Schlagwort: FJS

Geschäftsführer des KreisSportbundes Unna: Matthias Hartmann ( Foto: KSB)

Freiwilliges Soziales Jahr oder Freiwilligendienst bei der Sportjugend im KreisSportBund Unna

Auch in diesem Jahr bietet die Sportjugend im KreisSportBund Unna e. V. (KSB) wieder die Gelegenheit, ein Freiwilligendienst im Sport abzuleisten. Der Freiwilligendienst im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das pädagogisch begleitet wird und Erfahrungsräume für Freiwillige eröffnet. Ob als Einstieg in die Arbeit mit Grundschulkindern, oder die Aufgaben der Sportselbstverwaltung kennen zu lernen, für jugend- und sportbegeisterte junge Menschen dürfte dieses Angebot genau das Richtige sein.

Weiterlesen

Auch Laura Kleist (sitzende) absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Gemeindebücherei, v.l.: Silke Becker, Natascha Özdilli (DRK), Teamleiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kristina Truß. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

DRK Kreisverband und Gemeinde werben für ein Freiwilliges Soziales Jahr

Werben für das Freiwillige Soziale Jahr, v.l.: Silke Becker, Natascha Özdilli (DRK), Teamleiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kristina Truß und Laura Kleist (sitzend) (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Werben für das Frei­wil­lige Soziale Jahr, v.l.: Silke Becker, Nata­scha Özdilli (DRK), Team­leiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kri­stina Truß und Laura Kleist (sit­zend) (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Das Frei­wil­lige Soziale Jahr, kurz: FSJ – Was ist das eigent­lich? „Das FSJ richtet sich an Jugend­liche, die Spaß an der Arbeit mit Men­schen haben, sich gerne sozial enga­gieren und nach all dem theo­re­ti­schen Lernen in der Schule mal einen Blick in den prak­ti­schen Berufs­alltag werden wollen“, sagt Nata­scha Özdilli, Bil­dungs­re­fe­rentin beim DRK Kreis­ver­band Unna. Etwa 700 junge Leute absol­vieren der­zeit ein FSJ beim DRK Kreis­ver­band Unna. Eine davon ist Laura Kleist, die seit Mitte November in der Gemein­de­bi­blio­thek ein­ge­setzt ist.

Gemeinsam mit Nata­scha Özdilli, Kri­stina Truß und Silke Becker aus der Bücherei, sowie den Team­lei­tern Sina Rumpke (Sport/​Kultur) und Andreas vom Lehn (Soziales) warb Laura Kleist heute für das FJS. Der­zeit hat die Gemeinde Holzwickede zwei FJS-Stellen zu besetzen: eine im Bereich Soziales sowie eine in der Bücherei. Die Stelle/​Aufgabe im sozialen Bereich hat einen sozi­al­päd­ago­gi­schen Hin­ter­grund und ist in der Flücht­lings­be­treuung ange­sie­delt, wie Andreas vom Lehn erläu­tert. Ende des Monats wird auch die Stelle in der Bücherei frei, da Laura Kleist ihr FJS offi­ziell beendet, weil sie ihren Wunsch-Stu­di­en­platz bekommen hat.

Arbeitswelt schnuppern und Orientierung

Ich kann das FSJ nur allen emp­fehlen, die noch nicht so sicher sind nach der Schule, wel­chen Beruf sie ergreifen oder was sie machen wollen.“

Laura Kleist

Aller­dings in einem ganz anderen Bereich“, wie sie lächelnd erklärt. Den­noch gibt sie eine ganz klare Emp­feh­lung: „Ich kann das FSJ nur allen emp­fehlen, die noch nicht so sicher sind nach der Schule, wel­chen Beruf sie ergreifen oder was sie machen wollen. Man kann im FJS ein Jahr lang in einen Berufs­be­reich rein­schnup­pern und bekommt einen rea­li­sti­schen Ein­druck von einem Arbeits­feld und lernt die Men­schen dort kennen“, sagt Laura Kleist. „Genau das fehlt einem ja in der Schule.“

Auch die 20-Jäh­rige war nach der Gesamt­schule in Frön­den­berg, die sie mit dem Abitur abschloss, zunächst unsi­cher, wohin die Reise gehen sollte. „Durch das FJS konnte ich dann ein Jahr über­brücken und habe den Anstoß bekommen, in ein neuen Beruf zu schnup­pern. Es hat total Spaß gemacht“, zieht Laura Kleist per­sön­liche Bilanz. „Ich habe hier oft hinter der Theke gesessen, habe geholfen, neue Bücher anzu­schaffen und mich ins Archiv ein­ge­ar­beitet. Vor allem hatte ich sehr, sehr viele Kun­den­kon­takte.“

Holzwickede sei eine „sehr schöne, kleine Gemeinde“ findet die 20-Jäh­rige, in der sich schnell zwi­schen­mensch­liche Kon­takte ergeben. „Als ich jetzt einige Zeit krank und nicht da war, haben sich viele Leute nach mir erkun­digt“, sagt Laura Kleist gerührt.

Dabei war der Start in ihr FSJ durchaus holprig: Unter den ver­schie­denen Trä­gern, dar­unter auch die Bun­des­wehr, und Ange­bote wie das öko­lo­gi­sche Jahr fand die Abitu­ri­entin zunächst nicht das rich­tige. „Das DRK sagte mir dann am mei­sten zu.“ Aller­dings gefiel ihr auch dort die erste Ver­wen­dung nicht so gut. Doch dann schlug der Kreis­ver­band ihr anhand ihrer Bewer­bung die Stelle in der Bücherei der Gemeinde vor.

In Holzwickede gab es dann die­selbe Vor­stel­lungs­runde fürd das FSJ wie bei einem Bewer­bungs­ge­spräch für eine nor­male Stelle, erläu­tert Sina Rumpke „Schließ­lich musste es ja auch passen“, ergänzt Silke Becker. Denn der Anstoß bei der Fach­be­reichs­lei­tung, eine FJS-Stelle in der Biblio­thek ein­zu­richten, kam zuvor von den beiden Mit­ar­bei­te­rinnen dort. „Wir brauchten ganz drin­gend jemanden zur Ent­la­stung. Denn mit den wach­senden Nut­zer­zahlen ist auch die Arbeit hier sehr viel mehr geworden“, so Silke Becker. „Natür­lich wollten wir auch jungen Men­schen die Chance geben, in die Arbeits­welt zu schnup­pern. Es war eine rich­tige Win-win-Situa­tion.“

20-jährige FSJ’lerin für Bücherei „sehr wichtig“

Für die beiden Mit­ar­bei­te­rinnen in der Bücherei war die junge FSJ’lerin „sehr wichtig“, betont Silke Becker. „Wir hätten die Bücherei sonst auch öfters schließen müssen. Ich selbst mache ja Archiv-Fort­bil­dungen und bin dann nicht da und Kri­stina Truß hat nur eine 30-Stunden-Stelle. Wenn aber nie­mand hier ist, müssen wir die Bücherei schließen.“ Doch inzwi­schen sind die Öff­nungs­zeiten sogar aus­ge­dehnt worden und auch in den kom­menden Ferien bleibt die Bücherei offen, bietet sogar einen Som­mer­lese­club an.

In der Gemein­de­bü­cherei hat die FSJ’lerin so mit­ge­ar­beitet wie die beiden fest ange­stellten Mit­ar­bei­te­rinnen auch, bestä­tigen Silke Becker und Kri­stina Truß. „Laura hat hier zuletzt sogar ein paar Mal ganz alleine gesessen und hat abends abge­schlossen.“

Beim DRK gibt es dafür 400 Euro Taschen­geld, die aber letzt­lich die Gemeinde Holzwickede plus Neben­ko­sten zahlt. Maximal 18 Monate dauert so ein Frei­wil­liges Soziales Jahr. Zum 1. Sep­tember würde die Gemeinde gerne wieder zwei junge Leute in diesem Rahmen beschäf­tigen: in der Bücherei und im Sozi­alamt. „Bewer­bungen bei uns sind jeder­zeit mög­lich“, sagt die zustän­dige Bil­dungs­re­fe­rentin des DRK Kreis­ver­bandes, Nata­scha Özdilli. „Wir haben auch jetzt schon wieder einige Bewer­bungen vor­liegen für näch­stes Jahr.“

Fakten zum FSJ im Überblick

  • Vor­aus­set­zung: zwi­schen 16 und 26 Jahre alt
  • Arbeits­zeit: Voll­zeit (in Aus­nah­me­fällen auch Teil­zeit mög­lich)
  • 30 Tage Urlaub
  • Bezah­lung: monat­li­ches Taschen­geld, Zah­lung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge, Aus­weis für ermä­ßigte ÖPNV-Nut­zung
  • Bis zum 25. Lebens­jahr wei­terhin Anspruch auf Kin­der­geld
  • Das FSJ wird als Pra­xis­lei­stung für das Stu­dium und den Erwerb der Fach­hoch­schul­reife aner­kannt

Bei der Orga­ni­sa­tion des FSJ arbeitet die Gemeinde Holzwickede eng mit dem DRK-Kreis­ver­band Unna zusammen. Das DRK ist deutsch­land­weit einer der größten Träger für Frei­wil­li­gen­dienste und auch seit knapp 30 Jahren in der Region mit vielen Ein­satz­stellen ver­treten.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv