Handel mit Drogen: 32-jähriger Holzwickeder muss zwei Jahre und zehn Monate in Haft

Mit Drogen hat der 32-jäh­rige Holzwickeder schon länger zu tun. Seit 2007 ist er auch immer wieder mal straf­recht­lich in Erschei­nung getreten. Drogen haben den 32-Jäh­rigen auch in die JVA Dort­mund und Unter­su­chungs­haft gebracht. Von dort wurde er heute (29.August) zu seiner Ver­hand­lung vor dem Schöf­fen­ge­richt in Unna gebracht, wo er sich u.a. wegen des Han­dels und Besitzes von Drogen zu ver­ant­worten hatte.

Die Anklage wirft dem Holzwickeder vor, Anfang 2019 in Berg­kamen 2.000 Ecstasy-Pillen gekauft und wei­ter­ver­kauft zu haben. Es folgte eine spek­ta­ku­läre Woh­nungs­durch­su­chung am 25. April in Holzwickede. Dabei hatte sich der Ange­klagte, gelinde gesagt, recht wider­spen­stig gezeigt. Die Beamten mussten die Tür zu seiner Woh­nung ein­treten und den 32-Jäh­rigen in Hand­fes­seln abführen. In seiner Woh­nung fanden die Dro­gen­fahnder 1.640 Gramm Amphet­amine im Gefrier­fach eines Kühl­schranks und ein­schlä­giges Dealer-Equip­ment. Außerdem ent­deckten sie ein But­terfly-Messer in der Hose des Holzwicke­ders sowie gleich hinter der Woh­nungstür einen Base­ball­schläger, eine Eisen­stange und eine Machete – alles griff­be­reit zur Ver­tei­di­gung der gebun­kerten Drogen.

Amphetamine und Waffen in der Wohnung

Nor­ma­ler­weise wären die Ver­gehen damit derart straf­be­wehrt gewesen, dass sich der Holzwickeder als Ange­klagter vor dem Land­ge­richt wie­der­ge­funden hätte. Das ein­zige, was ihn davor bewahrte, war ledig­lich die sehr schlechte Qua­lität der bei ihm gefunden Drogen, so dass die Anklage wegen des geringen Wirk­stoff­ge­haltes nur von einem min­der­schweren Dro­gen­de­likt aus­ging.

Für den Holzwickeder, der selbst dro­gen­ab­hängig ist, spricht außerdem, dass er nach seiner Fest­nahme schon bei der Polizei geständig war und auch aktiv Auf­klä­rungs­hilfe lei­stete. So hatte er von sich aus den Ankauf der 2.000 Ecstasy-Pillen für 800 Euro und deren Wei­ter­kauf ein­ge­räumt und sich auch zu seinen Lie­fe­ranten geäu­ßert.

Unterbringung in Entzugsklinik angeordnet

Was den Fund der Amphet­amine in seiner Woh­nung angeht, so will er diese nur für seinen Schwager auf­be­wahrt und ab und zu davon etwas für sich abge­zweigt haben. Aller­dings seien die Amphet­amine von derart schlechter Qua­lität gewesen, dass sein Schwager sie nicht zurück haben wollte und auch kein anderer Abnehmer dafür zu finden war. Zudem gelangten die Amphet­amine gar nicht in den Ver­kauf.

Gegen den 32-Jäh­rigen spricht aller­dings, sein Nacht­at­ver­halten, wie es Juri­sten nennen: Kurz nach der Durch­su­chung seiner Woh­nung wurden schon wieder Drogen und auch Waffen bei ihm gefunden wurde. Er sei nun mal dro­gen­ab­hängig, wes­halb man bei ihm wohl an jedem Tag im Jahr Drogen finden könnte, so seine Erklä­rung. Außerdem sei er ein Waf­fenfan.

Das Schöf­fen­ge­richt ver­ur­teilte den 32-jäh­rigen Holzwickeder schließ­lich zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis. Außerdem wurde seine Unter­brin­gung in einer Ent­zugs­klinik ange­ordnet.

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