SPD Unna trauert um Michael Hoffmann

 SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann (Bild) ist tot. (Foto: SPD Unna)

SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann (Bild) ist tot. (Foto: SPD Unna)

Die SPD Unna trauert um einen ihrer ganz Großen: Michael Hoffmann, der langjährige Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Nachbarstadt, lebt nicht mehr. Hoffmann ist heute (29.10.)  am Nachmittag in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Der 60-Jährige hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder. Ihnen gehört unser tief empfundenes Mitgefühl.

Michael Hoffmann hat als echtes Ur-Gestein der SPD die politischen Geschicke der Nachbarstadt seit mehr als 30 Jahren maßgeblich geprägt und mitbestimmt. Seiner Partei, der SPD, gehörte er über 40 Jahre an. 1984 zog er erstmals als Mitglied in den Rat der Stadt Unna ein. Von 1987 bis 1994 war er dann stellvertretender Bürgermeister der Kreisstadt. Schließlich führte er die Ratsfraktion der SPD als Vorsitzender von 1994 bis heute.

Es gibt wohl kaum ein wichtiges politisches Vorhaben, in dieser Zeit, das Michael Hoffmann nicht entscheidend beeinflusst hat. Oft stieß er auch ganz allein wichtige Vorhaben an – nicht selten gegen alle Widerstände, auch aus den eigenen Reihen. In der Kulturpolitik wird sein Name wohl untrennbar mit dem Lichtkunstzentrum und dem Kulturzentrum Lindenbrauerei verbunden sein. Beide Projekte hat er maßgeblich mitgeprägt.  Aber auch die Klimapolitik war „sein Ding“, die dank seines beharrlichen Wirkens Eingang in die Unnaer Lokalpolitik fand.  Als begeisterter Radfahrer setzte sich Michel Hoffmann zudem vehement und auf allen Ebenen dafür ein, dass Unna fahrradfreundlicher wird. Aber auch für den Behindertensportverein „Auf geht’s“ in Unna, dessen Wurzeln über Rolf Scholz zum HSV-Gesundheitssport führen,  hat sich Michael Hoffmann an entscheidender Stelle im Vorstand engagiert.

Michael Hoffmann kannte unglaublich viele Menschen in seiner Stadt. Zahllosen hat er geholfen, bei persönlichen Problemen, bei Schwierigkeiten mit Behörden oder allein dadurch, dass er zuhören konnte. Auch dann, wenn jemand nicht seiner Meinung war.

Er schien unverwüstlich, er wirkte immer stark und präsent und liebte es, sich sportlich auszupowern. Dennoch reichte seine Kraft für die politische Arbeit bis in die späten Abendstunden. Bis heute Nachmittag. Da haben seine Kräfte Michael Hoffmann nach langer schwerer Krankheit und doch für alle unerwartet für immer verlassen.

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visage

Dipl.-Journalist

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