Kreistag entscheidet über Zukunft der Förderschulen

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Der Kreistag wird in seiner Sit­zung am 22. Sep­tember end­gültig über die Zukunft der För­der­schulen ent­scheiden. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)

(PK) Den Umbau der För­der­schul­land­schaft aktiv gestalten und ihn nicht ein­fach durch sin­kende Schü­ler­zahlen und die damit ver­bun­denen Schul­schlie­ßungen geschehen lassen – der Aus­schuss für Bil­dung und Kultur des Kreises hat dafür am 18. August die ersten Wei­chen gestellt.

Der Aus­schuss stimmte für das auf den Emp­feh­lungen des Gut­ach­ters Dr. Hein­fried Habeck beru­hende Kon­zept. Danach sollen Eltern von Kin­dern mit För­der­be­darf ihr Wahl­recht behalten und auch in Zukunft mit relativ kurzen Wegen zu den För­der­schulen eine echte Alter­na­tive zur Regel­schule behalten.

Zum Hin­ter­grund: Der demo­gra­phi­sche Wandel und die Umset­zung der Inklu­sion führen dazu, dass die Schü­ler­zahlen an den För­der­schulen deut­lich stärker sinken als an anderen Schulen. Ohne eine Len­kung dieses Pro­zesses würden früher oder später alle För­der­schulen unter die vor­ge­ge­bene Min­dest-Schü­ler­zahl fallen und müssten auf­ge­löst werden.

Mindestens acht Förderschulen sollen aufgegeben werden

Gemeinsam wollen Kreis, Städte und Gemeinden gegen­steuern und planen die Grün­dung von zwei För­der­schul-Zen­tren für die Sekun­dar­stufe I in Trä­ger­schaft des Kreises: eines in Unna und eines im Norden des Kreises mit zwei Teil­stand­orten in Lünen und Selm. Im Gegenzug sollen fol­gende För­der­schulen zum 31. Juli 2016 auf­ge­löst werden:

  • Bar­ba­ra­schule in Werne
  • Albert-Schweitzer-Schule in Berg­kamen
  • Fried­rich-Ebert-Schule in Lünen
  • Pesta­loz­zi­schule in Selm
  • Käthe-Koll­witz-Schule in Kamen
  • Harkort­schule in Unna
  • Soden­kamp­schule in Frön­den­berg
  • Schule an der Ruhr in Schwerte

Für die jün­geren Schüler im Prim­ar­be­reich mit den Schwer­punkten Sprache und emo­tio­nale und soziale Ent­wick­lung sind För­der­zen­tren in Frön­den­berg und in Berg­kamen-Rünthe vor­ge­sehen.

Wir wollen das päd­ago­gi­sche Know-how im Kreis an die neuen Stand­orte trans­fe­rieren und damit wei­terhin ver­läss­liche För­der­schul­an­ge­bote mit guter Qua­lität machen.“

Kreis-Schul­de­zer­nent Dr. Detlef Timpe

Wir wollen das päd­ago­gi­sche Know-how im Kreis an die neuen Stand­orte trans­fe­rieren und damit wei­terhin ver­läss­liche För­der­schul­an­ge­bote mit guter Qua­lität machen“, sagte Schul­de­zer­nent Dr. Detlef Timpe im Bil­dungs­aus­schuss und betonte, dass die Ent­wick­lung des Kon­zeptes ein Bei­spiel für gelun­gene inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit sei. Die Schul­träger im Kreis­ge­biet Unna – also die Städte, Gemeinden und der Kreis selbst – hatten an einem Strang gezogen und sich in diesem Pro­zess auch eng mit der Schul­auf­sicht abge­stimmt.

Auf Kreis­ebene wird der Kreistag am 22. Sep­tember eine end­gül­tige Ent­schei­dung treffen. Inner­halb der kom­menden vier Monate steht die Beschluss­fas­sung über das Kon­zept auch in den Räten der zehn Städte und Gemeinden im Kreis auf der Tages­ord­nung.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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