Jahresbilanz 2017: Kreis zieht 583 Führerscheine ein

Etwas weni­ger Füh­rer­schei­ne: Der Kreis Unna stell­te im ver­gan­ge­nen Jahr 3.704 Füh­rer­schei­ne an Erst­an­trag­stel­ler aus. Das sind rund ein Pro­zent weni­ger als 2016. Damals wur­de 3.732 Mal eine Fahr­erlaub­nis erteilt.

Hin­zu kommt die Zahl der Jugend­li­chen, die ihren Füh­rer­schein mit 17 Jah­ren mach­ten. Die­se ist um elf Pro­zent gesun­ken: 2016 waren es 2.290 Jugend­li­che, die zunächst in Beglei­tung fah­ren durf­ten, im Jahr 2017 waren es 2.047. „Trotz des leich­ten Rück­gangs bleibt das eige­ne Auto für jun­ge Men­schen im Kreis Unna nach wie vor Garant für Unab­hän­gig­keit und Fle­xi­bi­li­tät“, sagt Chri­stoph Fun­ke von der Füh­rer­schein­stel­le des Krei­ses.

Neuerteilung nach Entziehung

633 Män­ner und Frau­en beka­men 2017 einen neu­en Füh­rer­schein, nach­dem sie ihn zuvor zwangs­wei­se abge­ben muss­ten. Die­se Zahl ging eben­falls leicht zurück: 2016 muss­ten sich 643 Per­so­nen einem Neu­er­tei­lungs­ver­fah­ren stel­len.

Es wur­den aber nicht nur neue Füh­rer­schei­ne nach vor­aus­ge­gan­ge­ner Ent­zie­hung aus­ge­stellt. 2.791 Frau­en und Män­ner kas­sier­ten 2017 durch Buß­gel­d­ent­schei­dun­gen ein Fahr­ver­bot. Das sind neun Pro­zent mehr als im Vor­jahr, als 2.565 Men­schen ein zeit­lich befri­ste­tes Fahr­ver­bot erhiel­ten.

Führerschein-Entziehung

Eine schär­fe­re Sank­ti­on als das Fahr­ver­bot ist die Ent­zie­hung der Fahr­erlaub­nis. Gerich­te kön­nen die Fahr­erlaub­nis ent­zie­hen, wenn eine Ver­ur­tei­lung bei­spiels­wei­se wegen Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs vor­liegt.

Auch die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de kann zum Schutz der ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer Fahr­erlaub­nis­se ent­zie­hen. Das kann zum Bei­spiel dann der Fall sein, wenn jemand sein Punk­teli­mit über­schrit­ten hat, wie­der­holt unter Alko­hol- oder Dro­gen­ein­fluss gefah­ren ist oder an ille­ga­len Auto­ren­nen teil­ge­nom­men hat.

Die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de des Krei­ses ent­zog 2017 ins­ge­samt 583 Füh­rer­schei­ne und damit deut­lich mehr als die Gerich­te (277). Die­se Zahl steigt: 2016 ent­zog der Kreis noch in 496 Fäl­len und Gerich­te in 253 Fäl­len den Füh­rer­schein. Im Unter­schied zum Fahr­ver­bot ist die Ent­zie­hung übri­gens zunächst end­gül­tig. Auch nach Ablauf einer Sper­re wird der Füh­rer­schein nicht auto­ma­tisch neu erteilt, son­dern muss ganz neu bean­tragt wer­den. PK|PKU

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visage

Dipl.-Journalist

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