Geldautomaten sind in Holzwickede rar geworden. Es gibt sie nur noch in der Sparkasse und Volksbank an der Hauptstraße. (Symbolfoto: Pixabay)

Nach Abbau von Geldautomaten: Rares für Bares nur noch in der Ortsmitte

Geldautomaten sind in Holzwickede rar geworden. Es gibt sie nur noch in der Sparkasse und Volksbank an der Hauptstraße. (Symbolfoto:  Pixabay)
Geld­au­to­maten sind in Holzwickede rar geworden. Es gibt sie nur noch in der Spar­kasse und Volks­bank an der Haupt­straße. (Sym­bol­foto: Pixabay)

Viele Mög­lich­keiten, sich Bar­geld an Geld­au­to­maten zu besorgen, hatten die Holzwickeder auch in der Ver­gan­gen­heit nicht. Für Kunden der Spar­kasse Unna gibt es schon länger nur Geld­au­to­maten in der Filiale an der Haupt­straße. Kurz nach der Schlie­ßung der Filiale an der Nord­straße ist auch der Geld­au­tomat dort ver­schwunden. Die Volks­bank bot ihren Kunden neben dem Geld­au­to­maten in der Filiale an der Haupt­straße immerhin noch zwei wei­tere: an der Nord­straße sowie am Kreisel in Hengsen. Zumin­dest bis vor zwei Wochen noch. Denn da wurden diese beiden Auto­maten eben­falls geschlossen.

Was vor allem ältere Kunden und Bürger aus den Orts­teilen ärgert. Etwa Heike H. (Name der Red. bekannt), die ihren Namen nicht so gerne öffent­lich genannt wissen will: „Meine Freunde und Bekannten ärgern sich genau wie ich dar­über, dass die beiden ein­zigen ver­blie­benen Geld­au­to­maten jetzt an der Haupt­straße in der Orts­mitte kon­zen­triert sind. Für viele Bürger bedeutet das einen erheb­li­chen Auf­wand, wenn sie nun Bar­geld bekommen wollen. Das ist kein uner­heb­li­cher Anfahrtsweg, wenn man jetzt Bar­geld abheben will.“

Längere Anfahrtswege

Warum die Geld­au­to­maten geschlossen wurden, kann die Holzwicke­derin trotz kurzer Mit­tei­lung der Volks­bank an dem geschlos­senen Auto­maten an der Nord­straße nicht so ganz nach­voll­ziehen.

Des­halb haben wir noch einmal nach­ge­fragt bei der Spar­kasse und Volks­bank Unna, was der Hin­ter­grund für die wei­tere Ein­schrän­kung des Kun­den­ser­vices ist. Beide Geld­in­sti­tute ver­weisen auf eine offi­zi­elle War­nung des Lan­des­kri­mi­nal­amtes vor einigen Wochen, nachdem kri­mi­nelle Banden ver­stärkt aktiv sind und planen, Geld­au­to­maten zu sprengen und aus­zu­rauben.

Für die Spar­kasse Unna, die in Holzwickede ohnehin nur noch einen Geld­au­to­maten betreibt, bestä­tigt Andreas Schlüter: „Wir haben auf­grund dieses Warn­hin­weises des LKA in Unna und Frön­den­berg schon seit zwei Monaten alle Out­door-Auto­maten außer Betrieb genommen.“ Wobei Out­door-Auto­maten meint: Alle Geld­au­to­maten nicht in Gebäuden, son­dern an Gebäuden nur von außen zugäng­lich sind.

Warnung durch Landeskriminalamt

Dass es nach Schlie­ßung des zweiten Auto­maten in der Nord­straße vor vier Jahren nur noch Geld­au­to­maten in Filiale an der Haupt­straße gibt, hält der Spar­kassen-Spre­cher in einer relativ kleinen Gemeinde wie Holzwickede für zumutbar. Zumal auch Geld­au­to­maten nach wirt­schaft­li­chen Aspekten betrieben werden und der bar­geld­lose Zah­lungs­ver­kehr immer beliebter wird, ins­be­son­dere gerade in der Zeiten von Corona. Auf Wunsch bietet die Spar­kasse Unna aber auch einen Bar­geld-Bringser­vice an. Für drei Euro Gebühr können sich Kunden auf Wunsch Bar­geld ins Haus lie­fern lassen.

Auch die Volks­bank hat den Warn­hin­weis des LKA bekommen und reagiert. Dabei spielte auch die Sorge um die Eigen­tümer und Mieter der Gebäude, in denen sich die Auto­maten befinden, eine Rolle, wie Roland Schütt­fort bestä­tigt. „Die Geld­au­to­maten in Hengsen und an der Nord­straße sind vor zwei Wochen außer Betrieb genommen worden. Ob das auf Dauer so bleiben wird, wissen wir noch nicht“, meint Schütt­fort. Dass diese Ent­schei­dung nicht unbe­dingt kun­den­freund­lich ist, weiß auch Roland Schütt­fort. Mög­lich­keiten, sich Bar­geld in Holzwickede zu besorgen, gebe es jedoch auch andere noch. „Man kann ja inzwi­schen sogar im Rewe Bar­geld bekommen, wenn man dort ein­kauft.“


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentar

  • Das bedenk­liche in diesem Artikel ist der Satz
    „Heike H., die ihren Namen nicht so gerne öffent­lich genannt wissen will“
    Anschei­nend darf es in diesem Land keine Mei­nungs­äu­ße­rung geben, ohne dass der sich äußernde irgend­welche Sank­tionen fürchten muss. Traurig!

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