SPD und FDP einig: Kita-Neubau im Süden des Emscherparks

Der von der SPD vor­ge­schla­ge­ne Stand­ort im süd­li­chen Emscher­park (gel­bes Qua­drat) und der aktu­el­le Stand­ort auf dem Fest­platz (klei­nes gel­bes Recht­eck). (Foto: Gemein­de Holzwicke­de)

Die SPD hat, wie gestern von ihrem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den ange­kün­digt, heu­te die Auf­he­bung des Rats­be­schlus­ses zum Kita-Neu­bau auf dem Fest­platz vom 2. März 2017 bean­tragt.

Der Planungs- und Bauausschuss beim Ortstermin im März 2017 an der von der SPD vorgeschlagenen Fläche im Emscherpark.

Der Pla­nungs- und Bau­aus­schuss beim Orts­ter­min im März 2017 an der von der SPD vor­ge­schla­ge­nen Flä­che im Emscher­park. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die SPD hält den Stand­ort „nach wie vor für unge­eig­net“, heißt es in der Begrün­dung. Und wei­ter: Die Kita pas­se städ­te­bau­lich nicht in das Gesamt­bild des Fest­plat­zes und der angren­zen­den Bebau­ung, die not­wen­di­ge Grund­stück­grö­ße habe sich nach der Beschluss­fas­sung ste­tig ver­grö­ßert, aus einer ein­stöcki­gen Bau­wei­se sei im Lau­fe der Pla­nung eine zwei­stöcki­ge Bau­wei­se gewor­den, mit der Errich­tung des Bau­kör­pers, der Hol- und Bring­zo­ne nebst Zuwe­gung sei der Flä­chen­ver­brauch immens höher als ursprüng­lich beim Orts­ter­min vor­ge­stellt wor­den sei.

Die SPD tei­le des­halb auch die von den Anwoh­nern in der Bür­ger­an­hö­rung vor­ge­tra­ge­nen Beden­ken und Ein­wän­de. Falls es im wei­te­ren Ver­fah­ren zu Kla­gen kom­men soll­te, wovon die SPD aus­ge­he, sei mit wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen zu rech­nen.

Auch die Schüt­zen könn­ten mit die­ser Pla­nung kaum ein­ver­stan­den sein.

Gleich­zei­tig bean­tragt die SPD dem Kreis Unna als alter­na­ti­ve Flä­che für die Kita ein Grund­stück süd­lich des gemein­de­ei­ge­nen Park­plat­zes am Ede­ka Markt und öst­lich des Regen­rück­hal­te­beckens zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Baurecht und besseres Ambiente

Wir hal­ten die­ses Grund­stück für eine geplan­te Kita nach wie vor für opti­mal geeig­net“, heißt es im Antrag. Der gro­ße Vor­teil die­ses Grund­stückes sei bereits vor­han­de­nes Bau­recht, was wei­te­re Ver­zö­ge­run­gen ver­mei­det. „Zudem sind wir nach wie vor der Mei­nung, dass die Lage des Grund­stückes, sozu­sa­gen mit­ten in der Natur, für eine Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung den opti­ma­len Rah­men bie­tet.“ Die Zufahrt soll dann über den Park­platz an der Kirch­stra­ße erfol­gen, hier müss­ten die Papier­con­tai­ner einen ande­ren Stand­ort erhal­ten, somit wären aus­rei­chend Park­plät­ze vor­han­den. Es könn­te auch Aus­gleich­pflan­zun­gen vor­ge­nom­men wer­den.

Die FDP wird bei­de Anträ­ge der SPD unter­stüt­zen, wie Jochen Hake heu­te gegen­über dem Emscher­blog erklär­te. „Unser Wunsch war der Stand­ort auf dem Fest­platz sowie­so nicht. Wir hat­ten ja sei­ner­zeit auch schon im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss die von der SPD vor­ge­schla­ge­ne Flä­che favo­ri­siert“, erin­nert der FDP-Chef. Hin­zu kommt, dass die Vor­pla­nun­gen für den Stand­ort auf dem Fest­platz „gelin­de gesagt etwas unglück­lich gelau­fen“ sind.

Den Vor­schlag der Grü­nen, die Kita eben­falls auf dem Fest­platz zu errich­ten, jedoch auf der nörd­li­chen Sei­te, lehnt die FDP ab. Auch das Argu­ment, kei­ne wei­te­re Ver­sieg­lung von Flä­chen vor­zu­neh­men, zieht für die Libe­ra­len nicht. „Grund­sätz­lich ist es ja rich­tig, aber wir müs­sen hier auch etwas für unse­re nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen tun“, so Jochen Hake.

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visage

Dipl.-Journalist

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