Neubau Ostumgehung: Gemeinderat entscheidet über Klage

Die Ost­um­ge­hung (L 677n) wird par­allel zur Mas­sener Straße (Foto) ver­laufen. Ein direkte Anbin­dung der Mon­tan­hy­drau­lik­straße an die Ost­um­ge­hung ist aller­dings nicht mög­lich. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Nachdem der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für die Ost­um­ge­hung (L 677n) ergangen war, lagen die Plan­un­ter­lagen zwei Wochen öffent­lich zur Ein­sicht in der Holzwickeder Gemein­de­ver­wal­tung aus. Diese 14-tägige Ein­spruchs­frist endete gestern (12. Dezember). Nun­mehr kann noch bis zum 12. Januar 2018 gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss Klage ein­ge­legt werden. Ein sol­cher Schritt hätte dann auch auf­schie­bende Wir­kung.

Ob das pas­sieren wird muss jetzt abge­wartet werden. In der 14-tägigen Aus­le­gung in der Holzwickeder Ver­wal­tung war das Inter­esse der Bürger, die Unter­lagen ein­zu­sehen, groß, wie Ralf Bes­singer bestä­tigt. Der Mit­ar­beiter aus dem Fach­be­reich Tech­ni­sche Dienste hat zahl­rei­chen inter­es­sierten Bür­gern die Plan­un­ter­lagen vor Ort erläu­tert.

Auslegung der Planunterlagen beendet

Auch die Gemeinde Holzwickede hatte noch Ände­rungs­wün­sche an den vor­ge­legten Plan­un­ter­lagen, wie im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss am Diens­tag­abend von der Ver­wal­tung mit­ge­teilt wurde. Sei es, dass die Siche­rung des Hil­gen­baumes und Füh­rung des Rad- und Geh­weges hinter dem Baum und der Sitz­gruppe ent­lang sicher­ge­stellt werden soll, die etwa 40 Meter lange Lücke im Rad­we­ge­netz an der Chaussee bis zur Wil­helm­straße geschlossen oder der Zuweg zur Schür­kamp-Brücke und zur Schönen Flöte erhalten und zugäng­lich bleiben soll. Wäh­rend diese For­de­rungen vom Träger des Vor­ha­bens erfüllt werden, gibt es noch zwei wei­tere, die nicht erfüllt werden sollen:

So ist ein direkter Anschluss der Mon­tan­hy­drau­lik­straße an die L 677n nicht mög­lich, da die Sicht­ver­hält­nisse und Auf­stell­längen dies nicht zulassen, so der Lan­des­be­trieb Straßen. Je nach Vari­ante würde auch ein zusätz­li­cher Ein­griff in die Natur bevor­stehen oder bei einem Direkt­an­schluss eine Kreu­zung mit Licht­zei­chen­an­lage ein­ge­richtet werden müssen, was zu einer Ver­schlech­te­rung des Ver­kehrs­flusses führen würde.

Kein Anschluss Montanhydraulik- und Steinbruchstraße

Auch der von der Gemeinde gewünschte Anschluss der Stein­bruch­straße an die Goe­the­straße bzw. den dor­tigen Kreisel wird nicht rea­li­siert. Eine direkte Anbin­dung, so die Plan­fest­stel­lungs­be­hörde, sei nicht mög­lich: Eine ver­kehrs­si­chere und lei­stungs­fä­hige Vari­ante eines fünfar­migen Kreis­ver­kehrs sei nur mit einem deut­lich grö­ßeren Radius mög­lich, wofür deut­lich mehr Acker­fläche und Land­schaft in Anspruch genommen werden müsste. Zugun­sten von Natur und Umwelt sind die For­de­rungen nach einer Anbin­dung der Stein­bruch- und Mon­tan­hy­drau­lik­straße des­halb zurück­ge­stellt worden.

Die Gemeinde könnte nun, wie jeder Ein­wender, Klage gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zur Ost­um­ge­hung ein­legen. Dar­über, ob die Gemeinde die Ent­schei­dung der Plan­fest­stel­lungs­be­hörde akzep­tiert oder juri­stisch gegen den Beschluss vor­gehen will, ent­scheidet der Gemein­derat morgen (14. Dezember) in seiner letzten Sit­zung des Jahres.

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