Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung. (Foto: IHK/Andreas Meier)

IHK informiert: Auch ein späterer Start ins Ausbildungsjahr 2020 noch möglich

Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung. (Foto: IHK/Andreas Meier)
Michael Ifland, IHK-Geschäfts­führer Beruf­liche Bil­dung. (Foto: IHK/​Andreas Meier)

Der 1. August gilt tra­di­tio­nell als Start des Aus­bil­dungs­jahres. Auch in diesem Jahr ver­zeichnet die Indu­strie- und Han­dels­kam­mern (IHK) zu Dort­mund zum Monats­be­ginn mehr als 3.000 neue Aus­bil­dungs­ver­hält­nisse. Und doch ist im Jahr 2020 vieles anders. Covid-19 hat dazu geführt, dass Aus­bil­dungs­messen aus­ge­fallen sind und Vor­stel­lungs­ge­spräche ver­schoben wurden. Die Folge: Der Aus­bil­dungs­markt ist in seiner Ent­wick­lung meh­rere Wochen hin­terher.

Aktuell sind bei der IHK zu Dort­mund 3.085 neue Aus­bil­dungs­ver­hält­nisse ein­ge­tragen, gegen­über 2019 ein Rück­gang von 8 Pro­zent. „Wir gehen aber davon aus, dass deut­lich mehr Aus­bil­dungs­ver­hält­nisse erst später beginnen werden“, so Michael Ifland, IHK-Geschäfts­führer und Leiter des Bereichs Beruf­liche Bil­dung und Fach­kräf­te­si­che­rung. „Der Aus­bil­dungs­start 1. August ist nicht in Stein gemei­ßelt. Unter­nehmen werden auch bis in den Winter hinein noch Azubis ein­stellen.“ Trotz dieser Fle­xi­bi­lität gelte aber das Prinzip „je früher desto besser“, denn Spät­starter stünden vor der zusätz­li­chen Her­aus­for­de­rung, den ver­säumten Berufs­schul­stoff auf­zu­holen.

Unternehmen stellen auch bis zum Winter Azubi ein

Dass auf dem Aus­bil­dungs­markt noch vieles mög­lich ist, ver­deut­li­chen auch die in der ver­gan­genen Woche ver­öf­fent­li­chen Zahlen der Bun­des­agentur für Arbeit: In NRW waren zum Monats­ende Juli noch fast 39.000 Aus­bil­dungs­plätze frei, in der Lehr­stel­len­börse der IHK-Orga­ni­sa­tion sind noch rund 200 Stellen in Dort­mund, Hamm und in den zehn Kom­munen des Kreises Unna zu finden. Für Schul­ab­gänger ohne Anschluss­plan hat Ifland einen Tipp: „Wer schon weiß, was er werden will, sollte in der IHK-Lehr­stel­len­börse unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/ vor­bei­schauen und sich so schnell wie mög­lich bewerben. Allen anderen helfen wir gerne mit Ori­en­tie­rung und Bera­tung weiter.“

Auch den Aus­bil­dungs­be­trieben steht die IHK zu Dort­mund mit Rat und Tat zur Seite und infor­miert jetzt auch über die Mög­lich­keiten der finan­zi­ellen För­de­rung mit der „Aus­bil­dungs­prämie“: Damit will der Bund die Unter­nehmen unter­stützen, die den Fach­kräf­te­be­darf in der Region wäh­rend der Corona-Krise sichern.

Ausbildungsprämie“ für Betriebe möglich

Kleine und mitt­lere Unter­nehmen, die ihr Aus­bil­dungs­platz­an­gebot 2020 im Ver­gleich zu den drei Vor­jahren nicht ver­rin­gern, erhalten aus dem Kon­junk­tur­paket für jeden neu geschlos­senen Aus­bil­dungs­ver­trag eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro. Unter­nehmen, die ihr Aus­bil­dungs­platz­an­gebot sogar erhöhen, erhalten für zusätz­liche Aus­bil­dungs­ver­träge 3.000 Euro. Weiter Infos und die Details bekommen IHK-Mit­glieds­un­ter­nehmen über die Hot­line 0231 5417 – 400 und über die E‑Mail-Adresse ausbildungspraemie@dortmund.ihk.de.

Dar­über hinaus werden Betriebe finan­ziell unter­stützt, die ihre Aus­bil­dungs­ak­ti­vität trotz Bela­stungen fort­setzen und Aus­bilder sowie Aus­zu­bil­dende nicht in Kurz­ar­beit bringen. Unter­nehmen, die Azubis aus Corona bedingten insol­venten Firmen auf­nehmen, können eine Über­nah­me­prämie erhalten.

Ausbildung, IHK

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