Fraktionsvorsitzender Die Partei: Lukas Kaldenbach. (Foto:P. Gräber - Emscherblog)

Die Partei beantragt Umbenennung der Ferdinand-Porsche-Straße im Eco Port

Fraktionsvorsitzender Die Partei: Lukas Kaldenbach. (Foto:P. Gräber - Emscherblog)
Fraktionsvorsitzender Die Partei: Lukas Kaldenbach. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Partei in Holzwickede hat die Änderung des Namens der Ferdinand-Porsche-Straße im Eco Port aufgrund der NS-Vergangenheit des Namensgebers beantragt. „Wir betrachten die Ferdinand-Porsche-Straße im Eco Port schon seit längerem mit Argwohn“, begründet der Fraktionsvorsitzende Lukas Kaldenbach den Antrag seiner Fraktion.

Die Mitglieder der Partei wissen sehr wohl, dass die Benennung der Straße seinerzeit mit der Errichtung des Porsche Zentrums zusammenhängt. „Es zeigt aber auch, wie Laissez-faire (Anm.: untätig) und mit welcher Gutgläubigkeit damals diese Entscheidung getroffen wurde“, meint Kaldenbach. Vor allem die Zustimmung der Sozialdemokraten, die maßgeblich unter dem NS-Regime gelitten haben, verwundere die Mitglieder seiner Fraktion doch sehr.

Grund ist NS-Vergangenheit des Namensgebers

„Mit großer Loyalität setzte Ferdinand Porsche (NSDAP-Mitgliedsnummer 5.643.287) seine Fähigkeiten für die Kriegspolitik der NS-Diktatur ein. Anders als Robert Bosch, dessen Namen auch eine Straße im Eco Port ziert, setzte sich Ferdinand Porsche nie für den Widerstand ein, sondern unterstütze und profilierte sich an dem NS-Regime. Dies ist leicht herauszufinden und mehrmals belegt“, so der Partei-Fraktionsvorsitzende.

Nach Auffassung der Partei sei Ferdinand-Porsche-Straße „nach damaligem  und heutigem Wissen keineswegs tragbar“, heißt es in dem Antrag der Partei abschließend. „Eine Gemeinde, die sich gegen Rassismus und für Toleranz, Courage und Vielfältigkeit einsetzt sollte dementsprechend diesen Fehler schnellstmöglich beheben.“

Die Partei, Ferdinand-Porsche-Straße


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentare (5)

  • Hat das auch irgendwann mal ein Ende? Ferdinand Porsche war ein hochverdienter Ingenieur, der leider seine Fähigkeiten in die Dienste der NSDAP gestellt hat. So wie viele andere Forscher, Techniker und Unternehmen in dieser Zeit auch. Haben wir wirklich heute keine anderen Probleme?

    • Ferdinand Porsche hat im zweiten Weltkrieg hauptsächlich Waffen hergestellt, unter anderem die V1 und diverse Panzer. Er war als Hitlers „Lieblingsingenieur“ bekannt und hat bis Ende des Kriegs in KZs Zwangsarbeiter für seine Werke „bestellt“. Er war Träger der Kriegsverienstkreuzes und des SS-Totenkopfrings… die Liste ginge noch um einiges weiter.
      Kein armer einfacher Ingenieur, der nicht anders konnte und der keine andere Wahl hatte. Also bitte hier nicht solche Unwahrheiten verbreiten. Ferdinand Porsche war ein 1 A Nazi.
      Straße umbenennen: gute Idee!

  • Sorry, wo hört das endlich auf, viele Menschen mussten sich damals der Politik beugen und machten aus Ihrer Angst mit, nicht selbst Opfer zu werden. Es sind fast 100 Jahre vergangen, der Zeigefinger kann so langsam mal unten bleiben. Heute wird über Indianer, Märchenfiguren und Geschlechterwahn diskutiert, wir haben echt andere Probleme.

  • Soweit ich mich erinnere ist die Straße extra wegen des dort ansässigen Autohauses umbenannt worden. Nun gut, das Autohaus ist nicht mehr dort, man kann den Straßennamen also wie ändern. Mein Vorschlag: Elon-Musk-Straße. Im Ernst, wir haben Wichtigeres zu tun.

    • Irgendwo gibt es immer irgendetwas Wichtigeres zu tun – was für eine lahme Ausrede gar nichts zu tun!
      Ich bin froh, dass es Menschen gibt die sich in unserer Stadt für Aufklärung einsetzen. Ich wusste nämlich bis gerade nicht, dass Herr Porsche ein derart „engagierter“ Nazi war und bin nach kurzer Beschäftigung mit seiner Biografie schockiert, dass überhaupt jemand auf die Idee gekommen ist, dass dieser Verbrecher ein toller Namensgeber für eine Straße sei.

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