Gemeinde kauft Bürgerbüro für 375.000 Euro

Von der Gemeidne Holzwickede gerworben:; das Bürgerbüro-gebäude ind er Allee 4. (Foto: peter Gräber)

Von der Gemein­de Holzwicke­de erwor­ben:; das Bür­ger­bü­ro-Gebäu­de in der Allee 4. (Foto: Peter Grä­ber)

Das Bür­ger­bü­ro in der Allee 4 hat die Gemein­de Holzwicke­de eigent­lich auf­ge­ben wol­len. Eigent­lich. Denn jetzt hat die Gemein­de das maro­de Gebäu­de Allee 4  klamm­heim­lich für 375.000 Euro gekauft.

Wie Uwe Det­lef­sen, der 1. Bei­ge­ord­ne­te gegen­über dem Emscher­blog bestä­tig­te, ist der Erwerb der Immo­bi­lie in der jüng­sten Rats­sit­zung im nicht­öf­fent­li­chen Teil  beschlos­sen wor­den.

Dabei hat­te die Gemein­de Holzwicke­de das von der Spar­kas­se ange­pach­te­te Gebäu­de Allee 4 mit Blick auf den geplan­ten Rat­haus-Neu­bau auf­ge­ben wol­len. Die Räum­lich­kei­ten sei­en ein­fach unge­eig­net für die Ämter mit Publi­kums­ver­kehr, wie es hieß. Der Daten­schutz sei in dem als Groß­raum­bü­ro kon­zi­pier­ten Gebäu­de nicht zu gewähr­lei­sten. Zudem sei das Gebäu­de für die Nut­zung zu klein gewor­den, noch dazu die Bau­sub­stanz mise­ra­bel. Tat­säch­lich hat­te das Bür­ger­bü­ro zuletzt vor zwei Jah­ren mona­te­lang schlie­ßen müs­sen, weil das Gebäu­de nach einem Was­ser­scha­den nicht mehr nutz­bar war.

Rückzieher nach Kündigung des Mietvertrages

Die Gemein­de Holzwicke­de kün­dig­te des­halb ihren lang­fri­sti­gen Miet­ver­trag und hät­te bis spä­te­stens Mai 2018 aus der Allee 4 aus­zie­hen müs­sen. Trotz­dem macht der Erwerb der Immo­bi­lie jetzt Sinn, ver­tei­dig­te der 1. Bei­ge­ord­ne­te den Erwerb. „Der Eigen­tü­mer woll­te die Immo­bi­lie unbe­dingt ver­kau­fen. Des­halb haben wir schon seit Herbst vori­gen Jah­res mit ihm ver­han­delt.“  Denn es sei ja abseh­bar, dass ein Rat­haus-Neu­bau bis Mai 2018 nicht rea­li­siert wer­den kann. „Womög­lich hät­ten wir dann in zwei Jah­re in der Allee 4 aus­zie­hen müs­sen und kei­ne Alter­na­ti­ve gehabt“, meint Uwe Det­lef­sen. Hät­te der Eigen­tü­mer sei­ne Immo­bi­lie behal­ten, so die Spe­ku­la­ti­on der Gemein­de, wäre eine kurz­fri­sti­ge Ver­län­ge­rung des Miet­ver­hält­nis­ses wohl noch mög­lich gewe­sen. Doch nach einem Ver­kauf an einen Drit­ten wäre der Ver­bleib des Bür­ger­bü­ros plötz­lich unklar gewe­sen.

Des­halb haben wir über­legt, das Gebäu­de zu kau­fen“, so Det­lef­sen. Öffent­lich dis­ku­tiert wor­den sei der Immo­bi­li­en­er­werb nicht, um kei­ne Mit­be­wer­ber auf den Plan zu rufen. Ein Ver­lust­ge­schäft habe man nicht gemacht, ist sich Holzwicke­des Bei­ge­ord­ne­ter sicher. „Das Gebäu­de hat zwar kei­ne gute Bau­sub­stanz. Aber es gehört ja auch noch das Grund­stück mit dem gro­ßen Park­platz hin­ter dem Gebäu­de dazu.“ Die­se Flä­che in zen­tra­ler Lage stel­le den eigent­li­chen Wert der Immo­bi­lie dar. „Das Grund­stück kön­nen wir auf jeden Fall auch spä­ter wie­der ver­kau­fen.“ Außer­dem gebe es aktu­ell sehr gün­sti­ge Kre­di­te. Und schließ­lich habe die Gemein­de Holzwicke­de ja als Unter­mie­ter der Spar­kas­se auch kei­ne uner­heb­li­chen Miet­zah­lun­gen gelei­stet, die mit dem Ankauf künf­tig ent­fal­len.

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visage

Dipl.-Journalist

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