Dominik Finsterbusch (Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, l.), Martin Oschinski (Leiter Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, 2.v.l.) und Jochen Marienfeld (Fachbereichsleiter Geoinformation und Kataster, r.) präsentieren die Daten. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Gutachter ziehen Bilanz: Grundstückspreise steigen weiter

Dominik Finsterbusch (Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, l.), Martin Oschinski (Leiter Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, 2.v.l.) und Jochen Marienfeld (Fachbereichsleiter Geoinformation und Kataster, r.) präsentieren die Daten. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)
Dominik Finsterbusch (Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, l.), Martin Oschinski (Leiter Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, 2.v.l.) und Jochen Marienfeld (Fachbereichsleiter Geoinformation und Kataster, r.) präsentieren die Daten. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Wer als Experte vor Jahren immer weiter steigende Grundstückspreise vorausgesagt hat, kann jetzt sagen: „Ich hatte recht.“ Denn wie schon im vergangenen Jahr bestätigt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Unna für das Jahr 2019 den Trend: Die durchschnittlichen Kaufpreise für Grundstücke steigen weiter.

Genauer gesagt steigen die Preise um neun Prozent: „Bauplätze sind weiterhin knapp und in der Folge gehen Baulandpreise auch nach oben“, so Martin Oschinski, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. „Im Schnitt kostete der Quadratmeter Bauland im Kreis Unna 200 Euro. So teuer war es noch nie.“  

Marktbeobachtung

Diese Rückschlüsse kann Oschinski ziehen, weil der Gutachterausschuss die Preise aller im Kreisgebiet (mit Ausnahme der Städte Lünen und Unna) verkauften Grundstücke ausgewertet hat. Am teuersten waren Wohnbauflächen 2019 in Holzwickede und Werne. Auf dem Grundstücksmarkt haben 2019 knapp 600 Millionen Euro ihren Besitzer gewechselt. Vor zehn Jahren war es die Hälfte. Seit 2014 jedes Jahr rasanter Anstieg.   Was tun also gegen immer weiter steigende Preise? Die Antwort liegt auf der Hand: Mehr Bauland schaffen. Und hier liegt Selm weit vorne. In den Jahren 2013 bis 2019 hat Selm neun Bauplätze pro 1.000 Einwohner ausgewiesen, gefolgt von Fröndenberg/Ruhr (acht) und Werne (sechs).

Bodenpreise

Doch nicht nur die Preise für Wohnbauflächen stiegen 2019 weiter. Auch die Preise für landwirtschaftliche Flächen kletterten von 5,43 Euro pro Quadratmeter auf 6,09 Euro. Hierzu zählen Acker- und Grünland. Dabei ist festzustellen, dass die Preise im Nordkreis stabil geblieben sind, wohingegen im restlichen Kreisgebiet die Preise stiegen. Bei den forstwirtschaftlichen Flächen ist eine Steigerung von 1,46 Euro pro Quadratmeter auf 1,61 Euro (plus zehn Prozent) zu verzeichnen. PK | PKU

INFO:
Gutachterausschuss für Grundstückswerte
Ziel des Gutachterausschusses ist es, für Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen. Er dient der Verbraucherinformation, um eine marktgerechte Preisbildung für Immobilien nachvollziehbar zu machen. Dies geschieht unter anderem durch die Ermittlung von Bodenrichtwerten aber auch durch die Veröffentlichung eines Grundstücksmarktberichts. Dieser erscheint jährlich und gibt einen Überblick über den Immobilienmarkt des Kreisgebietes. Für Grundstücksbesitzer, Kaufinteressenten, Makler oder Banken sind die darin veröffentlichten Daten wichtige Entscheidungshilfen.
Wer sich darüber informieren möchte, wie teuer das Bauland ist, sollte einen Blick in das Portal www.boris.nrw werfen. Dort ist auch der Grundstücksmarktbericht zum Herunterladen zu finden.

Bauland, Gutachter

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