Die Stadt Schwerte hat eine neuen Ausfahrt Lichtendorf an der A1 noch nicht aufgegeben: Autiobahn 1

Mit neuer A1-Abfahrt in Lichtendorf droht Holzwickede der Verkehrskollaps

Die Stadt Schwerte hat einen neuen Vor­stoß unter­nommen, um eine zusätz­liche Aus­fahrt Lich­ten­dorf-Süd zu rea­li­sieren. (Foto: Blick­winkel-Schwerte)

Die Stadt Schwerte hat eine alte Idee, eine zusätz­liche neue Auto­bahn­ab­fahrt in Lich­ten­dorf, wie­der­be­lebt. Gegen das Vor­haben regt sich im Dort­munder Süden par­tei­über­grei­fend bereits hef­tiger Wider­stand. Dort fürchtet man erheb­liche zusätz­liche Ver­kehrs­massen, würde die neue A1-Abfahrt rea­li­siert. Das Pro­jekt ist aber auch Wasser auf die Mühlen der Gegner der geplanten Ost­um­ge­hung (L 677n) in Holzwickede. Denn Holzwickede wäre noch viel stärker durch das Vor­haben betroffen.

Hin­ter­grund: Vor fünf Jahren unter­nahm die Nach­bar­stadt Schwerte schon einmal den Ver­such, den Bau einer zusätz­li­chen Auto­bahn­ab­fahrt in Lich­ten­dorf durch­zu­setzen. Denn die Ver­ant­wort­li­chen in Schwerte erhoffen sich eine erheb­liche inner­städ­ti­sche Ver­kehrs­ent­la­stung durch die neue Abfahrt und befürchten ohne die Ent­la­stung durch den neuen Abschluss einen Ver­kehrs­kol­laps. Der Haken: Das Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ste­rium erteilte dem Ansinnen der Schwerter damals eine klare Absage.

Einstimmiger Ratsbeschluss in Schwerte

Doch die Schwerter haben einen neuen Vor­stoß unter­nommen. Hoff­nung schöpfen sie aus einer aktu­ellen Bau­maß­nahme: den mas­siven Ausbau der Rast­stätte Lich­ten­dorf-Süd in den kom­menden Jahren. Im Zuge der Umbau­ar­beiten an der Rast­stätte, die vor allem mehr Lkw-Stell­plätze bringen soll, könnte die zusätz­liche Anfahrt doch gleich mit gebaut werden, hoffen die Schwerter. Der Schwerter Rat beauf­tragte ein­stimmig noch vor der Som­mer­pause die eigene Ver­wal­tung „im Zuge der Erwei­te­rung der Rast­stätte Lich­ten­dorf-Süd, in Abstim­mung mit den zustän­digen Behörden (…) den Anschluss an die Bun­des­au­to­bahn A1 über die Rast­stätte Lich­ten­dorf-Süd sowie eine Erschlie­ßung der Raststätte/​Anschlussstelle über eine Ver­bin­dungs­straße süd­lich, par­allel der Auto­bahn an die Sölder Straße zu prüfen.“

IHK unterstützt Vorhaben

Rücken­deckung erhält die Stadt Schwerte bei ihrem neuen Vor­stoß durch die IHK zu Dort­mund, die das Pro­jekt befür­wortet.

Vor allem im Dort­munder Süden wird der neue Vor­stoß der Schwerter mit Argus­augen beob­achtet, wo sich bereits Pro­test regt: Die neue Abfahrt in Lich­ten­dorf soll durch eine Straße, die par­allel zur A1 ver­läuft, auf die Sölder Straße führen. Damit wäre dann auch Tür und Tor geöffnet für mehr Ver­kehr in Rich­tung Sölde und Apler­beck, kri­ti­siert etwa Volker Mais von der CDU Sölde im Gespräch mit der Dort­munder WR/​RN. Denn für die von der A1 in Lich­ten­dorf abfah­renden Ver­kehrs­teil­nehmer könnte der Weg eine will­kom­mene Abkür­zung sein in Rich­tung B1. Der Süden Dort­munds werde im Ver­kehr ersticken, befürchtet Volker Mais.

Proteste im Dortmunder Süden

Noch viel stärker könnte dagegen die Gemeinde Holzwickede bela­stet werden, würde das Vor­haben tat­säch­lich rea­li­siert: Denn wenn die unmit­telbar vor Bau­be­ginn ste­hende Ost­um­ge­hung (L 677n) erst Rea­lität ist, wäre sie sicher die deut­lich schnel­lere und beque­mere Ver­bin­dung zur B1 und B236 als die Sölder Straße. Hinzu kommt, dass die neue Ost­um­ge­hung auch bei jedem Stau auf der A1 in Fahrt­rich­tung Bremen zur idealen Aus­weich­strecke zum Unnaer Kreuz für die Ver­kehrs­teil­nehmer würde.

Ange­sichts sol­cher Per­spek­tiven können die Holzwickeder eigent­lich nur hoffen, dass die neue Bun­des­re­gie­rung ihre Mei­nung in Sachen A1-Anschluss in Lich­ten­dorf-Süd nicht ändert. Sonst könnte der wahre Ver­kehrs­kol­laps in der Gemeinde Holzwickede drohen.

Ostumgehung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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