Pflege- und Wohnberatung informiert: Das bringt das neue Pflegestärkungsgesetz

Rita Angerstein, Andrea Schulte und Brigitte Sawall aus der Pflege- und Wohnberatung des Kreises (v.l.) stellen die Neuerungen vor. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)
Rita Anger­stein, Andrea Schulte und Bri­gitte Sawall aus der Pflege- und Wohn­be­ra­tung des Kreises (v.l.) stellen die Neue­rungen vor. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

(PK) Der Bera­tungs­be­darf ist groß: „Was bringt das neue Pfle­ge­ge­setz?“. Wie viele Pfle­ge­be­dürf­tige und Ange­hö­rige wissen wollen, was sich seit dem 1. Januar geän­dert hat, merken die Mit­ar­bei­te­rinnen der Pflege- und Wohn­be­ra­tung des Kreises Unna in diesen Tagen am häu­figen Klin­geln des Tele­fons. „Es gibt mehr Geld, und viele Lei­stungen können fle­xi­bler genutzt werden“, bringt es Pfle­ge­be­ra­terin Andrea Schulte auf den Punkt.

Gemeinsam mit ihren Kol­le­ginnen und Kol­legen aus der Pflege- und Wohn­be­ra­tung steht sie im Falle eines Pfle­ge­falles für Fragen zur Ver­fü­gung – und zwar nicht nur im Standort Kamen im Seve­r­ins­haus und bei den Ter­minen vor Ort im ganzen Kreis­ge­biet, son­dern auf Wunsch auch zu Hause. Zu klären gibt es zur­zeit neben den grund­sätz­li­chen Pflege-Fragen ein ganzes Bündel an Neue­rungen durch das neue Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz.

Alle Leistungsbeträge werden um vier Prozent angehoben

Eine der wich­tig­sten Neue­rungen: Alle Lei­stungs­be­träge der Pfle­ge­ver­si­che­rung werden um 4 Pro­zent ange­hoben. Dafür müssen die Ver­si­cherten keinen Antrag stellen, die Umstel­lung geschieht auto­ma­tisch. Dar­über hinaus wird der im Kreis Unna gel­tende Leit­satz „ambu­lant vor sta­tionär“ gestützt. Denn Men­schen sollen mög­lichst lange und mög­lichst selb­ständig in ihrer ver­trauten Umge­bung wohnen bleiben können.

An dieser Stelle hilft bei­spiels­weise mehr Geld für Betreu­ungs­lei­stungen. Wenn Pfle­ge­be­dürf­tige stun­den­weise zu Hause betreut werden, sie bei Arzt­be­su­chen begleitet werden oder jemand kommt, um mit ihnen spa­zieren zu gehen, steht dafür ein Basis­satz von 104 Euro monat­lich zur Ver­fü­gung. Vor­aus­set­zung: Es han­delt sich bei dem Dienst­lei­ster um einen zuge­las­senen Anbieter.

Manchmal brau­chen Ange­hö­rige eine Aus­zeit von der Pflege – sei es über meh­rere Wochen am Stück oder an einem Nach­mittag in der Woche. Die Bau­steine, die durch die Reform fle­xi­bler mit­ein­ander kom­bi­niert werden können, heißen Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pflege. Hier gibt es dem­nächst außerdem mehr Geld: 1.612 Euro statt bisher 1.550 Euro.

Auch für ambulante Tagespflege gibt es mehr Geld

Wer neben einer Tages­pfle­ge­ein­rich­tung auch Lei­stungen eines ambu­lanten Pfle­ge­dien­stes in Anspruch nimmt, hat ab sofort eben­falls mehr Geld zur Ver­fü­gung. Bis­lang wurden diese Lei­stungen auf­ein­ander ange­rechnet. Jetzt können die Lei­stungen für Tages­pflege in vollem Umfang neben dem Pfle­ge­geld oder den Lei­stungen für einen ambu­lanten Pfle­ge­dienst in Anspruch genommen werden.

Auch der Zuschuss für Umbau­maß­nahmen in der eigenen Woh­nung ist ange­stiegen, und zwar von 2.557 Euro auf bis zu 4.000 Euro.

  • Für Fragen stehen die Mit­ar­bei­te­rinnen der Pflege- und Wohn­be­ra­tung im Kreis Unna täg­lich von 9 bis 12.30 Uhr und don­ners­tag­nach­mit­tags von 14 bis 17 Uhr per­sön­lich im Seve­r­ins­haus, Nor­den­mauer 18 in Kamen oder unter T. 0 23 07 /​2 89 90 60 oder T. 0 800 /​27 200 200 (kosten­frei) zur Ver­fü­gung. Ein Kon­takt ist auch per E‑Mail an pwb.kamen@kreis-unna.de mög­lich. Infor­ma­tionen erhalten Rat­su­chende auch bei den Pfle­ge­stütz­punkten der AOK in Unna, Mär­ki­sche Straße 2 unter T. 0 23 03 /​201 – 135 und der Knapp­schaft in Lünen, Arndt­straße 4 unter T. 0 23 06 /​70 03 91.

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