Emscherkunst 2016: Quellhoff als Besucherzentrum täglich geöffnet

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei wird im Rahmen der Enscherkunst 2016 50 Zelte am Enscherquellhoif aufstellen, in denen Besucher auch übernachten können. (Foto: Emscherkunst)
Der chi­ne­si­sche Künstler und Regime­kri­tiker Ai Weiwei wird im Rahmen der Emscher­kunst 50 Zelte am Emscher­quellhof auf­stellen, in denen Besu­cher auch über­nachten können. (Foto: Emscher­kunst)

Als Tri­en­nale begleitet das Pro­jekt Emscher­kunst die Ent­ste­hung eines leben­digen Flusses im Herzen des Ruhr­ge­biets. Bei der Emscher­kunst 2016, die vom 4. Juni bis 18. Sep­tember 2016, den Quell­be­reich der Emscher zum, öffent­li­chen Kunst­areal machen wird, wird es gleich meh­rere Kunst­pro­jekte inter­na­tional renom­mierter Künstler in der Gemeinde Holzwickede geben. Welche das sind, stellte Dr. Simone Tim­merhaus von der Emscher­ge­nos­sen­schaft gemeinsam mit den Urbanen Kün­sten Ruhr und dem Regio­nal­ver­band Ruhr zu den Ver­an­stal­tern gehört, im Aus­schuss für Schule, Sport, Kultur und Städ­te­part­ner­schaften vor.

Danach führt die rund 50 Kilo­meter lange Kunst­route der Emscher­kunst von Holzwickede über Dort­mund nach Castrop-Rauxel, Reck­ling­hausen und Herne. Ins­ge­samt sieben Aus­stel­lungs­räume finden sich auf dieser Strecke und bieten im näch­sten Sommer ein ein­zig­ar­tiges Kunst­er­lebnis. Wobei die Ver­an­stalter Wert darauf legen, dass die Emscher­kunst ein Kunst­er­lebnis für die ganze Bevöl­ke­rung ist und daher auch kostenlos erlebbar ist. „Am lieb­sten ist es uns, wenn die Besu­cher sich auf das Fahrrad schwingen und die ein­zelnen Kunst­räume ent­lang des Emscher­rad­weges besu­chen“, so Dr. Tim­merhaus im Aus­schuss. Damit sich die ein­zelnen Kunst­ob­jekte auch tat­säch­lich inter­agieren können, wird es bei allen Kunst­in­stal­la­tionen auch Stunden der TU Dort­mund und Uni Gießen geben, die Erläu­te­rungen zu den Kunst­ob­jekten geben werden und das Anlie­gend er Künstler ver­mit­teln.

Ein Kunsterlebnis für die ganze Bevölkerung

Das Kon­zept gibt den Ver­an­stal­tern recht: Mit über 200.000 Besu­chern war die Emscher­kunst das besu­cher­stärkste Angebot der Kul­tur­haupt­stadt Ruhr.2010. Im Jahr 2015 wurde mit 255.000 Besu­chern diese Reso­nanz sogar noch getoppt.

Diese Skizze zeigt den Kunstarum Emscherquelle - einen von sieben Kunsträumen der Emscherkunst 2016. (Foto: Emscherkunst()
Diese Skizze zeigt das Kunst­areal Emscher­quelle – eines von sieben Kunst­arealen der Emscher­kunst 2016. (Foto: Emscher­kunst)

Der Emscher­quellhof wird näch­stes Jahr im Rahmen der Emscher­kunst eines von meh­reren Besu­cher­zen­tren und täg­lich (außer mon­tags) öffent­lich zugäng­lich sein. „Besu­cher werden dort auch Fahr­räder aus­leihen können, um die Kunst­route zu erra­deln“ , kün­digt Dr. Tim­merhaus an.

Als einer der bekann­te­sten inter­na­tio­nalen Künstler über­haupt wird der chi­ne­si­sche Künstler und Regime­kri­tiker Ai Weiwei bei der Emscher­kunst 2016 auf dem Gelände des Emscher­quell­hofes 50 Zelte auf­stellen, in denen cam­ping­be­gei­sterte Besu­cher auch über­nachten können. Der schwe­di­sche Künstler Henrik Hak­ansson wird sein Bie­nen­pro­jekt – ein kubu­s­för­miges Haus – an der Enmscher­quelle auf­stellen, in das Bienen und Hum­meln ein­ziehen werden.

Die Instal­la­ti­ons­künst­lerin und Fil­me­ma­cherin Janet Car­diff und der Künstler George Bures Miller werden eine Klang­in­stal­la­tion, mit der sie auch schon auf der Docu­menta in Kassel ver­treten waren, im Hix­ter­wald auf­bauen.

Nicht den gesamten Zeit­raum, son­dern nur zwei Wochen lang wird das Künst­lerduo Stracke & Seibt sein Pro­jekt Water Color am Emscher­quellhof prä­sen­tieren. Besu­cher können dabei das Malen in der Aqua­rell­technik lernen und sich zum Bei­spiel gleich als Land­schafts­maler ver­su­chen.

Wei­tere Infor­ma­tionen zur Emscher­kunst 2016, dar­unter auch die genauen Ter­mine und Anmel­de­mög­lich­keiten, werden regel­mäßig auf der Home­page www.emscherkunst.de aktua­li­siert. Kunst­in­ter­es­sierte sollten also regel­mäßig mal auf der Seite vor­bei­schauen, emp­fiehlt Dr. Simone Tim­merhaus.

Wenig Ideen zur Würdigung des Ehrenamtes

Im wei­teren Ver­lauf der Sit­zung stand der Antrag der CDU zur Wür­di­gung des Ehren­amtes erneut auf der Tages­ord­nung. Die Ver­wal­tung war hier beauf­tragt worden, alle Ver­eine und Ver­bände anzu­schreiben und zu einer Ideenof­fen­sive auf­zu­rufen. Die Reso­nanz, berich­tete Mat­thias Auf­er­mann, ist mehr als bescheiden gewesen. Ledig­lich der Orts­ju­gend­ring und die Feu­er­wehr mel­deten sich mit Vor­schlägen, die von einem lockeren Abend für die Ehren­amt­li­chen bis hin zu einer „Betriebs­rente“ und gemein­de­fi­nan­zierte Ver­an­stal­tungen für Feu­er­wehr­an­ge­hö­rige und ihre Fami­lien rei­chen. Die Ver­wal­tung soll nun mög­lichst noch wei­tere Ideen sam­meln und kon­krete Vor­schläge dann in einer Vor­lage für eine der näch­sten Sit­zungen unter­breiten.

Ein wei­terer mit Span­nung erwar­teter Tages­ord­nungs­punkt, der Bericht der Schul­lei­tung zur Situa­tion am Clara-Schu­mann-Gym­na­sium, musste gestri­chen werden, da die Schul­lei­terin des CSG der­zeit erkrankt ist.

ASSKS, Emscherkunst


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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