Dr. Udo Pappert (Mitte), hier mit Dr. Frank Robben (r.) und seiner Arzthelferin Irina im Impfzentrum Holzwickede, erklärt: "Wer mit AstraZenenca geimpft wurde, muss sich zunächst einmal keine Sorgen machen." (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Kreis erhält 2.800 zusätzliche Impfdosen: Davon 120 für Menschen mit Vorerkrankung in Holzwickede

Dr. Udo Pappert (Mitte), hier mit Dr. Frank Robben (r.) und seiner Arzthelferin Irina im Impfzentrum Holzwickede, erklärt: "Wer mit AstraZenenca geimpft wurde, muss sich zunächst einmal keine Sorgen machen." (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Am Karsamstag können weitere 120 Patienten mit Vorerkankung in Holzwickede mit zusätzlich zugeteilten Impfdosen (BioNtech) geimpft werden. Wer geimpft wird, entscheiden die Holzwickeder Ärzte nach ärztlichen Kriterien: Dr. Udo Pappert und Dr. Frank Robben (r.) bei der ersten Impfaktion in der Hilgenbaumhalle. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Das Land stellt auch dem Impfzentrum für den Kreis Unna kurzfristig mehr Impfdosen der Firma BionNTech zur Verfügung. Von den landesweit 130.000 zusätzlichen Impfdosen, die in dieser Woche an die Impfzentren verteilt werden sollen, erhält der Kreis Unna 2.800 Stück. Davon erhält die Gemeinde Holzwickede nach Angaben des stellvertretenden Fachbereichsleiters Torsten Doennges 120 Impfdosen zugeteilt.

„Wir wollen, dass dieser Impfstoff denjenigen zugute kommt, die ihn besonders dringend brauchen und schon lange darauf warten“, sagt Gesundheitsdezernent Uwe Hasche. Deshalb habe man sich mit allen zehn Städten und Gemeinden im Kreis Unna verständigt, die Menschen mit schweren Vorerkrankungen möglichst wohnortnah in den Städten und Gemeinden zu impfen. Geplant ist ein dezentraler Impf-Aktionstag am Karsamstag, 3. April, in jeder Stadt oder Gemeinde. 

Impfangebot für Menschen aus der Prioritätengruppe 2

Mit dem Impfstoff am kommenden Samstag werden Vorerkrankte bzw. chronisch Kranke der Prioritätengruppe 2 gemäß Paragraf 3 der Coronavirus-Impfverordnung geimpft. Hierzu gehören beispielsweise Personen nach einer Organtransplantation, Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen oder Personen mit chronischen Lungenerkrankungen.

„Mit den 2.800 Impfdosen können wir viele versorgen, die schwere Vorerkrankungen haben und teilweise schon Impf-Anträge gestellt haben und ärztliche Atteste eingereicht haben“, erklärt Gesundheitsdezernent Hasche. Alle aus der Prioritätengruppe 2 gemäß Paragraf 3 werde man leider auch mit dem Impf-Aktionstag nicht erreichen können. Daher bittet er um Verständnis und weitere Geduld in dieser schwierigen Situation.

Um den Impfstoff möglichst gerecht verteilen zu können, ist zwischen dem Kreis, den Städten und Gemeinden und der Ärzteschaft folgendes Vorgehen vereinbart: Die Städte haben vom Kreis Unna eine Liste mit Impfberechtigten erhalten, die in den vergangenen Wochen einen Impfantrag beim Kreis gestellt haben. In Kenntnis dieser Liste wurden die ortsansässigen Ärzte gebeten, Patienten zu benennen, die die Voraussetzungen erfüllen.

Gemeinde vergibt keine Termine, sondern die Ärzte

Die ausgewählten Personen werden in den nächsten Tagen von ihrer Stadt oder Gemeinde über einen Impftermin informiert. Aufgrund der hohen Anzahl an Anfragen werden voraussichtlich nicht alle Personen, die sich zuvor an den Kreis Unna gewandt haben, hierbei berücksichtigt werden können.

 Wer zu dieser Prioritätengruppe gehört und keine Einladung zum Impf-Aktionstag bekommt, kann nach Ostern einen Impftermin bekommen: Ab Dienstag, 6. April, dürfen sie in den Hausarztpraxen geimpft werden.

Mit den 120 Impfdosen werden am Karsamstag (3. April) im lokalen Impfzentrum in der Hilgenbaumhalle die Impflinge aus Holzwickede geimpft. „60 dieser Personen, die am Samstag geimpft werden, hat der Kreis Unna aus seinen Wartelisten ausgewählt“, bestätigt Torsten Doennges. „Die übrigen Personen werden von den Hausärzten in Holzwickede ausschließlich nach ärztlichen Kriterien ausgewählt“, so der Doennges weiter. „Dieser Hinweis ist wichtig, denn natürlich reichen die 60 Impfdosen bei fünf Ärzten in der Gemeinde längst nicht aus, um alle Patienten zu versorgen. Aber nicht die Gemeinde vergibt die Termine, sondern die Ärzte entscheiden darüber, wer am Karsamstag geimpft wird.“

Dieser Umstand sei auch vom Kreis Unna „leider nicht so deutlich kommuniziert“ worden, bedauert der stellvertretende Fachbereichsleiter: „Deshalb rufen die Leute jetzt bei uns an und sind dann begreiflicherweise verärgert und enttäuscht, wenn wir ihnen nicht helfen können und an die Hausärzte verweisen müssen.“

Zweitimpfungen mit Astrazeneca weiter offen  

Offen ist nach dem erneuten Impfstopp mit Astrazeneca, wie es für die zumeist jünger als 60 Jahre alten pädagogischen Fachkräfte weitergehen soll, die mit diesem Vakzin am vergangenen Freitag zum ersten Mal geimpft wurden. „Da haben wir auch noch keine Informationen“, so Torsten Doennges. Ob Astrazeneca wieder zugelassen wird oder die zweite Impfung auch mit einem anderen Vakazin erfolgen kann, wird derzeit noch untersucht. Allerdings habe die Betroffenen auch noch etwas Zeit. Die zweite Impfung ist erst nach zwölf Wochen vorgesehen.

Hilgenbaumhalle, Impfaktion

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