Baugebiet Wellstraße: Erschließung nur noch über Reuterstraße

Planer Stefan Grubendorfer von der Firma Helfis stellte gemeinsam mit Ralf Bessinger und Uwe Nettlenbusch (beide Technische Dienste der Gemeinde) in der Bürgeranhörung heute im Forum die Planungen für das Neubaugebiet Wellstraße vor (v.r.). (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Planer Stefan Grubendorfer (Firma Helfis) stellte den Bürgern heute in der Bürgeranhörung im Forum gemeinsam mit Ralf Bessinger und Uwe Nettlenbusch (Technische Dienste der Gemeinde) die Planungen für das Neubaugebiet Wellstraße vor (v.r.). (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Bei der ersten Vorstellung des kleinen Neubaugebietes an der Wellstraße war das Interesse der Bürger noch groß. Heute wurden die Pläne erneut im Forum in einer Informationsveranstaltung vorgestellt – und fanden weit weniger Aufmerksamkeit.

Im Mai hatte der Gemeinderat der Planung grundsätzlich schon zugestimmt – mit einigen Anregungen, die noch eingearbeitet wurden von den beauftragten Planern der Firma Helfis. Anregungen und Bedenken können die Bürger im Planungsverfahren aber immer noch abgeben, wie Ralf Bessinger aus dem Fachbereich Technische Dienste der Gemeinde in der veranstaltung heute erklärte.

Doch die Luft scheint inzwischen raus, nachdem die Planung nachgebessert worden ist. Insgesamt wurde die erste Planung etwas aufgelockert und großzügiger und auch die Erschließung verändert.

Ein Baugrundstück, das ursprünglich noch über die Straße Im Schwarzen Adler erschlossen werden sollte, ist komplett weggefallen. Nunmehr wird es in dem Neubaugebiet nur noch zwölf Baugrundstücke in der Größe zwischen 400 bis 650 m2 geben, die alle über die Reuterstraße erschlossen werden. Zudem, wurde der Wendehammer etwas größer angelegt, damit auch dreiachsige Fahrzeuge (Müll, Feuerwehr) besser rangieren können.

Nur noch zwölf zweigeschossige Gebäude

In dem Neubaugebiet Wellstraße wird es maximal zweigeschossige Gebäude mit nicht ausgebauten Dachgeschossen geben. Die Höhe der Häuser wird durch den Bebauungsplan auf neun Meter Firsthöhe begrenzt, was der umliegenden Bebauung entspricht. Die zwölf Häuser werden geneigte Dächer (25 bis 45 Grad) haben. Auf jedem Grundstück wird es zwei Stellplätze geben sowie weitere zehn im öffentlichen Raum. Im Bereich der Parkbuchten im vorderen Bereich zur Wellstraße gelegen sollen einige Bäume und Grünflächen angelegt werden. Auf der anderen Seite soll zur Abgrenzung gegen die Rapsfelder eine Hecke gepflanzt werden.

Die Versickerung des Regenwassers erfolgt auf den Grundstücken, das Oberflächenwasser von den öffentlichen Verkehrsflächen wird in den öffentlichen Mischwasserkanal abgeführt. Das Abführen des Oberflächenwassers in die etwa 200 m entfernte Emscher soll nicht möglich sein. „Wir haben das geprüft“, Stefan Grubendorfer auf Nachfrage aus dem Publikum. „Unser Gutachter hat uns erklärt, dass es ein unzumutbarer Aufwand wäre, weil wir mehrere Privatgrundstücke nutzen müssten und auch das Gelände in diesem Bereich nicht so ganz einfach ist.“

Gutachter rechnet mit fünf Fahrzeugen pro Stunde mehr

Die Verkehrserschließung wird über die Reuterstraße erfolgen. Ein Verkehrsgutachten der Universität Wuppertal kommt zu dem Ergebnis, dass dies überhaupt kein Problem darstellen wird. „Der Gutachter rechnet mit fünf Fahrzeugen pro Stunde mehr.“ Theoretisch sei die Reuterstraße für 100 Fahrzeuge pro Stunde ausgelegt, die allerdings nie erreicht werden.

Die Ausfahrt aus dem Baugebiet in die Reuterstraße wird in beide Richtungen möglich, da die Reuterstraße erst später zur Einbahnstraße wird. Etwas eng und schwer einsehbar könnte es allerdings für Linksabbieger werden, weil auf der linken Seite der Reuterstraße in diesem Bereich häufig verbotenerweise Fahrzeuge parken. „Das könnte problematisch werden. Wir müssen mal abwarten, ob weitere Verkehrsregelungen notwendig sind. Zurzeit gehen wir einmal davon aus, dass sich alle Anwohner an die Straßenverkehrsordnung halten“, erklärte Ralf Bessinger dazu. Sollte sich das als Trugschluss erweisen, könnte man immer noch über andere Maßnahmen, etwa die Aufhebung der Einbahnregelung in der Reuterstraße, nachdenken.

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Dipl.-Journalist

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