Serie „Sicher Radfahren“: Auch Radler müssen Zebrasteifen beachten

So ist es richtig: Kreis-Auszubildender Ömer Temur schiebt sein Fahrrad über den Zebrastreifen. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

So ist es rich­tig: Kreis-Aus­zu­bil­den­der Ömer Temur schiebt sein Fahr­rad über den Zebra­strei­fen. (Foto: B. Kal­le – Kreis Unna)

(PK) Rad­fah­ren ist in, Rad­fah­ren hält fit. Und nicht erst seit es E-Bike, Pedel­ec & Co. gibt, steigt die Zahl derer, die sport­lich auf dem Draht­esel unter­wegs sind. Wo sich Wege kreu­zen, lie­gen aber mit­un­ter Risi­ken.  Wenn ein Unfall mit einem Rad­fah­rer pas­siert, wird der Rad­fah­rer in mehr als 85 Pro­zent der Fäl­le auch ver­letzt. Immer­hin die Hälf­te der ver­un­glück­ten Rad­fah­rer wird bei die­sen Unfäl­len regel­mä­ßig als Ver­ur­sa­cher oder Mit­ver­ur­sa­cher iden­ti­fi­ziert.

Damit es so weit erst gar nicht kommt, geben die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­den und die Unfall­kom­mis­si­on im Kreis zusam­men mit der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna in der Serie „Sicher Rad­fah­ren“ Tipps, damit kei­ner im wahr­sten Wort­sinn unter die Räder kommt.

Heute: Am Zebrastreifen

Auch ein Fahr­rad ist ein Fahr­zeug. Am Zebra­strei­fen, der kor­rekt Fuß­gän­ger­über­weg heißt, gel­ten des­halb für Rad­fah­rer genau­so stren­ge Regeln wie für Auto oder Mofa, Bus oder Lkw. „Wer mit dem Rad auf der Stra­ße fährt, muss einen Fuß­gän­ger über den Zebra­strei­fen gehen las­sen“, erklärt Gün­ter Spar­brod als Lei­ter der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de beim Kreis Unna.

Vor­rang gewäh­ren muss dabei nicht zwangs­läu­fig anhal­ten hei­ßen, son­dern kann auch dar­in bestehen, die Geschwin­dig­keit stark zu dros­seln.

Wer Fußgänger nicht queren lässt, für den wird es teuer

Manch­mal wol­len Rad­fah­rer den Zebra­strei­fen nut­zen, um sicher auf die ande­re Stra­ßen­sei­te zu gelan­gen. „Die­sen Fall darf es nach der Geset­zes­la­ge fah­rend gar nicht geben“, sagt Spar­brod. „Denn der Fuß­gän­ger­über­weg ist, wie es der Name schon ver­rät, eine Anla­ge, um Fuß­gän­gern Vor­rang ein­zu­räu­men. Als Rad­fah­rer darf ich ihn mit dem­sel­ben Vor­recht wie Fuß­gän­ger und Roll­stuhl­fah­rer nur schie­bend nut­zen.“

Wer sein Rad liebt, der schiebt also über den Zebra­strei­fen. Die­se Vor­schrift wer­de häu­fig aus Unkennt­nis oder Bequem­lich­keit miss­ach­tet, berich­tet Spar­brod. „Und das spie­gelt sich dann lei­der in den Unfall­zah­len wider.“ Wer ent­ge­gen der Vor­schrif­ten mit dem Rad auf den Zebra­strei­fen fährt, ris­kiert, dass es kracht.

Teu­er kann es übri­gens wer­den, wenn ein Rad­fah­rer, der auf der Stra­ße fährt, einem Fuß­gän­ger am Zebra­strei­fen das Que­ren nicht ermög­licht: Wer erwischt wird, muss 40 Euro zah­len.

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