Tor zum Flughafen“: Bahnhof Holzwickede modernisiert und endlich barrierefrei

Freude über den Abschluss der Modernisierung und die Barrierefreiheit des Bahnhofs Holzwickede, v.l.: Thomas Ressel (Geschäftsleitung NWL), Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Jörg Seelmeyer (Leiter Bahnhofsmanagement) (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Freude über den Abschluss der Moder­ni­sie­rung und die Bar­rie­re­frei­heit des Bahn­hofs Holzwickede, v.l.: Thomas Ressel (Geschäfts­lei­tung NWL), Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel und Jörg Seel­meyer (Leiter Bahn­hofs­ma­nage­ment) (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Der moder­ni­sierte Bahnhof Holzwickede ist heute fei­er­lich in Betrieb genommen worden. Kaum zu glauben: Nachdem er mona­te­lang außer Betrieb war, funk­tio­niert end­lich auch der neue Aufzug. Wobei leid­ge­prüfte Bahn­kunden sich nun fragen dürfen: Ist der neue Aufzug gerade noch recht­zeitig zur offi­zi­ellen Eröff­nung heute fertig geworden? Oder ist die Eröff­nung so lange hin­aus­ge­zö­gert worden, bis der Aufzug end­lich funk­tio­nierte? Dagegen spricht, dass auch heute noch ein Tech­niker eine letzte tech­ni­sche Macke beheben musste, so dass Fahr­gäste den Aufzug nun auch vom Bahn­steig oben aus anfor­dern können.

Mehr als drei Jahre hat es gedauert, bis die Moder­ni­sie­rungs­of­fen­sive am Bahnhof Holzwickede end­lich abge­schlossen werden konnte. „Es war viel Geduld bei allen Betei­ligten not­wendig“, räumte Jörg Seel­meyer, Leiter des Bahn­hofs­ma­nage­ments, ein: auf Seiten der Bahn, der Gemeinde, vor allem aber der Bürger.

Viel Geduld bei Bahn und Bürgern nötig

Doch nun ist es geschafft: Der Bahnhof Holzwickede als 60. von ins­ge­samt 80 Bahn­höfen in seinem Zustän­dig­keits­be­reich sei nun end­lich auch bar­rie­re­frei. Wobei Jörg Seel­meyer und auch Thomas Ressel vom Zweck­ver­band Nah­ver­kehr West­falen-Lippe (NWL) betonen, dass der Bahnhof Holzwickede für sie nicht irgend­einer ist: Mit über einer Mil­lion Ein- und Aus­stei­gern im Jahr, seiner sehr zen­tralen Lage und einem sehr guten Nah­ver­kehrs­an­gebot sei der Bahnhof Holzwickede ein ganz wich­tiger und „Zugangstor für den Flug­hafen Dort­mund“.

Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel zeigte sich hoch­er­freut über den Abschluss der Maß­nahme: „Der Bahnhof ist ja auch wich­tiges Ein­gangstor für Berufs­pendler. Und gerade für Senioren und Mütter mit Kin­der­wagen ist die Bar­rie­re­frei­heit ein großes Thema.“

ÖPNV-Zugang zum Flughafen für 3,1 Mio. Euro modernisiert

Bis zur letzten Minute arbeitete der Techniker der Bahn am Aufzug im Bahnhof Holzwickede: Bernd Kasischke, 1. Beigeordneter der Gemeinde, bei der "Testfahrt" kurz vor der offiziellen Inbetriebnahme. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Bis zur letzten Minute arbei­tete der Tech­niker der Bahn am Aufzug im Bahnhof Holzwickede: Bernd Kasischke, 1. Bei­geord­neter der Gemeinde, bei der „Test­fahrt“ kurz vor der offi­zi­ellen Inbe­trieb­nahme. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Auch wenn das Angebot und die Aus­stat­tung des Bahn­hofes inzwi­schen recht gut seien, gebe es noch wei­tere Mög­lich­keiten zur Opti­mie­rung – etwa mit Blick auf die Erreich­bar­keit und Zuwe­gung. Gemeinsam mit Holzwickedes Bür­ger­mei­sterin waren sich der Leiter des Bahn­hofs­ma­nage­ments und der NWL-Manager einig, den Bahnhof Holzwickede „noch weiter vor­an­bringen“ zu wollen.

Der Holzwickeder Bahnhof ist als ÖPNV-Zugang zum Flug­hafen kom­plett neu gestaltet worden. Durch die neu geschaf­fene Bar­rie­re­frei­heit können Pendler und Urlauber nach dem, Aus­stieg aus dem Zug ihre Koffer direkt bis zur Bus­hal­te­stelle rollen – und von dort mit dem Bus zum Flug­hafen reisen. Aber auch Mütter mit Kin­der­wagen oder geh­be­hin­derte Rei­sende werden die neue Bar­rie­re­frei­heit zu schätzen wissen.

Treppe weiter nass

Die Bau­maß­nahmen am Bahnhof Holzwickede haben im Sep­tember 2014 begonnen. Im Rahmen dieser ersten Arbeiten ist der Boden­belag auf dem Mit­tel­bahn­steig zu Gleis 2/​3 kom­plett erneuert worden. Der Zugang zum Bahn­steig wird dank des neuen Auf­zugs aus der Per­so­nen­un­ter­füh­rung erleich­tert. Der Bahn­steig zu Gleis 4/​5 kann nun über eine neue bar­rie­re­freie Rampe erreicht werden. Die Per­so­nen­un­ter­füh­rung ist moder­ni­siert worden.

Die Wände haben zumin­dest einen neuen kos­me­ti­schen Anstrich erhalten, die Treppe eine neue Ober­fläche. Dar­über hinaus sind die Beleuch­tung und die Beschal­lung am Bahnhof erneuert worden. Von den Gesamt­ko­sten in Höhe von 3,1 Mio. Euro tragen der Bund und die Bahn etwa 2,1 Mio. Euro und das Land NRW rund eine Mio. Euro.

In der näch­sten Woche werden wir eine Pumpe instal­lieren, um das Grund­wasser abzu­senken. Damit hoffen wir das Pro­blem in den Griff zu kriegen. Sollte das nicht funk­tio­nieren, werden wir die Treppe noch einmal kom­plett sanieren müssen.“

Jörg Seel­meyer, Leiter Bahn­hofs­ma­ne­ge­ment Dort­mund

Zwar ist der Aufzug seit heute funk­ti­ons­fähig. Doch noch immer dringt Wasser aus der sanierten Treppe im Per­so­nen­tunnel. Auch dieses Pro­blem soll nun noch zeitnah behoben werden, ver­spricht Jörg Seel­meyer: „In der näch­sten Woche werden wir eine Pumpe instal­lieren, um das Grund­wasser abzu­senken. Damit hoffen wir das Pro­blem in den Griff zu kriegen. Sollte das nicht funk­tio­nieren, werden wir die Treppe noch einmal kom­plett sanieren müssen“, erklärt Bahn­ma­nager Seel­meyer: „Die Moder­ni­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung des Bahn­hofs Holzwickede liegt uns sehr am Herzen. Des­halb bin ich sehr froh, den Bahnhof nun bar­rie­re­frei und schön gestaltet zu sehen.“

Service-App zeigt Verfügbarkeit des Aufzugs

Als beson­deren Ser­vice ins­be­son­dere für geh­be­hin­derte Rei­sende können Inter­es­sierte ab sofort über die neue App „DB Bahnhof live“ mit ihrem Smart­phone prüfen, ob der Aufzug am Bahnhof Holzwickede funk­tio­niert. Die App steht zum kosten­losen Down­load in den ein­schlä­gigen Stores (Apple/​Android) bereit. Nutzer können sich dar­über u.a. infor­mieren, ob der Aufzug im Bahnhof Holzwickede (oder 5.400 wei­teren Bahn­höfen und Hal­te­punkten) nutzbar ist. Gleich­zeitig können aber auch mög­liche Aus­fälle oder tech­ni­sche Stö­rungen über die App gemeldet werden. „Ziel ist eine Instand­set­zung inner­halb von 24 Stunden“, erläu­tert Jörg Seel­meyer.

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