder Autor Thomas Matiszik aus seinem Krimidebüt „Karlchen“. Darin beschäftigt er sich mit der Frage, ob der Mensch von Natur aus böse ist – und er lässt nur eine Antwort zu: Ja!

Karl Ressler ist ein Sadist vom Scheitel bis zur Sohle. Er tötet, weil es ihm Spaß macht. Erst als Kind, dann als Erwachsener. Sein Gegenspieler ist Kommissar Peer Modrich, der allerdings zu viele Probleme mit sich selbst zu haben scheint und nicht aus dem übergroßen Schatten seines Vaters treten kann. So ist es dann auch nicht Modrich, sondern seine Kollegin Gudrun Faltermeyer, die die Hatz auf Karl Ressler immer wieder vorantreibt. Das blutige Katz- und Mausspiel fordert viele Opfer und steuert in atemberaubendem Tempo auf den dramatischen Showdown zu.

  • Eintritt zur Lesung „Karlchen“: vier Euro.

Karten gibt es jeweils ab sofort in der Gemeindebibliothek. Insbesondere für die „Tiermärchen“ empfiehlt sich aufgrund des begrenzten Platzangebotes eine Reservierung.

  • Termin: Freitag, 10. März, ab 16.30 Uhr, Gemeindebücherei, Opherdicker Str.  44

Zur Info:
Der ehemalige EU-Präsident Martin Schulz und das Europäische Parlament haben die Schirmherrschaft über die „Nacht der Bibliotheken“ 2017 übernommen. Die NRW-Bibliotheken sind stolz auf die Wertschätzung ihrer Arbeit, die damit zum Ausdruck gebracht wird. Durch die Bibliotheken, schreibt Martin Schulz anlässlich der Übernahme der Schirmherrschaft, „erhalten wir einzigartige und bereichernde Einblicke in andere Kulturen und Lebensweisen. (…) Der Reichtum und die Vielfalt des gemeinsamen europäischen Kulturerbes müssen gefördert und zugänglich gemacht werden. Bibliotheken kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.“ Dass sie damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, betont Schulz ganz besonders: „Öffentliche Bibliotheken sind wichtige Orte des sozialen Miteinanders und der Begegnung zwischen den unterschiedlichen Mitgliedern einer Gemeinschaft, an denen diese sich austauschen, vernetzen und einander besser kennenlernen; all dies im Sinne der Entwicklung des gegenseitigen Verständnisses und des interkulturellen Dialogs.“

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