Kommunalpolitiker der SPD in Potsdam: Entlastung von Sozialausgaben gefordert

Maik Luhmann(li) und Wulf Erdmann(re) mit dem frisch gewählten OB Frank Baranowski in Potsdam

Die Dele­gier­ten des Krei­ses Maik Luh­mann und Wulf Erd­mann mit dem frisch gewähl­ten OB Frank Bara­now­ski (v.l.) in Pots­dam. (Foto: pri­vat)

Für zwei Tage tra­fen sich rund 300 sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, Bür­ger­mei­ster, Land­rä­te und Bei­ge­ord­ne­te aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet unter dem Mot­to „Zusam­men­halt in den Kom­mu­nen stär­ken – Inte­gra­ti­on jetzt!“ in Pots­dam. Als Dele­gier­te ent­sand­te der Kreis Maik Luh­mann aus Unna und den Geschäfts­füh­rer des Kreis­ver­ban­des, Wulf Erd­mann.

Wich­ti­ger Beschluss aus Sicht des Krei­ses und des Ruhr­ge­bie­tes: Der Bund soll ab 2018 zu 100 Pro­zent die Kosten der Unter­kunft und Heizung(KdU) über­neh­men — bis­her beträgt die­ser Anteil knapp ein Vier­tel. Im Kreis­haus­halt, und damit getra­gen von den Städ­ten und Gemein­den, stel­len die KdU mit knapp 100 Mil­lio­nen Euro neben der Umla­ge für den Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe die zen­tra­le HH-Posi­ti­on dar. Trotz guter Kon­junk­tur in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch im Kreis Unna sum­mie­ren sich aktu­ell die Sozi­al­la­sten auf über 60% des Kreis­haus­hal­tes.

Klares Bekenntnis zur Integration von Flüchtlingen

Es kommt auf die Kom­mu­nen an! Auf die­se ein­fa­che For­mel lässt sich die Poli­tik die­ser Tage brin­gen. Letzt­lich wer­den vie­le Her­aus­for­de­run­gen in den Städ­ten und Gemein­den gelöst. Aber: Die kom­mu­na­le Fami­lie muss auch in die Lage ver­setzt wer­den, die­se Lösun­gen anzu­bie­ten. Dabei geht es um die vor uns lie­gen­de Auf­ga­be der Inte­gra­ti­on eben­so wie um die im Koali­ti­ons­ver­trag fest­ge­schrie­be­ne Ent­la­stung bei der Ein­glie­de­rungs­hil­fe in Höhe von fünf Mil­li­ar­den Euro. Hier wer­den wir der Bun­des­re­gie­rung wei­ter im Nacken sit­zen“, erklär­te der neue Bun­des­vor­sit­zen­de der SGK, der Gel­sen­kir­che­ner Ober­bür­ger­mei­ster Frank Bara­now­ski.

Ein kla­res Bekennt­nis gaben die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­tik auch zur Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen und Asyl­su­chen­den als gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be ab. Ins­be­son­de­re wird der Bund auf­ge­for­dert, die Mit­tel für Inte­gra­ti­ons- und Sprach­kur­se auf­zu­stocken, die Kom­mu­nen beim Kita-Aus­bau zu unter­stüt­zen, zusätz­li­che Kosten bei der Finan­zie­rung der Unter­brin­gung und Heizung(Jobcenter) zu über­neh­men und die Mit­tel für den sozia­len Woh­nungs­bau deut­lich anzu­he­ben. Der Bund soll eine gesetz­li­che Grund­la­ge für eine Wohn­sitz­auf­la­ge schaf­fen.
„Inte­gra­ti­on gelingt vor Ort, in den Städ­ten und Gemein­den, sie müs­sen dazu in die Lage ver­setzt wer­den“, unter­strei­chen die Sozi­al­de­mo­kra­ten. Das Enga­ge­ment vie­ler Ehren­amt­li­cher wur­de von allen Red­nern her­aus­ge­ho­ben, aber auch betont, dass es der Aner­ken­nung und Unter­stüt­zung bedarf.

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