Haus Opherdicke präsentiert Arbeiten von Hans Jürgen Kallmann

Hans Jürgen Kallmann, Reproduktion
Auch dieses Bild von Hans Jürgen Kal­l­mann wird in Opher­dickezu sehen sein: Pfer­de­herde, 1939. (Foto: Kreis Unna)

In Koope­ra­tion mit dem in Isma­ning in der Nähe von Mün­chen gele­genen Kal­l­mann-Museum prä­sen­tiert der Kreis Unna vom 23. August bis zum 22. November auf Haus Opher­dicke in Holzwickede eine Aus­wahl von rund 90 Arbeiten des Malers, Zeich­ners und Gra­fi­kers Hans Jürgen Kal­l­mann (1908−1991).

Auf­ge­wachsen in Halle an der Saale, lebte der Auto­di­dakt von 1930 – 1944 in Berlin, damals wie heute ein Zen­trum der Kunst. Bereits 1937 wurde er als „ent­ar­teter Künstler“ dif­fa­miert und mit einem Aus­stel­lungs­verbot belegt. In der von den Natio­nal­so­zia­li­sten als Abschreckung insze­nierten Feme-Schau „Ent­ar­tete Kunst“ hing sein Bild „Hyäne in der Nacht“ neben Werken von Emil Nolde und Franz Marc.

Hans Jürgen Kallmann, Kreolisches Mädchen, um 1949. (Foto: Kreis Unna)
Hans Jürgen Kal­l­mann, Kreo­li­sches Mäd­chen, um 1949. (Foto: Kreis Unna)

1949 folgte Hans Jürgen Kal­l­mann dem Ruf an die Kunst­aka­demie in Caracas (Vene­zuela), wo er als Pro­fessor Akt- und Por­trät­ma­lerei unter­rich­tete. Drei Jahre später kehrte er nach Deutsch­land zurück und lebte bis zu seinem Tod als frei­schaf­fender Künstler in Pul­lach bei Mün­chen.

Sti­li­stisch geprägt vom Impres­sio­nismus, vor allem durch Max Sle­vogt und Max Lie­ber­mann, sowie durch die großen Künstler des Expres­sio­nismus, ent­wickelte Hans Jürgen Kal­l­mann seine indi­vi­du­elle Hand­schrift, die sich in einer expres­siven, figür­li­chen Malerei aus­drückt.

Ab den 1950er Jahren erlangte Kal­l­mann vor allem als Por­trät­maler Auf­merk­sam­keit. Modell saßen Per­sön­lich­keiten aus Kultur, Wis­sen­schaft und Politik wie Ber­told Brecht, Käthe Koll­witz, Louis Arm­strong oder auch Papst Johannes XXIII.

Ausstellung

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