Politik macht Druck für Verkehrsentwicklungsplan mit aktuellen Zahlen

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Zur Frage, wie sich der Bau der L 677n mit und ohne Umnut­zung der Emscher­ka­serne auf den Gesamt­ver­kehr aus­wirkt, werden näch­stes Jahr aktu­elle Ver­kehrs­zäh­lungen durch­ge­führt. In diesem Bereich soll die Trasse der Ost­um­ge­hung ver­laufen: die Mas­sener Straße Höhe Unter­füh­rung zum Oel­pfad. (Foto: Peter Gräber)

Die Gemeinde Holzwickede wird im näch­sten Jahr einen aktu­ellen Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan ent­halten. Der Bau- und Pla­nungs­aus­schuss beauf­tragte die Ver­wal­tung in seiner gut besuchten Sit­zung heute (28.10.) ein­stimmig, die Kosten in Höhe von 58.000 Euro in den Haus­halts­plan ein­zu­bringen.

Unter­sucht werden sollen näch­stes Jahr unter anderen Punkten die Aus­wir­kungen der L 677n mit und ohne Umnut­zung des Kaser­nen­ge­ländes auf die Gesamt­ver­kehrs­be­la­stung sowie Mög­lich­keiten zur Ent­la­stung der Nord­straße. Für Irri­ta­tionen hatte im Vor­feld der Sit­zung die Beschluss­vor­lage der Ver­wal­tung gesorgt, in der es wört­lich hieß, dass „zur Wir­kung der L 677n genü­gend Mate­ria­lien“ vor­liegen. Die aktu­ellen Ver­kehrs­ver­flech­tungen seien modell­tech­nisch in bereits durch­ge­führten Stu­dien hin­ter­legt, jedoch noch nicht doku­men­tiert. Diese For­mu­lie­rung hatte die Inter­es­sen­ge­mein­schaft gegen die Ost­um­ge­hung alar­miert, die vor der Sit­zung alle Aus­schuss­mit­glieder ange­schrieben und gefor­dert hatte, dass selbst­ver­ständ­lich auch zur Klä­rung der Aus­wir­kungen der L 677n aktu­elle Ver­kehrs­zäh­lungen durch­ge­führt werden müssten, um aktu­elle Zahlen zu bekommen.

Wir werden selbst­ver­ständ­lich zu allen Aspekten neue Ver­kehrs­zäh­lungen durch­führen lassen, so dass wir aktu­elle Zahlen aus 2015 bekommen.“

Fach­be­reichs­leiter Jens-Uwe Schmiedgen im Bau- und Pla­nungs­aus­schuss

Es han­delt sich um ein Miss­ver­ständnis“, erklärte gestern Fach­be­reichs­leiter Jens-Uwe Schmiedgen zu Beginn der Sit­zung des Bau-und Pla­nungs­aus­schusses. „Es ist nicht so, dass wir keine Zäh­lung durch­führen wollen.“ Die modell­tech­ni­schen Daten dienten ledig­lich der Eichung. Auf Nach­frage des Aus­schuss­vor­sit­zenden Wil­fried Brink­mann bestä­tigte Schmiedgen aus­drück­lich: „Wir werden selbst­ver­ständ­lich zu allen Aspekten neue Ver­kehrs­zäh­lungen durch­führen lassen, so dass wir aktu­elle Zahlen aus 2015 bekommen.“

Par­teien wollen schnelle Umset­zung

Für die SPD for­derte Michael Klim­ziak, dass das Ver­kehrs­kon­zept jetzt schnell­stens umge­setzt werden müsse. Zwar sollen jetzt die Par­teien in ihren Klau­suren noch einmal beraten. „Doch eigent­lich gibt es keinen Bera­tungs­be­darf mehr. Wir beschäf­tigen uns ja schon relativ lange mit dem Thema und sollten die Neu­auf­stel­lung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­planes jetzt schnell­stens umsetzen.“ Damit wolle die Politik auch zeigen, dass man die Ängste und Sorgen der Bürger wegen der Ver­kehrs­ent­wick­lung durch eine Bebauung der Emscher­ka­serne oder auf der Nord­straße sehr ernst nehme. Ähn­lich äußerten sich auch alle anderen Frak­tionen. „Wir sehen uns hier in der Pflicht und hoffen natür­lich durch die Unter­su­chungen auch zu neuen Ergeb­nissen zu kommen“, meinte Aus­schuss­vor­sit­zender Wil­fried Brink­mann (Bür­ger­block).

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