Die beiden Container auf dem Schulhof des CSG nehmen unnötig Platz weg und kosten 25.000 Euro Miete im Jahr. Nun stellt sich heraus: Sie werden eigentlich gar nicht mehr benötigt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Hartnäckige Nachfrage zeigt: Teure Container auf Schulhof des CSG werden gar nicht mehr benötigt

Die beiden Container auf dem Schulhof des CSG nehmen unnötig Platz weg und kosten 25.000 Euro Miete im Jahr. Nun stellt sich heraus: Sie werden eigentlich gar nicht mehr benötigt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Manchmal lohnt sich hartnäckiges Nachfragen in den politischen Gremien: Dietmar Appel, Ratsmitglied der Grünen und ehemaliger Lehrer am Clara-Schumann-Gymnasium hatte immer wieder mal in den Ausschüssen und zuletzt im Gemeinderat nachgefragt, ob die Container auf dem Schulhof des Clara-Schumann-Gymnasiums überhaupt noch benötigt werden. Wie sich jetzt herausstellt, werden sie dies offenbar nicht. Die teure Miete könnte sich die Gemeinde sparen. Wie lange schon, lässt sich wohl nicht mehr klären.

Vor zwei Jahren, in den Herbstferien 2020, wurden die beiden Container auf dem Schulhof aufgestellt. Die beiden Container bestehen aus vier Einzelmodulen und sind insgesamt rund 120 m² groß.  Übergangsweise sollten die beiden Container als Klassenräume genutzt werden und so die akute Raumnot beheben.

Bisher mehr als 50.000 Euro Miete für beide Container

Die Miete für die beiden Container ist nicht gerade preiswert: Rd. 25.000 Euro zahlt die Gemeinde im Jahr Miete für die Bereitstellung – bislang also mehr als 50.000 Euro.

Mehrfach hatte Dietmar Appel in der Vergangenheit nachgefragt, ob man sich dieses Geld nicht sparen könne, so auch im Schulausschuss diesen Monat (7.12.). Fachbereichsleiter Matthias Aufermann teilte daraufhin mit, dass die beiden Container nach Aussage der Schulleitung des CSG für zwei Klassen aus der Jahrgangsstufe 6 benötigt würden. Schulleiterin Andrea Helmig-Neumann korrigierte diese Aussage mit dem Hinweis, dass sich die Nutzung inzwischen geändert habe. der eine Container werde als Kurs- / und Aufenthaltsraum für die Oberstufe genutzt, der andere als Arbeitsraum, da dort auch WLAN benötigt werde.

Darüber konnte sich Appel als ehemaliger Lehrer des CSG nur wundern: „Nach meinen Informationen werden die Container überhaupt nicht mehr benötigt.“ Im Gemeinderat vorigen Donnerstag hakte er erneut nach und verlangte einen Nutzungsplan für die Container: „Der Mietpreis ist hoch und die Container werden wenig genutzt.  Es gibt genügend alternative Raumkapazitäten im CSG. Das muss sich doch klären lassen.“

Holzwickedes Beigeordneter erklärte daraufhin, dass die Verwaltung die aktuelle Raumsituation akltuell prüft und das Ergebnis der Prüfung in Kürze vorliegen wird.

Räumlichkeiten im Gebäude des CSG vollkommen ausreichend

Auf Nachfrage bestätigte der Beigeordnete heute (20. Dezember), dass die Container tatsächlich nicht mehr benötigt werden. Auch die Schulleiterin Andrea Helmig-Neumann soll inzwischen eingeräumt haben, dass mindestens einer der beiden Container nicht genutzt wird.

Die Schulverwaltung ist deshalb inzwischen zur Auffassung gelangt, dass die Räumlichkeiten des Clara-Schumann-Gymnasiums (18 Klassen- und zwölf Oberstufenräume) vollkommen ausreichend sind.

Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage, ob auch die geplante bauliche Erweiterung für das CSG überhaupt noch nötig ist. Die Pläne dazu liegen bekanntlich fertig in der Schublade, sind allerdings zurückgestellt worden, nachdem die Anmeldezahlen beim CSG zu Beginn dieses Jahres nur für drei Eingangsklassen gereicht hatten. Ganz vom Tisch sind die Pläne für die Erweiterung noch nicht. Vor einer endgültigen Entscheidung möchten die Verwaltungsspitze und Politik die Ergebnisse eines neuen Schulgutachtens abwarten.

Container, CSG


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentare (6)

  • Der Zusammenhang erscheint aus meiner Sicht klar! Damit die Schulleiterin Druckmittel und Legitimation für die gewünschten Anbauten hat, wurde wohl behauptet, die Container würden dauerhaft dringend benötigt – zum finanziellen Nachteil unserer Gemeinde. Angesichts sinkender Schülerzahlen – die Attraktivität der ehemals hochgelobten Schule befindet sich, wie man überall lesen und hören kann, unter Schulleiterin Helmig-Neumann im Sinkflug! – sollte man demnächst eher über eine anderweitige Nutzung von leerstehenden Räumen der Schule nachdenken. Für die drohende Dreiminus- oder Zweizügigkeit braucht man eher weniger Raum!
    Wenn man dann noch im Hellweger Anzeiger liest, dass die Gemeinde angesichts dieser rückläufigen Zahlen die Schulform-Frage stellen will und damit erwägt, das Gymnasium in eine Gesamtschule umzuwandeln, kann man eigentlich nur noch schockiert sein. Wie konnte diese hervorragende Schule nur so massiv an Ansehen verlieren?

  • Das Ganze wurde so oft schon angesprochen. Da haben der erste Beigeordnete und die Fachbereichsleitung blind der Aussage der Schulleitung geglaubt ohne selber tätig zu werden oder einfach nur um der Diskussion mit der besagten Frau aus dem Weg zu gehen. Traurig um das Geld. Bei anderen Berichten wurde schon länger darauf hingewiesen das auch der Anbau nicht gerechtfertigt ist. Wahrscheinlich liest die Politik nicht den Emscherblog oder deren Kommentare.

  • Diese Schulleiterin geht gar nicht. Sie *** an jeder Ecke, um ihre perfekte Schule zu gestalten. Damit diese Schule wieder an ansehen gewinnt und gute Schülerzahlen bekommt, muss diese Frau erstmal weg. (Schüler des CSG).

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