Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat seit Übernahme vom Gesundheitsamt insgesamt 400 Corona.Test im Kreis Unna durchgeführt. (Foto: Christian Daum - pixelio.de)

IHK-Umfrage zeigt: Coronavirus belastet regionale Wirtschaft

Informationen zum Corona-Virus gibt es beim Kreis Unna jetzt auf einen Blick. (Foto: Christian Daum - pixelio.de)
Eine IHK-Umfrage zeigt: Das Coronavirus belastet die regionale Wirtschaft bereits erheblich. (Foto: Christian Daum – Pixelio)

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund hat eine Umfrage bei ihren Mitgliedsunternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna gestartet. Ergebnis: Das Coronavirus belastet die regionale Wirtschaft. Mehr als die Hälfte der regionalen Wirtschaft ist bereits jetzt von den Auswirkungen des Coronavirus direkt betroffen. Gut zwei Drittel rechnet in naher Zukunft mit Auswirkungen durch die Epidemie. „Wir haben also allen Grund zur Vor-Sorge. Von einer Panik kann aber keine Rede sein“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Etwa ein Viertel der beteiligten Unternehmen hat eine Niederlassung oder Produktionsstätte in China. Für 15 Prozent trifft das auf Italien zu.

Lieferverzögerungen werden von drei Vierteln der befragten Unternehmen schon jetzt als direkte Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie genannt. Zwei Drittel geben an, von Einschränkungen bei Dienstreisen und Messebesuchen betroffen zu sein. Umsatzeinbußen und der Wegfall von Kunden oder Aufträgen machen 40 Prozent aus. Auch in naher Zukunft rechnen die Unternehmen zu 60 Prozent mit Lieferverzögerungen und befürchten Umsatzeinbußen sowie weniger Aufträge (44 Prozent). Ebenso viele gehen von weniger Dienstreisen aus.

Ein Drittel der Firmen hat spezielle Notfallpläne erarbeitet

„Wegen der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen ist es für unsere Unternehmen nicht so einfach, sich konkret auf mögliche Beeinträchtigungen in Dortmund, Hamm oder im Kreis Unna vorzubereiten“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiber. Für alle aber könne gelten, dass sie die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsämter vor Ort zur Vorbeugung der Verbreitung von Viren befolgen und im Betrieb umsetzen.

In der Befragung nennt ein Drittel der Unternehmen aber auch viele Details, die darüber hinausgehen. So werden zusätzlich Spender mit Desinfektionsmitteln angebracht und vorsorglich spezielle Vertretungs- und Notfallpläne erarbeitet. Häufig wird angegeben, dass die Möglichkeit zum Homeoffice ausgeweitet wird. Meetings werden häufiger online, telefonisch oder per Videoübertragung abgehalten. Auch das Auffüllen der Lagerbestände, um künftigen Lieferschwierigkeiten vorzubeugen, gehört zu den Überlegungen.

Weitere Informationen, etwa zu Ansprechpartnern und zur Erstellung eines betrieblichen Pandemieplans, finden Sie unter www.dortmund.ihk24.de/coronavirus.

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