Planungs- und Bauausschuss: Mehr Barrierefreiheit in der Gemeindemitte

Um Barrierefreiheit ging es beim Ortstermin des Planungs- und Bauausschusses am Dienstagabend, wie hier in der Kirchstraße., Dort führt ein Fußgängerübedrweg direkt ins Pflanzbeet, wie die Gutachter bemängeln. Das Beet soll deshalb verkleinert werden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Um Bar­rie­re­frei­heit ging es beim Orts­ter­min des Pla­nungs- und Bau­aus­schus­ses am Diens­tag­abend. Hier in der Kirch­stra­ße führt bei­spiels­wei­se ein Fuß­gän­ger­über­weg direkt ins Pflanz­beet. Das Beet muss des­halb ver­klei­nert wer­den. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die Gemein­de will die Bar­rie­re­frei­heit im öffent­li­chen Stra­ßen­raum ver­bes­sern. Die­ses The­ma war erneut im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss am Diens­tag­abend ein The­ma und auch Gegen­stand eines Orts­ter­mins in der Gemein­de­mit­te.

Rund 68 000 Euro ste­hen für die­sen Zweck zur Ver­fü­gung und das exter­ne Büro Bra­mey, Büner­mann Inge­nieu­re hat nach einer Über­prü­fung ver­schie­de­ne Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge gemacht. Vor einer Ent­schei­dung gin­gen die Aus­schuss­mit­glie­der am Diens­tag­nach­mit­tag die neur­al­gi­schen Punk­te ab.

Emp­foh­len wur­de anschlie­ßend im wei­te­ren ver­lauf der Sit­zung im Rat­haus u.a. Die Bord­stei­ne am Fuß­gän­ger­über­weg Kirch­stra­ße (vor dem Ede­ka) die Bord­stei­ne abzu­sen­ken und tak­ti­le Ele­men­te auf dem Boden anzu­brin­gen sowie eine ein­heit­li­che Pfla­ste­rung (rote Pfla­ster­stei­ne) vom Über­weg in Rich­tung des Lebems­mit­tel­mark­tes fort­zu­set­zen.

Eine Mehr­heit im Aus­schuss hät­te wohl bevor­zugt einen gepfla­ster­ten Weg über den süd­li­chen Teil des Fest­plat­zes anzu­le­gen. Doch die­se Ent­schei­dung wur­de noch ein­mal ver­tagt und soll im Zuge der wei­te­ren Pla­nun­gen im Zen­trum nach­ge­holt wer­den.

Bei den tak­ti­len Ele­men­ten, die von den Exper­ten des Inge­nieur­bü­ros emp­foh­len wur­den, han­delt es sich um eine nur einen Zen­ti­me­ter tie­fe Rin­ne, die Seh­be­hin­der­ten aus­reicht, um sich mit Hil­fe eines Blin­den­stocks ori­en­tie­ren zu kön­nen.

Sol­che tast­ba­ren Ori­en­tie­rungs­hil­fen sol­len auch noch an wei­te­ren Stel­len im Gemein­de­zen­trum ange­legt wer­den, etwa auch am Über­weg Kirch­stra­ße aus dem Emscher­park oder an der Allee gegen­über dem Bür­ger­bü­ro.

Budget beträgt rund 68 000 Euro

Auch dieses Pflanzbeet in der Goethestraße, um das der Gehweg herumführt, stellt eine Barriere dar. Doch die der Ausschuss will die Situation erhalten und das Beet lediglich zurückschneiden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Auch die­ses Pflanz­beet in der Goe­the­stra­ße, um das der Geh­weg her­um­führt, stellt eine Bar­rie­re dar. Doch die der Aus­schuss will die Situa­ti­on erhal­ten und das Beet ledig­lich zurück­schnei­den. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Eine ursprüng­lich vor­ge­se­he­ne Absen­kung der Hoch­bor­de an einem Behin­der­ten­park­platz in der Kirch­stra­ße ent­fällt, da die­ser für einen Anwoh­ner vor­ge­se­he­ne Behin­der­ten­park­platz nicht mehr benö­tigt wird.

In der Goe­th­stra­ße sol­len eben­falls tak­ti­le Ori­en­tie­rungs­hil­fen auf dem Geh­weg in Höhe der drei Park­plät­ze neben dem evan­ge­li­schen Jugend­heim ange­legt wer­den. Da hier auch die ecki­gen Bor­de der Pflanz­bee­te eine mög­li­che Stol­per­fal­le sind, sol­len die Pflanz­bee­te außer­dem abge­run­det wer­den.

Das gro­ße Pflanz­beet ein paar Meter wei­ter an der Ecke Kirch­stra­ße soll dage­gen erhal­ten blei­ben. Auch auf die Gefahr hin, dass Unein­sich­ti­ge die Fahr­bahn nut­zen, um das Beet zu umge­hen. Auch für Seh­be­hin­der­te stellt das gro­ße Beet, um das der Geh­weg her­um­führt, ein Hin­der­nis dar. Die Alter­na­ti­ve wäre jedoch gewe­sen, das Beet mit­samt der drei gro­ßen Bäu­me dar­in radi­kal zu ent­fer­nen. Das woll­ten die Frak­tio­nen nicht und emp­fah­len statt­des­sen eine Rück­schnitt des Pflanz­bee­tes.

Im Zusam­men­hang mit der Bar­rie­re­frei­heit ließ sich der Aus­schuss auch noch von der Agen­tur Kom­pa­ti­bel Design ein Beleuch­tungs­kon­zept für den süd­li­chen Aus­gang des Bahn­hofs im Bereich der Fuß­gän­ger­ram­pe zwi­schen dem Aus­gang der Per­so­nen­un­ter­füh­rung Bahn­hof Holzwicke­de und der Bahn­hof­stra­ße vor­stel­len. Dafür ste­hen aus dem ISEK-Pro­gramm wei­te­re rund 26 000 Euro zur Ver­fü­gung. Aller­dings ist hier kei­ne zusätz­li­che Aus­leuch­tung der Unter­füh­rung oder des Weges beab­sich­tigt. Für bei­des ist die Bahn zustän­dig. Es geht ledig­lich um eine opti­sche Füh­rung durch Akku-Reflek­to­ren, die sich durch Tages­licht selbst auf­la­den.

Wohnpark Emscherquelle: Entlastung wird geprüft

Eine Ent­schei­dung fiel hier nicht. Die Agen­tur soll zunächst Infor­ma­tio­nen über die Brenn­dau­er der Reflek­to­ren nach­lie­fern und alter­na­tiv ein Ange­bot für ans Strom­netz ange­schlos­se­ne Reflek­to­ren vor­le­gen.

Auch der Antrag der FDP, nach Maß­nah­men zur Ent­schär­fung der Ver­kehrs­be­la­stung durch das Wohn­ge­biet Emscher­quel­le zu suchen, wur­de von den Frak­tio­nen ein­stim­mig ange­nom­men. Aller­dings erst, nach­dem der Lün­scher­manns­weg aus­drück­lich aus­ge­nom­men und nicht von der Ver­wal­tung als mög­li­che Ent­la­stungs­stra­ße geprüft wird. Dar­auf hat­ten vor allem die Grü­nen gedrängt.

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visage

Dipl.-Journalist

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