Die erfolgreiche Gruppe: Emilio, Timon, Jens, Julian, Fynn (vorne v.l.), Mirja und Sven (mittlere Reihe), Alexandra, Sofia, Amelie, Julia, Alina und Jörg Erxleben (hintere Reihe) und dahinter Isabel Löpsinger. (Foto: privat)

Klasse 7 des Clara-Schumann-Gymnasiums siegt bei Bundessprachenwettbewerb 2020

Die erfolgreiche Gruppe: Emilio, Timon, Jens, Julian, Fynn (vorne v.l.), Mirja und Sven (mittlere Reihe), Alexandra, Sofia, Amelie, Julia, Alina und Jörg Erxleben (hintere Reihe) und dahinter Isabel Löpsinger.  (Foto: privat)
Die erfolgreiche Gruppe: Emilio, Timon, Jens, Julian, Fynn (vorne v.l.), Mirja und Sven (mittlere Reihe), Alexandra, Sofia, Amelie, Julia, Alina und Jörg Erxleben (hintere Reihe) und dahinter Isabel Löpsinger. (Foto: privat)

Groß war die Aufregung am Freitagabend (19.6.), denn da fand die Bekanntgabe der Juryentscheidung des diesjährigen Bundessprachenwettbewerbs statt und ein Beitrag des Clara-Schumann-Gymnasiums war dort ebenfalls vertreten. Um 18.30 Uhr kam dann die Mitteilung, dass die Lateingruppe der Klasse 7 in Zusammenarbeit mit der Video-AG des CSG mit ihrem Beitrag „De ponte aeterno” den Preis des Altphilologen-Verbandes gewonnen hat. Nachdem im Mai dieser Film bereits auf der Landesebene den ersten Preis gewonnen hatte und damit die Zulassung zum Sprachenfest, folgte nun noch auf der Bundesebene und damit im Finale 2020 diese Auszeichnung.

„Bereits 2009 und 2019 waren ähnliche Gruppen vom CSG auf der Landesebene siegreich gewesen, aber so weit sind wir noch nie gekommen. Wir freuen uns alle riesig“, so Lehrer Jörg Erxleben.

„De ponte aeterno” in Xanten gedreht

In dieser Szene deutlich zu erkennen: der im Blue-Box-Verfahren erstellte Hintergrund. (Foto: privat)
In dieser Szene deutlich zu erkennen: der im Blue-Box-Verfahren erstellte Hintergrund. (Foto: privat)

Eigentlich hätte das große Finale in Anwesenheit aller Wettbewerbsteilnehmer in Berlin stattfinden sollen, was allein schon eine Belohnung für die Teilnehmenden gewesen wäre, doch wegen Corona musste die Veranstaltung vor Ort leider abgesagt und das Sprachenfest lediglich digital durchgeführt werden. Dies war schade für die diesjährigen Preisträger, aber nun einmal nicht zu ändern. Auch so funktionierte es reibungslos und war für uns alle ebenso aufregend.

Der Film wurde im Herbst vorbereitet und von Dezember bis Februar aufgenommen. Um die Zeit des alten Roms darstellen zu können, fanden einige Aufnahmen in Museumsräumlichkeiten des archäologischen Parks Xanten statt, zu denen uns mit einer Ausnahmegenehmigung freundlicherweise Zugang gewährt wurde, und wurden noch mittels Blue-Box-Verfahren zusammengefügt. Die Fotos für die Montagen brachte bereits eine Schulgruppe vom Romaustausch im Sommer mit. Andere Aufnahmeorte boten sich an, weil sie sich einfach in den letzten 2000 Jahren nicht verändert haben. Am spannendsten war es für uns einen Tag lang exklusiv die Dechenhöhle nutzen zu können, die sich mit zahlreichen kleinen Lichtern in das Versteck eines alten Druiden verwandelte.

Für die Dreharbeiten im archäologischen Park Xanten erhielt die Gruppe eine Ausnahmegenehmigung. (Foto: privat)
Für die Dreharbeiten im archäologischen Park Xanten erhielt die Gruppe eine Ausnahmegenehmigung. (Foto: privat)

Filmgeschichte

Die Filmgeschichte handelt davon, dass sich vier römische Jungen, die mit ihren Familien Villen im besetzten Germanien bewohnen, Sorgen um die Zukunft machen. Wir schreiben das Jahr 475, wo das römische Reich allmählich zusammenbricht und man sich aus den germanischen Provinzen zurückzuziehen beginnt. Die Brücke, welche die Väter bewachen, ist ein wichtiger Verbindungsweg nach Westen.

Die Jungen suchen einen alten Druiden auf und fordern ihn mit imperialer Überheblichkeit auf, seinen Zauber zu Gunsten des römischen Reiches einzusetzen. Der Druide, in Wahrheit nur ein alter, verfolgter Christ, lacht sie aus. Weil er aber ihren Mut bewundert, bietet er ihnen ein anderes Geschenk an, das ewige Leben. Er prophezeit Nicodemus, dem Anführer, dass er ewig leben werde, wenn er sich für Schwache einsetzt. Nicodemus versteht nicht die spirituelle Bedeutung des Gesagten, sondern nimmt sie wörtlich. Die Gelegenheit zum Helfen bietet sich am nächsten Morgen am Jupitertempel, wo Nicodemus einen Bettler verteidigt. Von seinem Handeln beeindruckt spricht die hübsche Amanda ihn an. Die beiden werden später ein Paar und die Tradition ihrer Familie reicht bis in die Gegenwart. Dies ist die ewige Brücke, das ewige Leben, wie es der Druide vorausgesagt hat, während die steinerne Römerbrücke längst zerfallen ist.

Die Szenen mit dem alten Druiden wurden in der Dechen-Höhle gedreht. (Foto: privat)
Die Szenen mit dem alten Druiden wurden in der Dechen-Höhle gedreht. (Foto: privat)

Die Mitwirkenden

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 mussten nicht nur überzeugend spielen, sondern dabei ihre Texte in lateinischer Sprache auswendig lernen und richtig betonen. Improvisation ist in einer solchen Sprache nicht möglich, sondern das Gelingen einer Szene hängt neben dem darstellerischen Können auch von der fleißigen Vorbereitung ab.

Lehrerin Isabel Löpsinger hatte das Projekt mit ihrer zehnköpfigen Lateingruppe, welche die Rollen spielte, vorbereitet, einstudiert und organisiert und die Verbindung zum Wettbewerb hergestellt, Jörg Erxleben sorgte mit routinierten Mitwirkenden aus der Video-AG für die filmische Umsetzung und die Filmmusik. Fleißige Schülereltern nähten die Kostüme, die Schulleitung gab ihre Zustimmung zu den erforderlichen Exkursionen, auch an zwei Schultagen, und der Förderverein unterstützte es finanziell. „Alles passte zusammen, so dass wir dieses spannende, aber auch arbeits- und zeitintensive Projekt durchführen konnten“, berichtet Jörg Erxleben. „Es war eine Zusammenarbeit im besten Sinnen, wo alles Hand in Hand ablief und die wir alle sehr genossen haben.

Obwohl das Fach Latein am CSG nur von wenigen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet wird, handelt es sich doch um eine sehr lebendige Fachschaft mit vielen Ideen, wie das Interesse für alte Sprachen entfacht werden kann. Dies spiegelt sich auch in der aktuellen Fremdsprachenwahl durch einen hohen Anteil des Faches Latein wider.

Wer die Kurzfassung des Filmbeitrages „De ponte aeterno” ansehen möchte, findet ihn auf der Homepage des Bundeswettbewerbes unter diesem Link.

Die Schüler mussten nicht nur darstellerisch überzeugen, sondern auch alle Texte in lateinischer Sprache auswendig lernen und exakt betonen.  (Foto: privat)
Die Schüler mussten nicht nur darstellerisch überzeugen, sondern auch alle Texte in lateinischer Sprache auswendig lernen und exakt betonen. Improvisationen sind in dieser Sprache nicht möglich. (Foto: privat)

CSG

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