Landwirte wählen ihre Berufsvertretung: Wilhelm Eickel führt Ortsverband

Der neue Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, v.l.: von links nach rechts: Heinrich Fiene, Jörg Krumme, Wilhelm Eickel, Axel Buse, Maik Middelschulte; Manfred Bolle; Lars Berger . (Foto: privat)

Der neue Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, v.l.: Heinrich Fiene, Jörg Krumme, Wilhelm Eickel, Axel Buse, Maik Middelschulte; Manfred Bolle; Lars Berger. (Foto: privat)

Alle drei Jahre, so auch in diesem Winter, wählen die Landwirte und Landwirtinnen ihre ehrenamtlichen Vertreter im Bauernverband, nun auch in den Landwirtschaftlichen Ortsverbänden Dortmund-Süd, Schwerte und Holzwickede. Der Vorsitzenden Wilhelm Eickel, Theodor Schulze-Dellwig und Bernd Schulte hatten am Mittwoch (17.1.) zur Winterversammlung  in die Gaststätte Haus Rosenberg eingeladen.

Die Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis:

  1. Vorsitzender: Wilhelm Eickel
  2. Vorsitzender: Maik Middelschulte
    Schriftführer: Lars Berger
    Kassierer: Heinrich Fiene
    Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit: Lars Berger
    Beauftragter Milcherzeugung: Jörg Krumme
    Beauftragter Veredelung: Maik Middelschulte
    Beauftragter Pflanzenbau: Wilhelm Eickel
    Beauftragter Pferdehaltung: Axel Buse, Manfred Bolle, Annette Korte
    Vertrauensleute: Axel Buse, Karl-Heinz Gehof, Manfred Bolle

Nach den Wahlen informierten Herbert Timmermann von der Landwirtschaftskammer sowie Hans-Heinrich Wortmann und Heinz-Wilhelm Büscher vom Landwirtschaftsverband über aktuelle Themen.

Stalleinbrüche von Tierschützern ein Problem

Besonders bewegen die heimischen Landwirte derzeit die Stalleinbrüche einiger Tierrechtsorganisationen. „Einbrüche sind Straftaten und keine Heldentaten“, sagte Hans-Heinrich Wortmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Wer sich ohne Erlaubnis Zutritt zu Ställen verschafft, handelt kriminell und gefährdet bewusst die Tiere.“

Weiter informierte Wortmann über die Nachhaltigkeitsoffensive des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. „Wir stellen uns als Bauern unserer besonderen Verantwortung für Boden, Wasser, Luft, Pflanzen und Tiere und arbeiten an konkreten Projekten, durch deren Umsetzung das Wirtschaften auf den Höfen in den kommenden Jahren noch nachhaltiger werden soll“, sagte er.

Auch die Gefahr durch die von Osten heranrückende Afrikanische Schweinepest (ASP) war ein Thema. „Das ASP-Virus, das für den Menschen ungefährlich ist, hat für Wild- und Hausschweine verheerende Folgen“, sagte der Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Heinz-Wilhelm Büscher. Da die Gefährdung in besonderer Weise von der hohen Wildschweinpopulation ausgehe, appellierte er an die Verantwortung von Landwirten und Jägern gleichermaßen.

Gülledüngung ins Frühjahr verlagert

Herbert Timmermann von der Landwirtschaftskammer informierte über die neue Düngeverordnung. Diese bringe ein verändertes Nährstoffmanagement mit neuen Sperrfristen mit sich. „Die organische Düngung wird vom Herbst stärker in das Frühjahr verlagert“, so Timmermann. Neben dem arbeitstechnischen Druck im Frühjahr führe das möglicherweise auch dazu, dass die Gülledüngung von der Bevölkerung noch stärker wahrgenommen werde, weil sie dann zeitlich komprimierter erfolge.

Dokumentation sei ein weiteres Schlagwort der neuen Düngeverordnung: „Als Landwirte müssen Sie jetzt noch mehr als bisher schriftlich niederlegen“, sagte Timmermann. Das sei beispielsweise im Bereich der Düngebedarfsermittlung der Fall. Nicht zuletzt bringe diese Verordnung deutliche Kosten für die Höfe mit sich – ob diese mit der Schaffung von zusätzlichem Lagerraum oder der zukünftig notwendigen teureren Ausbringungstechnik verbunden seien.

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