Susanne Werbinsky und Udo Wiesemann führen Ortsverband für Sport

Freude über die gelungene Neubesetzung, v.l.: Udo Wiesemann, Klaus Stindt, Susanne Werbinsky, Matthias Hartmann, Matthias Aufermann, Bernd Kasischke. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Freude über die gelungene Neubesetzung, v.l.: Udo Wiesemann (l.) und Susanne Werbinsky, die beiden neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes für Sport, mit dem KSB-Vorsitzenden Klaus Stindt (2.v.l.), KSB-Geschäftsführer Matthias Hartmann (3.v.r.) sowie Fachbereichsleiter Matrthias Aufermann (2.v.r.) und dem Beigeordneten Bernd Kasischke (r.) Kasischke. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Was nach den Querelen und Versäumnissen in der jüngsten Vergangenheit kaum zu erwartet war, ist Wirklichkeit geworden: Die Gemeinde Holzwickede hat einen neuen Vorstand für den Ortsverband für Sport gefunden. Mehr noch: Die Wahl von Susanne Werbinsky zur 1. Vorsitzenden und von Udo Wiesemann zu ihrem Stellvertreter soll ein vielversprechender Neuanfang für den Ortsverband für Sport sein.

Der Kreissportbund (KSB), vertreten durch den Vorsitzenden Klaus Stindt und Geschäftsführer Matthias Hartmann, hatte heute (2. Mai) die Vertreter der Holzwickeder Sportvereine ins Sportheim der Haarstrang-Anlage eingeladen, um die „schwierige Lage“ zu moderieren, die nach dem Rücktritt von Sportabzeichen-Obmann Lothar Wolf im Herbst vorigen Jahres und dem Rücktritt von Dirk Jacobi als Vorsitzender des Ortsverbandes für Sport im März entstanden war. Wichtigster Tagesordnungspunkt bei dem Treffen heute war die Wahl eines neuen Vorstandes oder doch zumindest neuen Führungs-Duos.

Für die Gemeinde nahmen der 1. Beigeordnete Bernd Kasischke, Fachbereichsleiter Matthias Aufermann und seine Stellvertreterin Sina Rumpke teil, von den Vereinen der Gemeinde waren lediglich sieben vertreten.

KSB-Vorsitzender Klaus Stindt wies darauf hin, dass der KSB eigentlich für organisatorische Fragen wie die Wahlen heute gar nicht zuständig sei, aber gerne die Bemühungen der Gemeinde und Vereine unterstütze, die bestehende „strukturelle Krise“ zu bewältigen. In Holzwickede habe der Sportabzeichen-Obmann bis zu seinem Rücktritt im November jahrelang als selbständige Institution agiert. „Wenn wir rechtzeitig gewusst hätten, wie sich die Sache nach dem Rücktritt entwickelt, hätten wir frühzeitig gegensteuern können“, so Klaus Stindt.

Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation

Auch Holzwickedes Beigeordneter Bernd Kasischke erkennt „Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation“ und versprach Abhilfe. So gibt es aus der Vergangenheit keine Protokolle der Sitzungen und selbst die Satzung des Verbandes sei schwierig zu finden gewesen. „Ich hoffe sehr, dass wir hier heute gemeinsame Absprachen finden“, so Kasischke weiter. „Denn es geht hier auch um Geld und Netzwerkarbeit.“

Udo Wiesemann, der 13 Jahre Vorsitzender des Ortsverbandes war und aus Protest gegen den Umgang der Politik mit dem Ortsverband zurückgetreten war, brach eine Lanze für den langjährigen Sportabzeichen-Obmann Lothar Wolf. „Sein Rücktritt war auch ein Hilferuf. Man hat ihn auch massiv allein gelassen. Auch Dirk Jacobi hat auf seine Schreiben nicht reagiert. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch ich damals lange brauchte, bis ich gemerkt hatte, dass ich für die Sportabzeichen-Obmann zuständig war.“

Wiesemann war es auch, der darauf hinwies, dass der Ortsverband für schon zu seiner Zeit als Vorsitzender eigentlich zu einem eingetragenen Verein werden müssen, um aus dem Verbandsrecht herauszukommen. Denn als Verband könne er keine eigene Kasse führen und somit auch nicht mit Geldern umgehen.  Wahrscheinlich wird genau dieses Thema als einmes der nächsten durch den neuen Vorstand abgearbeitet werden müssen.

Auf Nachfrage von Klaus Stindt fanden sich zunächst aber noch keine Kandidaten, um alle Vorstandsämter zu besetzen. Doch auch in den zurückliegenden Jahren waren de facto nur jeweils zwei der Vorstandsämter besetzt gewesen, was nach dem Verbandsrecht möglich ist.

Pragmatische Lösung für Vorstand

Peter Wehlack von TGH regte darum schließlich eine ganz pragmatische Vorgehensweise an: „Die beiden Vorsitzenden würden wir aus den Reihen der beiden großen Vereinen TGH und HSC besetzen wollen, um den Ortsverband zunächst einmal am Leben zu halten. Die Besetzung der Ämter sollte nach einer gewissen Zeit auch durch kleinere Vereine erfolgen. Danach können wir später dann versuchen, den Ortsverband weiter zu entwickeln.“

Auch Holzwickedes Beigeordneter bot an, einen Mitarbeiter aus der Verwaltung in den Vorstand zu entsenden. Dieses Angebot nahmen die Vereinsvertreter jedoch nicht an. Sie wählten stattdessen Susanne Werbinsky, die langjährige Leiterin des HSC-Gesundheitssports, zur neuen Vorsitzenden und als ihren Stellvertreter Udo Wiesemann, der beim VVH für Beachvolleyball zuständig ist.

Auch eine neue Sportabzeichen-Obfrau hat sich bekanntlich gefunden. Sie befindet sich derzeit jedoch in Urlaub und möchte anschließend zunächst mit dem neuen Vorstand ein Gespräch führen, bevor sie an die Öffentlichkeit tritt, , erklärt KSB-Vorsitzender Klaus Stindt: „Ihren Namen geben wir auf ihren Wunsch hin noch nicht bekannt. Aber die Bewerberin kommt aus Holzwickede, ist auch noch relativ jung und hat bereits viel Erfahrung mit Sportabzeichenprüfungen.“

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Dipl.-Journalist

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