Schlagwort: Kunst

Schöne Körper, schöne Landschaften – Herbert Rolf Schlegel auf Haus Opherdicke

Expressionismus wäre wohl auch möglich gewesen. Geboren 1889 und gestorben 1972, war der Maler Herbert Rolf Schlegel ein Zeitgenosse beispielsweise Karl Schmidt-Rottluffs (1884 bis 1976), welcher als bedeutender Vertreter dieser Kunstrichtung gilt. Aber Expressionistisches klingt in Schlegels Werk nur sehr verhalten an. Eher schon lockten ihn in seinen jungen Jahren das mystische Raunen des Symbolismus, die anämische Erotik des Jugendstils, die Jugend, die schönen Körper und die schönen Landschaften. Und nicht zuletzt war die Auseinandersetzung mit der geschlechtlichen Identität ein Thema, das er, geradezu obsessiv mitunter, ein Leben lang bearbeitete. Haus Opherdicke ermöglicht nun eine ganz vorzügliche Ausstellung die Auseinandersetzung mit diesem Künstler, der, bislang jedenfalls noch, einer von den Vergessenen ist.

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Man zählt ihn zu den "jungen Wilden": Rainer Fetting in seiner Ausstellung (Foto: Roland Baege/Dortmunder U)

Jung und wild und Willy Brandt – Bilder und Skulpturen von Rainer Fetting im Dortmunder „U“

Große Leinwände, beherzter Pinselduktus, satte Farben: Rainer Fettings Bilder bestechen nicht eben durch Zurückhaltung. Wenn der eh schon üppig bemessene Keilrahmen zu klein wird, wenn Hand, Kopf oder Fuß eines Portraitierten noch irgendwie untergebracht werden müssen, dann wird ein weiteres Malfeld angesetzt, was aus ursprünglich viereckigen Arbeiten manches Mal putzig verschachtelte Polygone macht. Damals, Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre, gehörte Rainer Fetting zu den „jungen Wilden“, die, in Berlin am Moritzplatz zunächst, laut und lustig ihren Platz im Kunstgeschehen jener Jahre einforderten. Jetzt sind Arbeiten Fettings, die jüngsten von 2016, im Dortmunder Kunstmuseum U zu sehen.

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