Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners (Foto) beschäftigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vorkommen sind bereits bekannt. (Foto: Pixabay)

Erste Eichen-Prozessionsspinner in der Gemeinde gemeldet

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners (Foto) beschäftigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vorkommen sind bereits bekannt. (Foto: Pixabay)
Die Raupen des Eichen-Pro­zes­si­ons­spin­ners (Foto) beschäf­tigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vor­kommen sind bereits bekannt. (Foto: Pixabay)

Auch in diesem Jahr ist der Eichen-Pro­zes­si­ons­spinner wieder in der Gemeinde Holzwickede wieder auf­ge­taucht, was Tanja Flor­mann, die Umwelt­be­auf­tragte der Gemeinde, ver­an­lasst, über die Pro­ble­matik in einer Pres­se­mit­tei­lung zu infor­mieren.

Der Eichen-Pro­zes­si­ons­spinner ist ein Nacht­falter, der sich bevor­zugt in warm­t­rockenen Regionen auf­hält und Eichen­be­stände für die Eiab­lage im Spät­sommer bevor­zugt. Milde Früh­jahrs­mo­nate und trockenes Wetter begün­stigen die Ver­brei­tung des Nacht­fal­ters. Auf­grund der Klima-Ver­än­de­rungen breitet sich der Eichen-Pro­zes­si­ons­spinner immer stärker in Deutsch­land aus. Im ver­gan­genen Jahr wurden erst­mals Nester in der Gemeinde Holzwickede. An ins­ge­samt neun Stand­orten wurde der Befall durch eine Fach­firma besei­tigt, wie die Umwelt­be­auf­tragte erklärt.

Seit Mitte Mai sind auch dieses Jahr wieder Mel­dungen aus der Öffent­lich­keit zu Funden von Raupen und Nestern des Eichen-Pro­zes­si­ons­spin­ners bei ihr ein­ge­gangen. „Allen gemel­deten Ver­dachts­fällen wird nach­ge­gangen.“ Sollte sich der Befall bestä­tigen, werden ent­spre­chende Maß­nahmen ein­ge­leitet. „Ins­be­son­dere an öffent­li­chen Plätzen mit viel Publi­kums­ver­kehr sowie im Bereich von Schulen und Kin­der­gärten wird der Befall mit beson­derem Augen­merk bekämpft“, so Tanja Flor­mann.

Umweltbeauftragte informiert über Gefahr

So sehen die an einem Baum klebenden Nester der Eichen-Prozessionsspinnerraupen aus. (Foto: Gemeinde Holzwickede)
So sehen die an einem Baum kle­benden Nester der Eichen-Pro­zes­si­ons­spin­ner­raupen aus. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Wie die Umwelt­be­auf­tragte erläu­tert, schlüpfen die Raupen bis Anfang Mai und durch­laufen sechs Ent­wick­lungs­sta­dien bis zu ihrer Ver­pup­pung Ende Juni/​Anfang Juli. Gefähr­lich sind die mikro­sko­pisch kleinen Brenn­haare, die ab dem dritten Lar­ven­sta­dium (ab Ende Mai) zum Schutz vor Fress­feinden aus­ge­bildet werden. Sie ent­hakten das Nes­sel­gift Thau­me­to­poein, das bei Haut­kon­takt oder beim Ein­atmen teils hef­tige all­er­gi­sche Reak­tionen aus­lösen kann. Auch nach dem Schlüpfen der Falter können die Brenn­haare, die in den Nestern zurück­bleiben, noch gefähr­lich sein.

Fol­gende Stand­orte sind der Gemein­de­ver­wal­tung bekannt, die ent­spre­chenden Bäume sind mar­kiert:

  • 18. Mai: Gespinste am Rad- und Fußweg Bill­me­ri­cher Weg zwi­schen Schöne Flöte und Auto­bahn­brücke (Zustän­dig­keits­be­reich des Kreises Unna)
  • 19. Mai: Gespinste am Schür­kampweg, in Höhe der Auto­bahn­brücke. Der Befall hat sich nicht bestä­tigt. Es han­delt sich um Gespinst­motten, von denen keine Gefahr für Mensch und Tier aus­geht.
  • 27. Mai: Eiche am Luft­schachtweg. Der Befall ist bestä­tigt, die Besei­ti­gung beauf­tragt.
  • 27. Mai: Emscherweg zwi­schen Schä­fer­kamp­straße und Am Kapel­len­ufer. Der Befall ist nicht bestä­tigt. Es han­delt sich auch hier um unge­fähr­liche Gespinst­motten.

Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen

Vor­sorg­lich weist die Umwelt­be­auf­tragte auf fol­gende Vor­sichts­maß­nahmen hin:

  • Ver­mei­dung der befal­lenen Gebiete und ggf. abge­sperrten Bereiche
  • Sofern der Auf­ent­halt in befal­lenen Gebieten unab­dingbar ist, sollten alle Kör­per­flä­chen (Nacken, Hals, Arme und Beine) durch Klei­dung bedeckt werden
  • Jeg­li­chen Kon­takt mit Raupen und Gespinst ver­meiden
  • Nach dem Kon­takt mit gif­tigen Rau­pen­haaren sofor­tiger Klei­der­wechsel, Duschbad und Haar­wä­sche
  • Klei­dung bei 60 °C mit viel Wasser waschen, um das Nes­sel­gift der Rau­pen­haare zu vernichten/​aus­zu­spülen
  • Ver­zicht auf Holz­ernte- oder Pfle­ge­maß­nahmen an befal­lenen Bäumen
  • Bekämp­fung nur von Fach­leuten mit Voll­schutz­anzug und Atem­schutz durch­führen lassen
  • Bei Auf­treten stär­kerer gesund­heit­li­cher Beschwerden einen Arzt auf­su­chen und auf den Rau­pen­kon­takt hin­weisen. Die Sym­ptome können durch Medi­ka­mente gelin­dert werden.

Wer auf öffent­li­chen Wegen und Plätzen in der Gemeinde Eichen-Pro­zes­si­ons­spin­ner­raupen fest­stellt, sollte den Befall beim Ord­nungsamt der Gemeinde melden: Tel. 91 51 86 oder info@holzwickede.de

Eichen-Prozessionsspinner

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