IHK-Bilanz: Abschlussprüfungen für 4.000 Auszubildende in zeiten von Covid-19

Rund 4.000 Aus­zu­bil­dende haben in dieser Woche ihre schrift­li­chen Abschluss­prü­fungen bei der Indu­strie- und Han­dels­kammer (IHK) zu Dort­mund absol­viert. Dabei lief dieses Mal vieles anders als sonst, denn Covid-19 hat sowohl die Aus­zu­bil­denden als auch die IHK zu Dort­mund vor Her­aus­for­de­rungen gestellt. Michael Ifland, IHK-Geschäfts­führer und Leiter des Bereichs Beruf­liche Bil­dung und Fach­kräf­te­si­che­rung, freut sich, dass trotzdem alle ange­setzten Prü­fungen über die Bühne gebracht werden konnten: „Uns war sehr wichtig, dass alle Azubis ihre schrift­li­chen Prü­fungen noch vor den Som­mer­fe­rien schreiben konnten. So erhalten sie – vor­aus­ge­setzt sie bestehen – recht­zeitig vor Ablauf ihres Aus­bil­dungs­ver­trages ihren Abschluss und können als Fach­kräfte auf dem Arbeits­markt durch­starten.“

Um dies sicher­zu­stellen, haben die IHKs bun­des­weit die sonst übliche Rei­hen­folge der Prü­fungs­teile teil­weise umge­dreht. Prak­ti­sche und münd­liche Prü­fungen, die ein­zeln abge­legt werden, werden bereits seit Mai durch­ge­führt. Die groß ange­legten schrift­li­chen Prü­fungen wurden statt­dessen aus dem Mai in den Juni ver­legt. Ifland dankt hierfür ins­be­son­dere den 1.330 ehren­amt­li­chen Prü­fe­rinnen und Prü­fern, die außer­ge­wöhn­liche Fle­xi­bi­lität und Ein­satz bewiesen haben.

Enger Draht zu Berufskollegs entscheidend

Ent­schei­dend für das Gelingen sei auch der enge Draht zu den Berufs­kol­legs gewesen. Viele der Prü­fungen finden in ihren Räum­lich­keiten statt. Die durch das Virus not­wen­digen Abstands­re­ge­lungen haben jedoch zu einem deut­lich höheren Raum­be­darf geführt. Um diesem gerecht zu werden, hat das Schul­mi­ni­ste­rium sogar Unter­richts­aus­fall geneh­migt. Trotzdem war es not­wendig, auch auf andere Prü­fungs­orte aus­zu­wei­chen.

Eine Aus­nah­me­re­ge­lung in der Corona-Schutz­ver­ord­nung für Prü­fungen hat es mög­lich gemacht, mehr als 100 Men­schen an einem Ort zu prüfen – selbst­ver­ständ­lich unter Ein­hal­tung der not­wen­digen Abstands­re­ge­lungen. Michael Ifland: „Mein Dank geht an Mini­sterin Gebauer und Mini­ster Lau­mann und ihre Mini­ste­rien. Sie haben den Ernst der Lage früh erkannt und unsere Hin­weise ver­ant­wor­tungs­voll, aber pra­xisnah berück­sich­tigt.“
Zu den außer­ge­wöhn­lich­sten der 55 Prü­fungs­orte in dieser Woche gehörten die Turn­halle des Hansa-Berufs­kol­legs bzw. Hellweg-Berufs­kol­legs und das Hotel Wit­te­kindshof in Dort­mund sowie Betriebe wie Aurubis in Lünen, die Stadt­werke Hamm und die Bayer AG in Berg­kamen.

Abschlussprüfungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Mobil: +49 (170)  9 03 26 14

E-mail: info@emscherblog.de

Folgen Sie uns

Archiv