21-jährigen Schwarzfahrer zu 30 Stunden Sozialarbeit verurteilt

Weil er in der Zeit von 11. bis 26. Sep­tember vorigen Jahres drei Mal auf der Fahrt von und nach Köln beim Schwarz­fahren in der Bahn erwischt wurde, musste sich ein 21-jäh­riger Holzwickeder heute vor dem Amts­ge­richt in Unna ver­ant­worten.

Der 21-Jäh­rige, der zur­zeit arbeitslos ist, suchte erst gar nicht nach Aus­reden auf der Ankla­ge­bank. „Ich gestehe die Taten ein“, räumte er auf Nach­frage ein. Sein Motiv: Er habe jeweils aus fami­liären Gründen drin­gend nach Köln gemusst, aber kein Fahr­geld gehabt. Eine Ent­schul­di­gung für das Erschlei­chen von Lei­stung ist das natür­lich nicht. Zumal der junge Ange­klagte auch schon mehr­fach ein­schlägig in Erschei­nung getreten ist. Immerhin will der 21-Jäh­rige sein soziales Leben ändern und „unbe­dingt wieder Arbeit“ finden, am lieb­sten in einem Waren­lager, um seiner „Mutter nicht weiter auf der Tasche liegen“ zu müssen, wie er vor Gericht erklärte.

Sein Geständnis und die Absicht, wieder einer geord­neten Arbeit nach­zu­gehen, wurden zugun­sten des Ange­klagten berück­sich­tigt. Zudem ist eine Rei­fe­ver­zö­ge­rung bei dem 21-Jäh­rigen nicht aus­zu­schließen, wes­halb der Richter ihn noch nach dem Jugend­straf­recht zu 30 Stunden sozialer Arbeit ver­ur­teilte.

Erschleichen von Leistung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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