Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat seit Übernahme vom Gesundheitsamt insgesamt 400 Corona.Test im Kreis Unna durchgeführt. (Foto: Christian Daum - pixelio.de)

Corona und Ramadan: Einschränkungen im Fastenmonat

Zur Bekämp­fung der Corona-Pan­demie gelten zur­zeit viele Ein­schrän­kungen. Davon betroffen ist auch die Reli­gi­ons­aus­übung. „Die Ein­schrän­kungen ver­binden die Men­schen im Kreis Unna auch über den Glauben hinaus“, unter­streicht Landrat Michael Makiolla vor dem Beginn des mus­li­mi­schen Fasten­mo­nats Ramadan am 24. April. In einem Brief an die Migran­ten­or­ga­ni­sa­tionen und Inte­gra­ti­ons­räte im Kreis Unna stellt der Landrat fest: „Die Bedeu­tung der so wich­tigen Hygie­ne­vor­schriften und Kon­takt­be­schrän­kungen ist reli­gi­ons­über­grei­fend bei den Men­schen ange­kommen.“ Er appel­liert, wei­terhin auf enge Kon­takte und Zusam­men­künfte außer­halb der Kern­fa­milie auch im Fasten­monat Ramadan zu ver­zichten. 

Da die gemein­schaft­li­chen Gebete (wie z.B. täg­liche Pflicht­ge­bete und Frei­tags­ge­bete) unter­sagt sind und bereits vor dem Fasten­monat nicht prak­ti­ziert wurden, wird auch auf das gemein­same Fasten­bre­chen inner­halb des Fasten­mo­nats ver­zichtet. Die mus­li­mi­schen Gemeinden setzen auf alter­na­tive Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wege über die Sozialen Medien, wie z.B. Face­book, Insta­gram, You­Tube. Auch für Gesprächs­kreise, wie „Sohbet“ (Frau­en­treff­punkte zu reli­giösen Themen) werden digi­tale Lösungen gefunden. 

Ich danke allen Moschee­ver­einen, Reli­gions- und Glau­bens­ge­mein­schaften und allen Gläu­bigen ganz per­sön­lich für ihre Mit­wir­kung in dieser schwie­rigen Zeit“, unter­streicht Landrat Makiolla. 

Thema in der Bürgermeisterkonferenz

Die Her­aus­for­de­rungen, die die Kon­takt­ver­bote beson­ders in der Fasten­zeit der Mus­lime mit sich bringen, war in der Bür­ger­mei­ster­kon­fe­renz eben­falls Thema. Denn gemein­schaft­liche Gebete wie z.B. täg­liche Pflicht­ge­bete und Frei­tags­ge­bete sind genauso unter­sagt wie das gemein­same Fasten­bre­chen im Ramadan im großen Kreis. Unter den Beschrän­kungen leiden vor allem die Senio­rinnen und Senioren, für die die Zusam­men­künfte mehr waren als ein reines Gebet – sie dienten auch der Kon­takt­pflege, um mit Gleich­ge­sinnten, z.B. bei einem „schwarzen Tee“ in den Dialog zu kommen.

Der Landrat pflegt seit vielen Jahren den inten­siven Dialog zu den Moschee­ver­einen, unter anderem mit per­sön­li­chen Besu­chen vor Ort. Er gra­tu­liert zudem jedes Jahr mit einer per­sön­li­chen Gruß­karte zum größten isla­mi­schen Fest, dem „Opfer­fest“, wel­ches in diesem Jahr vom 31. Juli bis 3. August statt­findet. 

Weitere Informationen und Info-Telefon

Jede und jeder Ein­zelne kann mit dem eigenen Ver­halten dazu bei­tragen, Men­schen vor dem Coro­na­virus zu schützen und seine wei­tere Ver­brei­tung ein­zu­dämmen. Wer Fragen hat, kann sich in meh­reren Spra­chen (Tür­kisch, Ara­bisch, Per­sisch, Eng­lisch, Rumä­nisch) auf der Inter­net­seite des Kreises infor­mieren: http://www.kreis-unna.de (Such­be­griff: Kom­mu­nales Inte­gra­ti­ons­zen­trum). Das Info­te­lefon des Kreises Unna ist unter Tel. 08 00 /​10 20 205 (Montag bis Don­nerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 15 Uhr) erreichbar. 

Wei­tere Infor­ma­tionen, auch in tür­ki­scher Sprache, gibt es beim Kom­mu­nalen Inte­gra­ti­ons­zen­trum Kreis Unna. Ansprech­partner ist Gökhan Kabaca unter Tel. 0 23 07 /​924 88 77. PK | PKU

Corona, Ramadan

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