Regionales Entwicklungskonzept: Entscheidung fällt im März

Landrat Michael Makiolla (Foto: Linda Peloso - Kreis Unna)
Landrat Michael Makiolla. (Foto: Kreis Unna)

Der Rückzug Deutschlands aus der Steinkohle bis 2038 wird den Wirtschaftsstandort Kreis Unna nachhaltig verändern. Über das Wie entscheidet der Kreis mit. Der von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) vorgelegte Entwurf für ein Regionales Entwicklungskonzept gilt dabei als Diskussionsgrundlage. Das Papier wurde in erster Lesung im Dezember in die politische Diskussion eingebracht, die Entscheidung über die Endfassung fällt am 17. März im Kreistag.  

Mit dem Konzept und dort gelisteten Leuchtturmprojekten möchte sich der Kreis eine gute Startposition verschaffen, um an die Fördergelder zu kommen, die das Land zur Stärkung des Ruhrgebiets und der Bund zur Gestaltung des Kohleausstiegs avisiert haben.  

Kreis auf der Betroffenheitsliste auf Platz 2

Bei diesem Abschied von der Steinkohle geht es um richtig viel Geld. Der Kreis ist mit vier Kraftwerksstandorten in drei Kommen (Bergkamen, Lünen, Werne) besonders betroffen und wird im entsprechenden Gesetz der Bundesregierung auf der „Betroffenheitsliste“ an zweiter Stelle genannt. Damit ist für den Kreis klar: Von den über 600 Millionen Euro, die der Bund an die fünf betroffenen Steinkohle-Kommunen im Ruhrgebiet ausschütten will, müssen gut 100 Millionen Euro vor Ort ankommen.  

Der Kreis hat mit dem vorliegenden Entwurf eines Regionalen Entwicklungsplanes einen zeitlichen Vorsprung, der nach Ansicht von Landrat und WFG-Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Makiolla unbedingt gehalten werden muss.  

Klimaschutz und Wertschöpfung punkten

Klar zu sein scheint schon jetzt: Punkten werden Projekte, die sowohl mit Blick auf wirtschaftliche Entwicklung – Stichwort Wertschöpfung – als auch in Sachen Klimaschutz nachhaltig sind. Mit Blick darauf wurden im Entwurf fünf Handlungsfelder benannt. Es geht um durchgängige Bildung, innovative Wirtschaft, zukunftssichere Flächen, optimierte Infrastruktur und multimodale Mobilität sowie um eine intelligente Klimawandelanpassung.  

Wichtig ist Landrat Makiolla auch, dass der Kreis insgesamt gewinnt und sich als Standort stärkt. „Nur gemeinsam werden wir es schaffen, ein Maximum an Fördergeldern zu erkämpfen“, so die Botschaft im Dezember bei der Einbringung des Regionalen Entwicklungsplans. PK | PKU

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