Zum sechsten Mal in Folge konnte der Flughafen Dortmund voriges Jahr sein Betriebsergebnis verbessern. Doch in diesem Jahr erwarten die Betreiber hohe Verluste durch die Corona-Krise. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Statt ausgeglichenem Ergebnis: Flughafen erwartet hohe Verluste durch „Lockdown“

Zum sechsten Mal in Folge konnte der Flughafen Dortmund voriges Jahr sein Betriebsergebnis verbessern. Doch in diesem Jahr erwarten die Betreiber hohe Verluste durch die Corona-Krise.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Zum sech­sten Mal in Folge konnte der Flug­hafen Dort­mund voriges Jahr sein Betriebs­er­gebnis ver­bes­sern. Doch in diesem Jahr erwarten die Betreiber hohe Ver­luste durch die Corona-Krise. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Der Flug­hafen Dort­mund hat für das Jahr 2019 erneut ein deut­lich ver­bes­sertes Jah­res­er­gebnis gegen­über dem Vor­jahr vor­ge­legt. Eigent­lich hatten die Betrieber gehofft, in diesem Jahr erst­mals ein aus­ge­gli­chenes Betriebs­er­gebnis vor­legen zu können. Doch nach dem Lock­down in der Corona-Krise erwarten die Flug­ha­fen­be­treiber statt­dessen hohe Erlös­aus­fälle.

Nachdem bereits in der März-Sit­zung des Auf­sichts­rates der Flug­hafen Dort­mund GmbH das vor­läu­fige Jah­res­er­gebnis 2019 vor­ge­stellt wurde, bestä­tigte die Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft Pri­ce­wa­ter­house­Coo­pers GmbH jetzt den Jah­res­ab­schluss von minus 10,36 Mil­lionen Euro mit einer Ver­bes­se­rung gegen­über dem Jahr 2018 um fast 3,8 Mil­lionen Euro. Das EU-Betriebs­er­gebnis (Jah­res­er­gebnis ohne Abschrei­bungen, Zinsen und hoheit­liche Kosten) konnte erneut auf nun­mehr minus 382.000 Euro ver­bes­sert werden. 

Dieses Jahr 20 Mio. Euro Erlösausfälle erwartet

Wir haben damit bereits zum sech­sten Mal in Folge unser Betriebs­er­gebnis ver­bes­sert. Grund dafür waren unter anderem stei­gende Erlöse, die vor allem aus einem deut­li­chen Pas­sa­gier­zu­wachs resul­tierten. Zur ganzen Wahr­heit gehört aber auch, dass wir in diesem Jahr auf­grund der Corona-Pan­demie von einer deut­li­chen Ver­schlech­te­rung des Jah­res­er­geb­nisses aus­gehen. Ohne Covid-19 hätten wir 2020 unser Ziel eines aus­ge­gli­chenen Betriebs­er­geb­nisses erreicht“, so Flug­hafen-Geschäfts­führer Udo Mager. 

Der Dort­mund Air­port ging bisher davon aus, dass in Folge der dra­ma­ti­schen Ein­brüche im Luft­ver­kehr ein Covid-19-Schaden durch Erlös­aus­fälle in Höhe von 20 Mio. Euro ent­stehen würde. Prio­ritär sind die Akti­vi­täten des­halb darauf aus­ge­richtet, trotz weg­bre­chender Erlöse die Liqui­dität zu sichern und das Minus so gering wie mög­lich zu halten. Dazu dienen die Nut­zung vor­han­dener Liqui­di­täts­re­serven, die Aus­schöp­fung der noti­fi­zierten Bei­hil­fe­spiel­räume, sepa­rate Covid-19 Not­la­gen­bei­hilfen und die Ein­füh­rung von Kurz­ar­beit. Die Sta­tio­nie­rung von drei Luft­fahr­zeugen am Dort­mund Air­port ab August 2020 wird sich kom­pen­sie­rend auf die Umsatz­si­tua­tion aus­wirken und die Erlös­ein­brüche dämpfen, so dass der Schaden am Jah­res­ende deut­lich geringer aus­fallen dürfte. 

Ohne eigenes Verschulden in Notlage geraten

Ein wei­teres Mittel, um die Liqui­dität zu sichern, ist die Rück­stel­lung von geplanten Inve­sti­tionen in Höhe von gut 1,5 Mio. Euro. Dies hat der Auf­sichtsrat in seiner Sit­zung am Freitag (19.6.) zur Kenntnis genommen. So werden zum Bei­spiel die Aus­schrei­bungs­ver­fahren für neue Betriebs­fahr­zeuge zurück­ge­stellt.

Fakt ist, dass der Dort­mund Air­port ohne eigenes Ver­schulden in die finan­zi­elle Not­lage geraten ist. Die staat­li­chen Maß­nahmen zur Unter­bre­chung von Infek­ti­ons­ketten durch Reise- und Kon­takt­re­strik­tionen waren richtig und not­wendig. Den­noch müssen die ent­stan­denen kol­la­te­ralen Schäden auch mit staat­li­cher Hilfe wieder aus­ge­gli­chen werden. Des­halb werben wir gemeinsam mit unserem Flug­ha­fen­ver­band ADV beim Bund für Zuschüsse, die zumin­dest die Kosten der im staat­li­chen Inter­esse wei­terhin gewähr­lei­steten Betriebs­be­reit­schaft kom­pen­sieren. Flug­häfen bean­spru­chen die gleiche Behand­lung wie sie bei­spiels­weise Flug­ge­sell­schaften oder Bus­be­triebe erhalten“, so Mager abschlie­ßend. 

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