Die Baustelle an der Rausinger Straße, auf der ein Wohnhaus mit 14 Wohnungen entsthehen soll, ruht auf unbestimmte Zeit. Alle Bauarbeiter sind am Dienstafg bei einer Razzia festgenommen worden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Ehemaliges Herkenrath-Grundstück: Illegale Bauarbeiter festgenommen

Die Baustelle an der Rausinger Straße, auf der ein Wohnhaus mit 14 Wohnungen entsthehen soll, ruht auf unbestimmte Zeit. Alle Bauarbeiter sind am Dienstafg bei einer Razzia festgenommen worden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Bau­stelle an der Rausinger Straße, auf der ein Wohn­haus mit 14 Woh­nungen ent­stehen soll, ruht auf unbe­stimmte Zeit. Alle Bau­ar­beiter sind bei einer Razzia durch das Haupt­zollamt fest­ge­nommen worden. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Razzia auf der Bau­stelle eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses an der Rausinger Straße: Am Dienstag über­prüften Beamte der Finanz­kon­trolle Schwarz­ar­beit des Haupt­zoll­amtes Dort­mund die Bau­stelle auf dem ehe­ma­ligen Her­ken­rath-Grund­stück. Auf der Bau­stelle wurden acht Arbeiter ange­troffen, die von den Beamten auch vor­läufig fest­ge­nommen wurden.Wie die Spre­cherin des Haupt­zoll­amtes bestä­tigt, hatten die Ermittler einen Hin­weis bekommen. „Es bestand der Ver­dacht, dass etwas nicht stimmte. Die Über­prü­fung ergab, dass die keine oder gefälschte Papiere bei sich hatten“, so Andrea Münch. „Die Männer im Alter zwi­schen 22 und 56 Jahren stammen aus Bos­nien und Mon­te­negro, sind also keine EU-Bürger.“

Das genaue Ermitt­lungs­er­gebnis legt noch nicht vor. Die Ver­neh­mungen der acht Arbeiter sind noch nicht abge­schlossen. Das Ergebnis der Ermitt­lungen liege frü­he­stens in vier bis sechs Wochen vor. „Die Arbeiter werden von uns an das Aus­län­deramt über­geben“, so die Spre­cherin des Haupt­zoll­amtes. „In der Regel können sie dann auch nicht mehr lange in Deutsch­land bleiben.“

Still­ge­legt wurde die Bau­stelle nicht durch die Finanz­kon­trolle Schwarz­ar­beit beim Haupt­zollamt, wie Andrea Münch auf Nach­frage bestä­tigt. „Das können wir auch gar nicht.“ Wenn auf der Bau­stelle nicht mehr gear­beitet werde, liege das allein daran, dass alle Arbeiter am Dienstag fest­ge­nommen wurden.

Nach Infor­ma­tionen des Emscher­blog hatten sich Anwoh­nern in der Ver­gan­gen­heit auch schon über die merk­wür­digen Arbeits­zeiten der Bau­ar­beiter auf der Bau­stelle gewun­dert: Gear­beitet wurde zumeist von mor­gens früh bis am späten Abend – haupt­säch­lich auch an den Wochen­enden.

In einem Bericht des HA wird heute (19. Oenk­tober) als Eigen­tümer des Grund­stücks eine Atila Bau GmbH in Berlin und ihr Geschäfts­führer Elvir Dest­a­novic genannt. Gegen­über dem Emscher­blog ver­si­cherte Elvir Dest­a­novic aller­dings heute: „Ich habe mit dieser Bau­stelle nichts zu tun. Ich weiß nicht einmal, wo Holzwickede liegt.“

Rausinger Straße, Razzia


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (11)

  • Sehr geehrter Herr Gräber,

    in Ihrem Artikel schreiben Sie, das an der Rausinger Str. 49 ein Mehr­fa­mi­li­en­haus mit 14 Woh­nungen gebaut wird. Laut dem aus­hän­genden Bau­an­trag sollen es 13 Woh­nungen mit 13 Stell­plätzen werden. Mich beun­ru­higt diese Zahl 14 sehr. Weil in der Ver­gan­gen­heit der Hell­weger Anzeiger auch schon von 14 Whg. berich­tete. Auf meine Nach­frage bekam ich leider keine ver­bind­liche Aus­sage. Viel­leicht können Sie das Herr Gräber mal klären.
    Vielen dank im voraus.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    Ralf Nölle

    • Vielen Dank für den Hin­weis, Herr Nölle,

      ich werde die Sache klären und melde mich dann wieder bei Ihnen.

      Mit freund­li­chen Grüßen
      Peter Gräber

      • Guten Tag Herr Nölle,

        es ist richtig, dass laut Bau­an­trag nur 13 Wohn­ein­heiten auf dem Grund­stück rea­li­siert werden. Die Bau­ver­wal­tung des Kreises Unna hat inzwi­schen auch die Bau­stelle über­prüft und in dieser Hin­sicht keine Bean­stan­dungen gefunden.
        Die Zahl von 14 WE ist irr­tüm­lich von mir aus einer älteren Bericht­erstat­tung über­nommen hatte. Ich ent­schul­dige mich für diesen Fehler und danke Ihnen für Ihren Hin­weis.
        Mit freund­li­chen Grüßen
        Peter Gräber

    • wie ich schreibe ist mir über­lassen das geht keinen was an und ja ich kann ein Miet­ver­trag unter­schreiben auch das geht keinen was an ich habe eine ver­nümf­tige frage

      gestellt mehr nicht

  • Petra Rommerskirchen

    Liebe Frau Rodrat,

    Sie sind sehr stolz, die deut­sche Sprache in ihrer Schrift­form zu beherr­schen. Herz­li­chen Glück­wün­sche.

    Unser Ofen­bau­mei­ster, Chef vieler Mit­ar­beiter und Eigen­tümer einer soliden Firma, schrieb uns einst eine Mit­tei­lung, die wir auf­grund der feh­ler­haften Schreib­weise nicht ent­zif­fern konnten.

    Der Ofen bereitet uns seit 17 Jahren viel Freude.

    Wahr­schein­lich war die Dame Opfer arro­ganter Päd­agogen mit expe­ri­men­teller Anlaut­ta­belle .……
    wer weiss das.

    Respekt vor der Dame die fragt und Ihnen wün­sche ich das in Bezug auf andere Men­schen.

    Frohe Advents­zeit

  • Liebe Frau Rom­mers­kir­chen,
    zum einen freue ich mich sehr, dass Ihnen ihr Ofen so viel Freude bereitet zum anderen auch, dass Sie meinen kurzen und durchaus amü­sant gemeinten Bei­trag so vor­treff­lich dazu nutzen, sich hier als Ret­terin des Abend­landes auf­zu­spielen. Viel­leicht eine kurze Ein­ord­nung zum Internet: Das Internet ist per se öffent­lich. Wenn ich also den Schritt raus in diese Welt mache, kann ich das in jeg­li­cher Form tun, eben so, wie ich das möchte. Das beinhaltet aber auch, dass man mir dabei durchaus humo­ri­stisch ent­gegen treten kannt. Aber viel­leicht ganz prä­zise gefragt: Sie begegnen der „1 bims“-Kultur, die ja durchaus sati­risch sich mit Ortho­gra­phie und Gram­matik aus­ein­an­der­setzt mit tief­stem Ernst? Viel­leicht ist die Welt aller­dings nicht immer Ernst und Traurig? Ihnen auch eine frohe Advents­zeit und viel Spaß vor Ihrem Ofen.

  • Ach Fre­de­rick, nicht so super kri­tisch. An dem Abend hab ich Eier­li­kör­chen mit meiner Freundin Petra getrunken und nicht mehr alle Tasten so optimal getroffen.

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